![]() Zwei halbwüchsige Synodontis schoutedeni in einer Tonröhre (diese Art ist hauptsächlich nachts aktiv und tagsüber verstecken sich die Welse in Röhren oder unter Wurzeln). Fotos: Oliver Drescher ![]() Ausgewachsenes Männchen von S. schoutedeni. ![]() Ca. 10 cm langer S. schoutedeni. ![]() Jungtier/Baby von S. schoutedeni. Totallänge etwa 2,5 cm. ![]() Ca. 10 cm langer S. schoutedeni. Foto: André Werner Die Studie in BMC Biology: "Ontogenetic development of auditory sensitivity and sound production in the squeaker catfish Synodontis schoutedeni" Department für Verhaltensbiologie der Fakultät für Lebenswissenschaften |
Die Kommunikation der Fiederbartwelse |
| Forschungsprojekte, Tiere & Forschung |
| Redaktion am 29. Januar 2010 |
Zahlreiche Fischarten sind imstande, Laute zu produzieren und so mit ihren Artgenossen zu kommunizieren. Bis jetzt dachte man allerdings, dass dies Jungfischen aufgrund ihres schlechteren Hörvermögens nicht möglich wäre. Ein Team um Bioakustiker Walter Lechner hat die Entwicklung des Hörvermögens und der Lautbildung an einem kleinen afrikanischen Wels untersucht und erstaunliche Ergebnisse gefunden: Fiederbartwelse aller Altersstufen können miteinander kommunizieren. Die Forschungsarbeit erscheint in der aktuellen Ausgabe der internationalen Zeitschrift BMC Biology. |
Fiederbartwelse können durch Reiben von Brustflossenstacheln in Gelenkspfannen des Schultergürtels knarrende oder quietschende Laute erzeugen, weshalb sie im Englischen "Squeaker" (Quietscher) genannt werden. Sie produzieren diese Laute, wenn sie von Räubern angegriffen werden und auch bei innerartlichen Auseinandersetzungen um Weibchen oder Verstecke. Dieses Verhalten untersuchte Walter Lechner im Rahmen seiner Dissertation zusammen mit Lidia Eva Wysocki und Friedrich Ladich vom Department für Verhaltensbiologie der Universität Wien anhand des marmorierten Fiederbartwelses "Synodontis schoutedeni", vom kaum 2,5 cm langen Baby bis zum über 15 cm langen ausgewachsenen Fisch. |





