Am Montag, 31. Mai 2010, findet von 13 bis 17.30 Uhr im Kleinen Festsaal die 5. Zukunftswerkstatt Studieren & Lehren 2020 des Forums neue Medien in der Lehre (fnm) zum Thema "Bologna zwischen Ernüchterung und Innovation à la carte?" statt. Eingeladen sind Lehrende, Studierende, StudienprogrammleiterInnen, DekanInnen sowie alle am Thema Interessierten. Gemeinsam sollen die bisherige und weitere Umsetzung des Bologna-Prozesses sowie der Einsatz von E-Learning in den neuen Studienprogrammen kritisch diskutiert werden. |
Nach einer Phase von Leuchtturm-Projekten einzelner engagierter Lehrender zielte die eBologna-Initiative der Universität Wien bereits 2005 auf die curriculare Verankerung von E-Learning ab. Der curriculare Fokus wurde 2009 mit der Qualitätsentwicklung der Studienprogramme fortgesetzt - einem Schwerpunkt des in Aufbau befindlichen Center for Teaching and Learning / CTL.
E-Learning und Bologna-Prozess
E-Learning kann in den neuen Studienprogrammen als Instrument genutzt werden, um Studierende beim Erreichen der Studienziele zu unterstützen - es kann aber keineswegs als Allheilmittel gegen alle ressourcenbedingten oder curricular angelegten Defizite von Studienprogrammen verstanden werden. Mittlerweile kristallisieren sich konkrete Ankerpunkte des eLearning-Einsatzes in den neuen Studienprogrammen heraus: Zum einen sind die Studieneingangsphasen der Bachelor-Studien mit ihren Großlehrveranstaltungen zu nennen; hier sind tutoriell begleitete Blended Learning-Lehrveranstaltungen und Content-Pools zur Unterstützung des Selbststudiums (z. B. mit Audio- oder Videostreams und Selbsttests zur Überprüfung des Wissensstandes) besonders hervorzuheben.
Zum anderen kann E-Learning die Umsetzung forschungsgeleiteter Lehre fördern, indem es Freiräume für erhöhte Diskursivität in der Präsenzlehre eröffnet und in den Master-Studien die Studierenden schrittweise an ihre erste wissenschaftliche Arbeit heranführt, etwa über online geführte Forschungsjournale und studentische Peer Review-Verfahren. Mit der Integration von Social Software-Komponenten in die zentral bereitgestellten Lernplattformen Fronter und Moodle eröffnen sich für Lehrende der unterschiedlichen Studienprogramme vielfältige Gestaltungsoptionen. Mittlerweile werden 33 Prozent aller Lehrveranstaltungen E-Learning-gestützt durchgeführt, wobei der Anteil in den Bachelor-Studien deutlich höher liegt.
Forum neue Medien in der Lehre
Das Forum neue Medien in der Lehre Austria (fnm) besteht als Verein bereits seit 2003. Derzeit sind 22 österreichische Universitäten und 17 Fachhochschulen Mitglieder und entsenden je nach Studierendenzahl Delegierte. Eine aktuelle Darstellung der fnm-Community findet sich auf der Website des Forums. Im Rahmen eines nationalen Strategieprojekts erfolgte im Forum die Bearbeitung interinstitutioneller Querschnittsbereiche; in diesem Kontext entwickelten Fachexperten der Universität Wien das Portal eLearning Rechtsfragen, das seit 2005 über Fördermittel des BMWF laufend ausgebaut wird.
Als Netzwerk speist sich das Forum aus den fachlich-intellektuellen Expertisen seiner Mitgliedsorganisationen und kann diesen zugleich eine Reihe von Services bieten, etwa halbjährliche Tagungen sowie monatliche Newsletter.
Die Zukunftswerkstätten
In den fünf vom Forum initiierten Zukunftswerkstätten wird das Spannungsfeld zwischen Lehre, Lernen und neuen Medien gemeinsam mit Lehrenden, Studierenden und EntscheidungsträgerInnen beleuchtet. Entlang spezifischer Themenstellungen und angeregt durch Impulsreferate von FachexpertInnen werden im Rahmen von moderierten World-Cafés kritische Diskussionen in Gang gebracht und kreative Lösungsvorschläge entworfen. Die Ergebnisse der Zukunftswerkstätten liefern Antworten auf die Frage, was heute zu verändern ist, damit die Zukunft Wirklichkeit werden kann.
5. Zukunftswerkstatt
Die 5. Zukunftswerkstatt zum Thema "Bologna zwischen Ernüchterung und Innovation á la carte?" am Montag, 31. Mai 2010 ab 13 Uhr wird - nach einer Begrüßung durch Charlotte Zwiauer, Center for Teaching and Learning und fnm-Präsidium - durch Rektor Georg Winckler eröffnet. Um 13.30 Uhr findet ein Impulsreferat des E-Learning-Experten Rolf Schulmeister von der Universität Hamburg statt. In der anschließenden Zukunftswerkstatt stehen folgende Themenbereiche im Mittelpunkt: Wie hat E-Learning in die Bologna-Studienprogramme Eingang gefunden? Wie gehen Lehrende und Lernende mit dem Instrument der ECTS-Punkte um? Wie findet forschungsgeleitete Lehre in den Bologna-Studienprogrammen statt? Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, diese Fragen im moderierten World-Café kritisch zu diskutieren.
Mag. Dr. Charlotte Zwiauer ist Leiterin des Centers for Teaching and Learning und stellvertretende Präsidentin (Universitäten) im fnm-Präsidium.
5. Zukunftswerkstatt Studieren & Lehren 2020: Bologna zwischen Ernüchterung und Innovation á la carte? Montag, 31. Mai 2010, 13 bis 17.30 Uhr Kleiner Festsaal der Universität Wien Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien Programm (PDF) Nähere Informationen
Um Anmeldung wird gebeten.
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