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Seit nunmehr 20 Jahren wird in der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, der Feldstation des Departments für Verhaltensbiologie, eifrig geforscht.


Was mit Konrad Lorenz und seinen Untersuchungen zum Sozialverhalten der Graugänse begonnen hatte, ...


... wurde zu einer breit angelegten Forschungsstelle, ...


... deren MitarbeiterInnen die soziale Komplexität von Wirbeltieren am Beispiel von Vögeln erforschen.


Mit der Zeit gesellten sich zu den Graugänsen weitere Vögel wie Raben ...


... oder Waldrappen.


So gelang es der KLF weltweit zum ersten Mal, eine frei lebende Kolonie von Waldrappen aus Zoonachzuchten zu etablieren.


Konrad-Lorenz- Forschungsstelle Grünau Department für Verhaltensbiologie der Fakultät für Lebenswissenschaften Waldrappteam Wolf Science Center
Lesen Sie auch: Artikel: "Intelligenz der Raben" Artikel "Ursprung der Intelligenz" Artikel "Auch Graugänse haben Mitgefühl" Artikel "Auf den Hund gekommen" Artikel "Verhaltensbiologe erforscht Intelligenz der Kolkraben"    
20 Jahre Konrad-Lorenz-Forschungsstelle Grünau
Veranstaltungen, Tiere & Forschung
Redaktion am 17. September 2010

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle (KLF) Grünau findet am Freitag, 24. und Samstag, 25. September 2010 im Kleinen Festsaal das Symposium "Frontiers In Behavioural Biology" statt. Zur Eröffnung spricht Vizerektor Heinz W. Engl; es werden zahlreiche renommierte WissenschafterInnen erwartet. Offen für alle, die sich für die Arbeit mit Wölfen, Gänsen und Waldrappen interessieren, sind die Vorträge zum Thema "Abenteuer Forschung" am Abend des ersten Symposiumstags.

Zum Einstieg wird ein Überblick über die Entwicklung der europäischen Verhaltensbiologie in den letzten 20 Jahren geboten: Dazu hält Michael Taborsky, Universität Bern, einen Vortrag. Die moderne Verhaltensgenetik wird durch Jan Komdeur, Universität Groningen, vertreten sein. Von großem Interesse ist der Beitrag von Jerram Brown, University Albany (USA), zur sozialen Komplexität, denn er gilt als einer der Begründer der modernen Verhaltensbiologie. Darüber hinaus wird Bernd Heinrich, University Vermont (USA), an dem Symposium teilnehmen und einen Überblick über komplexe Kognition geben. Er wurde vor allem für seine Freilandforschungen an Raben bekannt, deren Ergebnisse er in Form von populärwissenschaftlichen Büchern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte.

Ton Groothuis, profilierter biologischer Persönlichkeitsforscher an der Universität Groningen, hält einen Vortrag zum Themenblock Persönlichkeit. Schließlich wird Wolfgang Goymann, Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, einen Überblick über die moderne Verhaltensphysiologie - Hormone und Verhalten - geben. Damit schließt sich auch symbolisch der Kreis, denn bevor Konrad Lorenz 1973 die Forschungsstelle in Grünau gründete, war er Mitbegründer dieses Max-Planck-Instituts und dessen Leiter für beinahe zwei Jahrzehnte.

Vorträge "Abenteuer Forschung"

In der Verhaltensbiologie entwickeln sich soziale und emotionale Beziehungen zwischen Mensch und Modelltier. Von Natur aus scheue Gänse, Raben oder Wölfe werden zu kooperativen Partnern der Forschung. Dieser Erlebnisaspekt ist Thema von "Abenteuer Forschung" am Freitag, 24. September um 18 Uhr: In drei Vorträgen in deutscher Sprache geht es um die Herausforderungen beim Aufziehen und Leben mit Gänsen, Waldrappen und Wölfen im Dienste der Wissenschaft. Diese Vorträge sind kostenfrei und vor allem für Studieninteressierte zum Reinschnuppern in die Verhaltensbiologie gut geeignet.

Zur Geschichte des Konrad-Lorenz-Forschungsstelle

Vor 20 Jahren, nach dem Tod von Konrad Lorenz, wurde die kleine Forschungsstation in Grünau im Almtal zu einer Feldstation des Departments für Verhaltensbiologie. In diesen zwei Dekaden entwickelte sich die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle (KLF) zu einem "internationalen Player" der Verhaltens- und Kognitionsbiologie.

Was mit Konrad Lorenz und seinen Untersuchungen zum Sozialverhalten der Graugänse begonnen hatte, wurde zu einer breit angelegten Forschungsstelle, deren MitarbeiterInnen die soziale Komplexität und die geistigen Leistungen von Wirbeltieren am Beispiel von Vögeln erforschen. So gesellten sich im Laufe der Jahre zu den Graugänsen Raben, Dohlen, Krähen und Waldrappen. Der KLF gelang es beispielsweise erstmals weltweit, eine frei lebende Kolonie von Waldrappen aus Zoonachzuchten zu etablieren. (vs)

Jubiläumssymposium "Frontiers In Behavioural Biology"
Freitag, 24. September und Samstag, 25. September
Kleiner Festsaal der Universität Wien
Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Programm und Abstracts

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