![]() Desmond Tutu, der am 12. Juni mit der Ehrendoktorwürde der Universität Wien ausgezeichnet wurde, ... ![]() ... traf trotz seines dichten Terminkalenders am Samstagvormittag, 13. Juni, ... ![]() ... Studierende der evangelischen und katholischen theologischen Fakultäten der Universität Wien, ... ![]() ... der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Mitglieder der Österreichischen Hochschulliga für die Vereinten Nationen ... ![]() ... in der Alten Universitätskirche. Fotos: E. Foltinowsky / ETF "Desmond Tutu erhält Ehrendoktorat der Universität Wien" Dekanat der Evangelisch-Theologischen Fakultät Desmond Tutu - The Nobel Peace Prize 1984 |
Desmond Tutu: "Vergeben tut man für sich selbst und seine Gesundheit" |
| Wissenschaft |
| Gastbeitrag von Karin Jungreithmayer und Helene Lechner am 17. Juni 2009 |
"Ich hoffe, ihr werdet Träumende von Gottes Welt! Und ihr nutzt euer Diplom, um an einer besseren Welt zu arbeiten", begrüßte Desmond Tutu Studierende der evangelischen und katholischen theologischen Fakultäten der Universität Wien, der ÖAW und Mitglieder der Österreichischen Hochschulliga für die Vereinten Nationen. Diese trafen Samstag, 13. Juni, Desmond Tutu abseits der öffentlichen Zeremonie in der Alten Universitätskirche. In seiner saloppen Art stand der Friedensnobelpreisträger und Alterzbischof aus Südafrika den jungen AkademikerInnen Rede und Antwort. |
"Vergeben bedeutet nicht, jemanden einen Gefallen tun. Das tut man für sich selbst und seine Gesundheit", antwortete Desmond Tutu auf die Frage, wie er den Opfern der Apartheid heute zu vergeben lehre. Seine Ubuntu-Theologie, die auf einer afrikanischen Lebensphilosophie (Ubuntu) basiert, ist für seine Überzeugungsarbeiten maßgeblich: "In der afrikanischen Tradition heißt es: Ich kann nur ich selbst sein, wenn du du bist", erklärte Tutu. Das funktioniere nur wenn Harmonie herrsche. Daher seien Rache oder Ärger nicht gut. Das erhöhe nur den Blutdruck, so der Südafrikaner schmunzelnd. Sicher seien manche Menschen noch nicht bereit zu vergeben. "Ich kann das nicht für sie tun und sie können auch nicht dazu gezwungen werden", betonte der Alterzbischof. |





