![]() Stefan Dullinger und Franz Essl erforschen, wie sich die Einfuhr von gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten langfristig auswirkt. ![]() FloraHolland: Weltgrößte Vermarktungs-organisation für Blumen und Pflanzen. Der internationale Zierpflanzen-Handel ist ein wesentlicher Motor biologischer Invasionen. (Foto: Montserrat Vilà) Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschafsökologie der Fakultät für Lebenswissenschaften Umweltbundesamt DAISIE-Datenbank zu gebietsfremden Pflanzen und Tieren in Europa EU-Stategie zur Bekämpfung invasiver Arten Fachjournal PNAS |
Die biologische Invasion von morgen |
| Forschungsprojekte |
| Redaktion am 21. Dezember 2010 |
Wirtschaftswachstum und Globalisierung haben auch Flora und Fauna weltweit in Bewegung gebracht. Die oft unbeabsichtigte Einfuhr von gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten zeigt ökologische und ökonomische Langzeitwirkungen, die weitreichender sind als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt ein internationales ForscherInnen-Team unter der Leitung von Stefan Dullinger vom Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie und Franz Essl (Umweltbundesamt). Aktuell publizieren die Ökologen dazu im renommierten Fachblatt PNAS. |
Die Ökologen Franz Essl und Stefan Dullinger sehen einen Zusammenhang zwischen der Verbreitung gebietsfremder Arten und der sozioökonomischen Entwicklung in Europa. Die heutige Verbreitung gebietsfremder Arten ist immer noch stark durch die sozioökonomischen Bedingungen von 1900 beeinflusst. Biologische Invasionen sind daher offenbar Kollateraleffekte der ökonomischen Entwicklung, deren Ausmaß erst mit jahrzehntelanger Verspätung in vollem Umfang erkennbar wird. "Eine effiziente EU-Strategie zur Bekämpfung biologischer Invasionen muss daher nicht nur jene Arten umfassen, die in Europa bereits zum Problem geworden sind, sondern auch diejenigen, die sich auf anderen Kontinenten invasionsartig ausbreiten, sich in Europa aber noch unauffällig verhalten oder fehlen", so Franz Essl. |


