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Die TeilnehmerInnen der Summer School beim Vorbereitungstreffen im April 2010 vor dem Institut für Klassische Archäologie und dem Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) in Wien.


Die Zweigstelle Athen des ÖAI hat ihren Sitz in einem klassizistischen Bau in der Nähe des Archäologischen Nationalmuseums Athen.


Die Akropolis von Athen mit dem Heiligtum der Athena. (Fotos: Marion Meyer und Georg Ladstätter)


Summer School in Athen Institut für Klassische Archäologie der Historisch- Kulturwissenschaftlichen Fakultät Institut für Kunstgeschichte der Historisch- Kulturwissenschaftlichen Fakultät Zweigstelle Athen des Österreichischen Archäologischen Instituts Karl-Franzens-Universität Graz Universität Salzburg Universität Innsbruck  
Archäologische Summer School unter der Sonne Attikas
Veranstaltungen
Redaktion am  6. August 2010

Von Samstag, 14. bis Sonntag, 29. August 2010, werden Studierende und Lehrende der Klassischen Archäologie und Kunstgeschichte unter der heißen Sonne Attikas miteinander diskutieren und gemeinsam schwitzen: Thema der zweiwöchigen Summer School in den Räumlichkeiten des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) in Athen, in den örtlichen Museen und an archäologischen Stätten sind Heiligtümer in Athen und Attika.

Die TeilnehmerInnen der archäologischen Summer School in Athen zum Thema "Heiligtümer in Athen und Attika: von den Anfängen des Kultes bis in die Gegenwart", die heuer zum ersten Mal angeboten wird, kommen von den Universitäten Wien, Graz und Innsbruck und studieren Klassische Archäologie und/oder Kunstgeschichte. Sie konnten sich bereits im April bei einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen in Wien kennenlernen und auf ihre Beiträge vorbereiten. Geleitet wird die Veranstaltung von zwei Professorinnen der Universität Wien, Marion Meyer vom Institut für Klassische Archäologie und Lioba Theis vom Institut für Kunstgeschichte, sowie dem Leiter der Zweigstelle Athen des ÖAI, Georg Ladstätter.

Kultstätten, Heiligtümer ...

Die TeilnehmerInnen der Sommerschule werden anhand ausgewählter Beispiele diachrone und synchrone Aspekte der Gestaltung und Benutzung von Kultstätten behandeln. "So wird sich die Gruppe intensiv mit dem antiken Hauptheiligtum von Athen auf der Akropolis befassen, zu den außerhalb der Stadt an der attischen Küste gelegenen Kultstätten in Eleusis, Sounion und Brauron fahren und kleinere, weniger gut erforschte Anlagen in der Stadt und auf dem Lande aufsuchen", beschreibt Marion Meyer das Programm.

Im Mittelpunkt des Interesses steht die Geschichte des jeweiligen Kult- und Heiligtumsbetriebs. Dabei werden besonders die jeweiligen Anfänge und das Ende bzw. die Brüche, Übergänge und Transformationen in den Blick genommen. "Durch die aktive Teilnahme von Studierenden und Lehrenden der Kunstgeschichte kann die Perspektive bis zur jüngsten Gegenwart ausgeweitet werden, und es können auch Themen christlicher Kulte und Kultstätten behandelt werden, die keinen Bezug zur Antike haben - zum Beispiel Klöster und Askese innerhalb und außerhalb der Stadt", fügt Lioba Theis hinzu.

... und Museen

Manche der Weihgeschenke, die in den attischen Heiligtümern gefunden wurden, sind in dem vor einem Jahr eröffneten neuen Akropolismuseum erstmals ausgestellt. Die Arbeit in den Athener Museen wie auch die vor- und nachbereitenden Referate im Seminarraum des ÖAI sind zentraler Bestandteil der Summer School - "und werden für alle Beteiligten absehbar ebenso schweißtreibend wie das Studium unter freiem Himmel sein", schmunzeln die beiden Organisatorinnen.

Forschungsorientiertes Arbeiten

Ziel der Summer School ist es, forschungsorientiertes Arbeiten über ein epochenübergreifendes kulturhistorisches Thema zu praktizieren. Athen mit seinen archäologischen und kunsthistorischen Quellen und den örtlichen Forschungsstätten bietet dafür das ideale Ambiente. "Der wissenschaftliche Nachwuchs soll gefordert und gefördert werden, gerade auch im Hinblick auf eine Stärkung des österreichischen Beitrags zu archäologischer bzw. altertumswissenschaftlicher Forschung in und zu Griechenland", so Meyer und Theis.

Fortsetzung folgt ...

Das Konzept der archäologischen Summer School in Athen sieht vor, dass TeilnehmerInnen, die an einer österreichischen Universität Klassische Archäologie studieren, jeweils mit Studierenden eines weiteren Fachs gemeinsam ein (jeweils wechselndes) übergreifendes Thema zur griechischen Kulturgeschichte erarbeiten. Das Leitungsteam wird sich jeweils aus einer Lehrperson der Klassischen Archäologie (an einer der Universitäten Wien, Graz, Salzburg oder Innsbruck), einer Lehrperson des weiteren Fachs und einer beim ÖAI (Zentrale Wien oder Abteilung Athen) beschäftigten Person zusammensetzen. (red)
 
Univ.-Prof. Dr. Marion Meyer ist Vorständin des Instituts für Klassische Archäologie.
Univ.-Prof. Dr. Lioba Theis ist Vorständin des Instituts für Kunstgeschichte.


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