Am Donnerstag, 24. April 2008 bekamen 42 Mädchen zwischen elf und 16 Jahren ein spannendes und abwechslungsreiches Programm im Rahmen des 1. "Töchtertages" an der Universität Wien geboten. Sie erhielten Einblick in die "Arbeitswelt Universität" und erfuhren mehr über den Beruf WissenschafterIn. In persönlichen Begegnungen, aber auch mit kniffligen Spielen und spannenden Experimenten wurden Einblicke in den universitären Alltag gewährt, um so den Mädchen Mut zu machen, ihren Interessen und Neigungen auch im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich zu folgen. |
Ziel des "Töchtertages", der seit sechs Jahren Ende April in ganz Wien stattfindet, ist es, Mädchen und junge Frauen für bislang ungewöhnliche Ausbildungswege zu motivieren, ihnen neue Berufsperspektiven und letztlich gut dotierte Arbeitsmöglichkeiten zu eröffnen. Heuer nahmen insgesamt fast 3.000 Mädchen teil, die in einen der 162 beteiligten Wiener Betriebe hineinschnupperten, um dort einen Eindruck in die berufliche Praxis zu gewinnen. Der Schwerpunkt liegt auf technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Berufen - erstmals beteiligte sich die Universität Wien an der siebenten Auflage des "Töchtertages".
Erlebniswelt Universität
Im Hörsaal 28 wurden die Mädchen von den Mitarbeiterinnen des Referates Frauenförderung und Gleichstellung, die den 1. "Töchtertag" an der Universität Wien konzipierten und organisierten, empfangen. Anschließend begrüßte Rektor Georg Winckler die Gruppe und führte sie durch Aula und Arkadenhof. Besonders aufregend und spannend fanden die Schülerinnen die Einladung in das Rektorenzimmer. Dort konnten sie sich im Rektorsstuhl niederlassen und sich bei einer Jause stärken.
 Alle Fotos: Referat Frauenförderung und Gleichstellung
Nach dem ersten Kennenlernen der Universität ging es dann mit Kleinbussen weiter zu den Instituten bzw. Fakultäten, wo die Mädchen an verschiedenen Workshops teilnehmen konnten. WissenschafterInnen der Mathematik, Medieninformatik, Physik und Sportwissenschaften vermittelten die Freude am Forschen und gaben Einblick in ihre Fächer.
Spielerische Mathematik
Gemeinsam mit Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Leonhard Summerer und Mag. Dr. Petra Hauer-Typpelt (Institut für Mathematik) hat die Gruppe an der Lösung mathematischer Aufgaben getüftelt. Anhand von Beispielen einer TV-Show sowie eines Sudoku wurde die Anwendung der Mathematik im Alltag erlebt und erprobt. Die Arbeit in Kleingruppen hat Spaß gemacht und führte zu so manchen Aha-Erlebnissen.
Cineastische Medieninformatik
Am Institut für Distributed and Multimedia Systems wurden die Mädchen von Mag. Shelley Buchinger und Mag. Ewald Hotop betreut. In praktischer Anwendung am PC erfuhren sie mehr über die Möglichkeiten der Bearbeitung von Videos, der Videoqualität und einem Videoserver zum Erstellen eines eigenen YouTube-Videos. Die Schülerinnen waren begeistert und haben motiviert mitgearbeitet.
Magische Physik

Auf der Physik konnten die Schülerinnen in verschiedenen Experimenten die Welt der Physik kennenlernen. Unter der Anleitung von Ao. Univ.-Prof. Dr. Viktor Gröger (Gruppe Physik Nanostrukturierter Materialien) wurde mit flüssigem Stickstoff experimentiert. Mag. Harald Rennhofer (Gruppe Dynamik Kondensierter Systeme) stellte die Röntgenstrahlanlage vor, mit der Materialien untersucht werden können und Mag. Clemens Mangler (Gruppe Physik Nanostrukturierter Materialien) nanostruktuierte Materialien. Zum Abschluss entführte Vizedekanin Ao. Univ.-Prof. Dr. Regina Hitzenberger, die sich mit atmosphärischen Aerosolen in der Physik beschäftigt, die Mädchen in ihre Labors im Keller und am Dach des Fakultätsgebäudes.
Faszinierende Sportwelten
DI Mag. Sigrid Panovsky und Mag. Ingrid Griessel (beide vom Institut für Sportwissenschaft) entführten die Mädchen in die Welt des Sports. Es wurde ein Einblick in das Studium der Sportwissenschaft und deren Arbeitsmöglichkeiten gewährt, Sportanlagen besichtigt und in verschiedene Kurse geschnuppert. Zum Abschluss konnten die Mädchen dann im Kraftlabor ihre Geschicklichkeit und Kraftreserven testen. Diese sportlichen Betätigungen haben die Mädchen so angeregt, dass sie dann im NIG zu Fuß in den 7. Stock zur Mensa hinauf gestiegen sind.
Abschluss: "Glauben Sie vielleicht, wir Mädchen können das nicht?"
In der Mensa wurde der 1. "Töchtertag" an der Universität Wien mit einem gemeinsamen Mittagessen beendet. Nach dem Sammeln allgemeiner Eindrücke und Erlebnisse verabschiedete Mag. Irene Rottensteiner, Leiterin der DLE Personalwesen und Frauenförderung, die Schülerinnen zum Abschluss dieses sehr aktiven und erlebnisreichen Tages.
Text: Mag. Bernadette Karner (unter Mitarbeit von Christa Bechtloff), Referat Frauenförderung und Gleichstellung
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