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Kurt Tutschku erforscht die Zukunft des Internets.


CV von Kurt Tutschku Porträt von Kurt Tutschku: "Die Zukunft des Internets gestalten"
Drei Thesen zur Zukunft des Internets
Wissenschaft
Redaktion am 16. Dezember 2009

Seit September 2008 hat Kurt Tutschku die Stiftungsprofessur für "Future Communication" an Fakultät für Informatik inne. Vor kurzem präsentierte der Internetexperte seine drei Thesen zur Zukunft des Internets: Netzwerkarchitektur ohne Beschränkungen, Bedeutungsverlust der Festplatte sowie Qualität als einzig wichtiges Netzwerkriterium.

Eine moderne Kommunikations-Infrastruktur ist die unerlässliche Basis der Wissensgesellschaft. Technisches und wirtschaftliches Know-how wird immer mehr zur zentralen Grundlage des Berufslebens. Der systematischen Organisation und Nutzung von Wissen zur Steigerung der Produktivität kommt eine wachsende Bedeutung zu. So beschäftigt sich der Inhaber der von der Telekom Austria finanzierten Stiftungsprofessur "Future Communication", Kurt Tutschku, damit wie leistungsstarke Kommunikationssysteme organisiert sein müssen, um künftige Anwendungen zu verbessern.

Das zukünftige Internet ("Future Internet")

Die Zukunft des Internets ist schwer vorherzusagen. Jedoch zeichnen sich wesentliche Trends ab, aus denen sich folgende Thesen ableiten lassen:

• These 1: Future Internet - Architektur ohne Beschränkungen
• These 2: Die heimische PC-Festplatte ist dem Tode geweiht
• These 3: Qualität wird das einzig wichtige Netzwerkkriterium

Das zukünftige Internet wird von BenutzerInnen mehr und mehr als ein effizientes Netzwerk von Anwendungen, Inhalten und Funktionen betrachtet, ist eine der Forschungsaussagen von Kurt Tutschku. Die Inhalte und die Nutzung des zukünftigen Systems verändern sich rascher als bisher. Neue drahtlose Übertragungsverfahren wie LTE Advanced oder Wimax und neue Glasfaser- und DSL-Techniken wie Ethernet/Glgablt Passive Optlcal Networks (E/GPON) oder GIgabit DSL erlauben den BenutzerInnen eine allgegenwärtige, äußerst zuverlässige und mit sehr hoher Kapazität erfolgende Nutzung des zukünftigen Systems.

Cloud Computing und Virtualisierung rücken in den Vordergrund. Das gilt gleichermaßen für die Anwendungen als auch für die Netzwerke, Anwendungsvirtualisierung nimmt zu, womit Daten zum Beispiel mobil werden und von überall auf sie zugegriffen werden kann. Overlay-Netzwerke, die auf bestehender Infrastruktur aufbauen, schaffen neue Anwendungs- und Geschäftsmodelle, z.B. kann der/die NutzerIn sowohl KonsumentIn als auch
AnbieterIn sein.

Die InternetanwenderInnen wollen zwei Dinge: Technologie muss einfach zu bedienen sein und funktionieren. Sie wollen sich nicht mit Technologie herumschlagen, sondern sich darauf verlassen können, dass sie funktioniert, d.h. die erwünschte Anwendungsqualität wird zum wichtigen Kriterium für die Netzwerkqualität, die Quality-of-Experience ist ausschlaggebend. Für die Netzwerke bedeutet dies: die Leistungsbewertung und Effizienz des zur Verfügung gestellten Services rückt in den Vordergrund.

Das Ziel der Stiftungsprofessur "Future Communication" ist es, am Entwurf des Internet der Zukunft mitzuwirken, so dass das zukünftige System nachhaltig Innovationen sowohl für Betreiber als auch für Anwender erzielen kann", betont Kurt Tutschku.

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