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Die Nobelpreisträger Robert Huber ...


... und Kurt Wüthrich halten am 9. Oktober Vorträge an der Universität Wien.


Viertes Wiener Nobelpreisträgerseminar    
Chemie-Nobelpreisträger an der Universität Wien
Veranstaltungen, Wissenschaft
Gastbeitrag von Lothar Brecker am 29. September 2009

Am Freitag, 9. Oktober 2009, halten die Nobelpreisträger Robert Huber und Kurt Wüthrich an der Universität Wien Vorträge im Rahmen eines Fachkolloquiums des Vierten Wiener Nobelpreisträgerseminars. Die Vorträge finden von 15 Uhr bis 17.30 Uhr im großen Lesesaal der Universitätsbibliothek statt.

Die Wiener Nobelpreisträgerseminare sind eine Seminarreihe mit Nobelpreisträgern, die alljährlich zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten stattfinden. Das Vierte Wiener Nobelpreisträgerseminar wird am 8. und 9. Oktober 2009 an drei Wiener Universitäten (Universität Wien, Technischen Universität Wien, Universität für Bodenkultur), im großen Festsaal des Wiener Rathauses und in der Sky Lounge der Wirtschaftskammer Österreich mit fünf Laureaten zum Thema Chemie veranstaltet.

Im Rahmen eines Fachkolloquiums laden die Fakultäten Chemie und Physik der Universität Wien zu den Vorträgen der Laureaten Robert Huber und Kurt Wüthrich in den großen Lesesaal der Universitätsbibliothek Wien. Die Vorträge werden zu den Themen "Proteases and their Regulation, Basic Research and Application" sowie "From Structural Biology to Structural Genomics - NMR with Proteins" gehalten.

Robert Huber


Robert Huber wurde 1937 in München geboren und erhielt 1988 den Nobelpreis in Chemie für die Erforschung der dreidimensionalen Struktur des Reaktionszentrums der Photosynthese. Er schloss sein Doktorat der Chemie an der Technischen Universität München ab, wo er sich auch habilitierte. Von 1971 bis 2005 war er Direktor des Max-Planck-Instituts für Biochemie, als Direktor Emeritus leitet er dort weiterhin die Gruppe Strukturforschung. Seit 1988 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und forscht am Zentrum für medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg - Essen. Mit seinen Arbeiten zur Röntgenkristallographie von Proteinen hat Robert Huber das Verständnis der Photosynthese entscheidend beeinflusst. Seine aktuellen Forschungen beschäftigen sich mit der Struktur und Funktion von biologischen Makromolekülen.

Kurt Wüthrich

Kurt Wüthrich wurde 1938 in Aarberg (Schweiz) geboren. 2002 erhielt er den Nobelpreis für Chemie für seine Entwicklung der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie (NMR) zur Bestimmung der dreidimensionalen Struktur biologischer Makromoleküle in Lösung. Er studierte Chemie, Physik und Mathematik in Bern und promovierte darauf an der Universität Basel. Danach folgten Aufenthalte an der Universität of California, Berkeley und in den Bell Laboratories in Murray Hill. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde er Professor für Biophysik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Seit 2001 ist er auch Gastprofessor am The Scripps Research Institute. Mithilfe der NMR-Spektroskopie erhält man Information über die dreidimensionale Struktur von Proteinen und Nukleinsäuren; man kann die Moleküle in Lösung, also in einer den Verhältnissen in den Zellen gleichenden Umgebung, studieren. In seiner aktuellen Forschung widmet er sich der strukturellen Genomik.

Univ.-Ass. Privatdoz. Dipl.-Chem. Dr. Lothar Brecker ist der stv. Vorstand des Instituts für Organische Chemie an der Fakultät für Chemie.


Fachkolloquiums des Vierten Wiener Nobelpreisträgerseminars

Freitag, 9. Oktober 2009, 15 Uhr bis 17.30 Uhr
Universität Wien, Großer Lesesaal der Universitätsbibliothek
Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Weitere Informationen

Verbindliche Anmeldungen bitte bis Montag, 5. Oktober 2009 an
uniwien@nobelvienna.at


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