![]() Matthias Farlik und Thomas Decker vom Department für Mikrobiologie, Immunbiologie und Genetik enträtseln in einer aktuellen Publikation die Funktionsweise zellulärer Abwehrstrategien. ![]() Die Forschungen führten sie gemeinsam mit Mathias Müller (Vetmeduni Wien) am Bakterium "Listeria monocytogenes" durch, einem der häufigsten und gefährlichsten Erreger von Lebensmittelinfektionen. Department für Mikrobiologie, Immunbiologie und Genetik des Zentrums für Molekulare Biologie Spezialforschungsbereich (SFB) "Jak-Stat-Signalling from Basics to Disease" Veterinärmedizinische Universität Wien Journal "Immunity" Lesen Sie auch: Artikel: "Darmkrankheiten auf der Spur" Artikel: "Freund oder Feind? Die zwei Gesichter der Interferone" |
Der "geheime" Zwei-Stufen-Plan zur Zellverteidigung |
| Forschungsprojekte |
| Redaktion am 16. Juli 2010 |
Wenn Zellen von Bakterien angegriffen werden, stehen ihnen eine Reihe molekularer "Waffen" zur Verfügung. In einer aktuellen Studie konnten Matthias Farlik und Thomas Decker vom Zentrum für Molekulare Biologie gemeinsam mit Mathias Müller von der Veterinärmedizinischen Universität Wien die Funktionsweise der zellulären Abwehrstrategien enthüllen und damit Hinweise für die Bekämpfung von Krankheiten liefern. Ihre Ergebnisse erschienen in der aktuellen Ausgabe des Journals "Immunity". |
Zellen können auf vielfältige Weise auf ihre Umgebung reagieren, um sich gegen Angriffe von Erregern zu verteidigen. In der Regel modifizieren sie vorhandene Proteine oder stellen neue her, die dann wiederum Abwehrstoffe produzieren. Ein klassisches Beispiel für eine solche Verteidigungsreaktion ist die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO), das eine stark antibakterielle Wirkung aufweist. Dieser "zelluläre Giftgasangriff" ist aber nicht ganz ungefährlich: NO ist ein aggressives freies Radikal, das mit der Entstehung von Krebs und entzündlichen Prozessen im Körper in Zusammenhang steht. Um also nicht mit Kanonen auf die sprichwörtlichen Spatzen zu schießen, "informiert" sich die Zelle umfassend, bevor sie ihre NO-Produktion hochfährt. |


