Logo der Uni Wien
Logo der Uni Wien

Archiv der Online-Zeitung

Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
  •   Home
  •   Forschung
  •   Wissenschaft &     Gesellschaft
  •   Studium & Lehre
  •   Professuren
  •   Personalia
  •   Service
  •   Dossiers
  •   UniBlicke

Die Ausstellung "Das Grüne Band Europas" präsentiert die kulturelle und biologische Vielfalt entlang des ehemaligen eisernen Vorhangs. Foto: Thomas Wrbka


Wo Europa einst geteilt war … Foto: Donauauen


… erstreckt sich heute ein grünes Band der Vielfalt von Lappland über die Ostseeküste … Foto: Klaus Leidorf


… bis ans Schwarze Meer. Foto: Thomas Wrbka


In diesem einzigartigen Ökosystem sind wichtige Lebensräume für wilde Tiere wie dem Luchs entstanden. Foto: Josef Limberger



Dossier: "Osteuropa 1989-2009"

Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie der Fakultät für Lebenswissenschaften "Das grüne Band Europas" Linz 2009 Flyer zur Ausstellung (PDF)
Ausstellung: Naturschutz von Lappland bis zum Schwarzen Meer
Wissenschaft, Osteuropa 1989-2009
Redaktion am 11. August 2009

Ein einzigartiges Ökosystem zwischen Wildnis und Kulturlandschaft durchquert Europa entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs: das sogenannte "Grüne Band". Ihm widmet sich eine aktuelle Ausstellung unter dem Motto "Grenze.Wildnis.Zukunft", die noch bis 10. Jänner 2010 im Schlossmuseum Linz zu sehen ist. Dahinter steckt ein internationales Naturschutzprojekt, an dessen Verwirklichung die Universität Wien maßgeblich beteiligt ist und das darauf abzielt, die vielfältigen Landschaften entlang des grünen Bands sowie ihre Natur- und Kulturwerte nachhaltig zu sichern.

Die Ausstellung "Das Grüne Band Europas" - eine Kooperation der Universität Wien, Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas und den Oberösterreichischen Landesmuseen - läuft seit dem 5. Juli 2009 im Schlossmuseum Linz und kann bis zum 10. Jänner 2010 besucht werden. Das Konzept zur Ausstellung entstand unter der Feder von Thomas Wrkba vom Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie der Universität Wien, der auch die wissenschaftliche Leitung des Projekts innehat. Mit der Ausstellung will Wrbka die verschiedenen Naturschutzaktivitäten entlang des grünen Bandes präsentieren und auf interessante Entwicklungen hinweisen: Innerhalb von vier Jahrzehnten sind dort zahlreiche Initiativen im Bereich Naturschutz und sanfter Tourismus ins Leben gerufen worden.

Rückzugsgebiet für Tiere

Bären, Luchse und Wölfe: Durch die Siedlungsgebiete der Menschen vertrieben, finden diese Tiere entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs eine wichtige Rückzugsmöglichkeit. Denn auf einer Länge von 12.500 Kilometer haben sich quer durch Europa Wildnisgebiete erhalten, wie sie in unseren Breiten ansonsten nicht mehr zu finden sind. Wo Europa einst geteilt war, befinden sich heute wertvolle Naturrefugien inmitten vielfältiger Kulturlandschaften. Die naturverträglichen Nutzungsformen können als Modelle nachhaltiger Entwicklung für das ländliche Europa dienen.

Diese "Bandbreite" brachte aber auch einige organisatorische Herausforderungen mit sich: "Die Kontakte mit den Fachleuten vor Ort herzustellen, war aufgrund der bandförmigen Struktur des Gebietes nicht immer einfach", so Franz Michael Grünweis vom Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Organisationsteam der Ausstellung.
 
Vielfalt im ehemaligen Niemandsland

Das grüne Band durchquert einen ganzen Kontinent. Die Ausstellung - unter deren Leihgebern sich das Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie, das Herbarium der Universität Wien sowie die Fachbibliothek der Finno-Ugristik befinden - präsentiert die kulturelle und biologische Vielfalt entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs: vom subarktischen Lappland über die Ostseeküste, die zentraleuropäischen Mittelgebirge und Flussniederungen bis zur Schwarzmeerküste an der bulgarisch-türkischen Grenze. Ausgehend von den unterschiedlichen Aspekten der "erzwungenen Verwilderung" spannt sich ein großer Bogen an Ausstellungsthemen, die von zahlreichen WissenschafterInnen der Universität Wien mitgestaltet worden sind.

Diskussionen und Exkursionen

In welche Richtung können und möchten sich diese Grenzregionen im Herzen Europas in Zukunft entwickeln? Die Fragen, die sich im Rahmen der Ausstellung ergeben, sollen spannende Diskussionen unter den BesucherInnen anregen. Anhand des 340 Seiten umfassenden Begleitbuchs zur Ausstellung können interessierte Laien sowie das wissenschaftliche Fachpublikum ihr Wissen über diese europaweite Initiative vertiefen. Für den Inhalt waren sowohl AutorInnen aus den Ländern am grünen Band als auch Angehörige und AbsolventInnen der Universität Wien verantwortlich.
Die Ausstellung wird zusätzlich von Exkursionen und wissenschaftlichen Begleitprogrammen - wie dem Symposium "Naturschutz und Regionalentwicklung am grünen Band Europas" - umrahmt. (ps)


Ausstellung: "Das Grüne Band Europas"
Samstag, 4. Juli 2009 bis Sonntag, 10. Jänner 2010
Schlossmuseum Linz
Programm (PDF)

<< zurück zur Übersicht
 
Impressum Druckversion
Universitat Wien | Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0