Logo der Uni Wien
Logo der Uni Wien

Archiv der Online-Zeitung

Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
  •   Home
  •   Forschung
  •   Wissenschaft &     Gesellschaft
  •   Studium & Lehre
  •   Professuren
  •   Personalia
  •   Service
  •   Dossiers
  •   UniBlicke


Comment - Zeitschrift des ZID
Audio- und Videostreams: Der neue Streaming-Server der Universität Wien
Service
Gastbeitrag von Peter Marksteiner am  3. Juli 2008

Die Juni-Ausgabe des "Comment", das Magazin des Zentralen Informatikdienstes, berichtet über interessante und wichtige IT-Neuerungen an der Universität Wien. Lesen Sie hier einen ausgewählten Beitrag des ZID-Mitarbeiters Peter Marksteiners über den neuen Streaming-Server der Universität Wien. Der gesamte Beitrag ist im Comment 08/02 nachzulesen.

Multimediale Inhalte ? Audio und Video in allen Formen ? gewinnen auch in Forschung und Lehre immer mehr an Bedeutung. Seit kurzem stellt der Zentrale Informatikdienst eine eigene Plattform für solche Inhalte, den Streaming-Server zur Verfügung.

Was ist Streaming?

Um Audio- und Videodateien über das Internet zur Verfügung zu stellen, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Download und Streaming. Im ersten Fall wird die Datei zur Gänze vom Server auf den lokalen Rechner übertragen und kann nach Beendigung der Übertragung mit einem geeigneten Klienten beliebig oft abgespielt werden. Im zweiten Fall schickt der Server in Echtzeit einen "Datenstrom" ? daher der Name ?, der währenddessen von einem streamingfähigen Klienten dargestellt wird. Es wird nichts vom Klienten abgespeichert: Will man z. B. einen Film ein zweites Mal ansehen, so wird erneut eine Verbindung zum Server geöffnet und das Streaming beginnt von neuem.

Ein Nachteil des Downloads von Multimedia-Dateien sind die großen Datenmengen, die dabei zu übertragen sind. Abhängig von der Qualität und Auflösung können solche Dateien sehr groß sein, mehrere Gigabyte sind keine Seltenheit. Beispielsweise würde der Download einer 2 GB großen Datei über eine 56k-Modemverbindung fast eine Woche dauern.

Klienten

Zum Abspielen der Streams auf dem PC ist ein entsprechender Klient erforderlich. Von uns empfohlen und unterstützt ist der Apple QuickTime Player, der hier kostenlos bezogen werden kann. QuickTime gibt es für Windows und Mac, nicht aber für Linux. Für Linux gibt es etliche Open Source-Klienten, wir empfehlen VLC.

Funktionen des Streaming-Servers

Primär ist der Streaming-Server eine Plattform zur Ablage für Audio/Video-Dateien, die als Streams oder ? sofern gewünscht ? auch als Download zur Verfügung gestellt werden. Um welche Art von Inhalten es sich dabei handelt bzw. welchem Zweck die Inhalte dienen sollen ? Lehre, Information, Präsentation etc. ?, ist von Seiten der Universität derzeit nicht reglementiert. Bisher sind die meisten Angebote Aufzeichnungen von Lehrveranstaltungen. Sind Streaming-Angebote im Internet frei zugänglich, müssen in jedem Fall die gesetzlichen Bestimmungen zur Veröffentlichung von Ton- und Bildmaterial (Copyright, Veröffentlichung bestimmter Inhalte, ...) beachtet werden.

Das Streaming-Service umfasst die Unterstützung bei der Erstellung solcher Inhalte nicht.

Es gibt sehr viele Multimedia-Formate. Der Streaming-Server erkennt die meisten davon automatisch und konvertiert sie in für Streaming geeignete Formate in mehreren Auflösungen. Standardmäßig wird von Videodateien eine hoch aufgelöste Variante mit 640 x 480 Pixel und 25 Bildern ("Frames") pro Sekunde und eine niedrig aufgelöste Variante mit 320 x 240 Pixel und 15 Frames pro Sekunde erzeugt. Weitere Funktionen sind geplant: In Zukunft sollen auch Live Streaming und Podcasts unterstützt werden.

Vorgangsweise

Welche Schritte sind nun notwendig, um Dateien auf dem Streaming-Server abzulegen? Die Vorgangsweise ist recht einfach und in einer ausführlichen Streaminganleitung dokumentiert: Sie benötigen eine Zugriffsberechtigung auf dem Share, die Sie via Mail an die Adresse streaming.zid@univie.ac.at erhalten, legen dort ein Verzeichnis an und speichern in diesem Ihre Multimedia-Dateien ab. Dadurch wird automatisch der Konvertierungsvorgang angestoßen; sobald dieser beendet ist, steht der Stream zum Abrufen bereit.

Das automatische Konvertieren funktioniert nur, wenn bei der Namensgebung der Dateien die entsprechenden Konventionen strikt eingehalten werden: Bitte beachten Sie die Hinweise im Kapitel Dateinamen in der oben genannten Dokumentation.

Das Konvertieren ist ein rechenintensiver Prozess: Für eine Minute Film sind ? je nach Qualität, Format und Auflösung ? mehrere Minuten Rechenzeit zu veranschlagen. Bei längeren Filmen kann es durchaus einen oder zwei Tage dauern, bis der Stream fertig ist. Sie werden bei allen Schritten, z. B. bei Beginn und Ende der Konvertierung, per Mail informiert. Auch bei aufgetretenen Problemen (beschädigte oder unvollständige Input-Daten, unbekannte Datei-Formate, Fehler bei der Konvertierung) werden Sie verständigt.

Weitere Streaming-Angebote im Uni-Datennetz

Im Comment 07/1 wurde bereits über das Angebot von Audio- und Videostreams im Uni-Datennetz berichtet. Über einen entsprechenden Player können Nachrichtensender, Forschungsberichte, Musikvideos, Vorlesungen anderer Universitäten u.a. abgerufen werden.

Dipl.-Ing. Dr. Peter Marksteiner ist Mitarbeiter beim Zentralen Informatikdienst (ZID) der Universität Wien.

Lesen Sie mehr über Audio- und Videostreams in der aktuellen Ausgabe (Juni 2008) des "Comment".

<< zurück zur Übersicht
 
Impressum Druckversion
Universitat Wien | Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0