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eLearningcenter
PZ Lehrentwicklung
ZID
 
"Lieber mit als ohne": Ein Semester WebCT an der Universität WienWebCT: Ein wenig mehr Arbeit, doch größerer Erfolg
eDidaktik: Sinnvoller Einsatz von Technik statt Selbstzweck
Studium/Lehre, eLearning
Eszter Bokor (Redaktion) am 12. November 2004

Der Einsatz von Neuen Medien in Studium und Lehre eröffnet vielfältige neue Möglichkeiten, doch die technische Ausstattung allein ist noch keine Garantie für qualitätsvolles Lernen. Hinter eLearning stehen sorgfältig ausgearbeitete didaktische Konzepte, die den sinnvollen Einsatz von IT in Lehre und Lernen garantieren sollen. Das eDidaktik-Konzept der Universität Wien sieht dabei vor, Online- und Präsenzphasen im optimalen Ausmaß zu kombinieren.

Studierende sollen von der Anwendung der neuen Technologien nicht nur inhaltlich profitieren, sondern sich neue kommunikative und soziale Kompetenzen, teamorientierte Arbeitsweisen sowie Eigenständigkeit beim Lernen aneignen. In diesem Sinne hält sich die Universität Wien an das Konzept des ?Blended Learning?, das die kreative Kombination von Präsenz- und Onlinephasen vorsieht. "Der Umgang mit den neuen Technologien ist zwar wichtig, eLearning kann sich jedoch nicht auf die Vermittlung von technischen Kompetenzen beschränken. Die Technik sollte nicht im Mittelpunkt stehen, sondern lediglich als Mittel zum Zweck gesehen werden ? sinnvoller Einsatz statt Selbstzweck ist uns wichtig", betont Mag. Dr. Charlotte Zwiauer vom Projektzentrum Lehrentwicklung. Blended Learning        Die Einbindung von Computern in die Lehre bedeutet also nicht, dass die virtuelle Plattform die Präsenzlehre abschafft. Die Förderung von Social Skills steht weiterhin im Mittelpunkt, die persönliche Betreuung der Studierenden durch Lehrende bleibt zentraler Bestandteil der universitären Lehre. Das Konzept des Blended Learning versucht im Sinne des Lernerfolgs Online- und Präsenzphasen so zu kombinieren, dass sich die Vorteile des virtuellen und des realen Unterrichts optimal ergänzen. Die Online-Phasen dienen dem individuellen Selbststudium sowie gruppenorientierten Lernprozessen, die auf virtueller Kommunikation aufbauen. So können Lehrende etwa Aufgabenstellungen entwickeln, die im Rahmen einer virtuellen Gruppenarbeit bewältigt werden sollen. Die Präsenzphasen dienen weniger dem Wissenserwerb als der Wissensvertiefung und der Diskussion von Inhalten in der Gruppe. Der Einsatz von EDV und Internet in Lehrveranstaltungen bedeutet vor allem Zeitgewinn, da Inhalte nicht ausschließlich in der Lehrveranstaltung vermittelt werden müssen. Dadurch bleibt mehr Zeit für die Förderung anderer Kompetenzen wie Teamarbeit und selbständige Projektentwicklung. Durch den Einsatz von Multimedia (Text-, Bild-, Ton- und Videodokumente) können Lehrveranstaltungen kreativer gestaltet werden und Studierende können jederzeit und von überall auf die Unterrichtsmaterialien zugreifen. Studierende haben mehr Eigenverantwortung und können verstärkt die Möglichkeit des kooperativen Lernens nutzen. Berührungsängste als Barriere Häufig bedeutet jedoch die Angst vor der Technik gerade in der Anfangsphase des eLearning- Prozesses eine große Barriere. Um Studierenden den Einstieg in diese Art der Lehre und des Lernens zu erleichtern, sollten LehrveranstaltungsleiterInnen speziell am Anfang Geduld zeigen, rät Dr. Zwiauer. Es ist ratsam, zunächst den Kenntnisstand der Studierenden zu erheben, um die Anforderungen richtig zu planen. Die StudentInnen sollten genug Zeit bekommen, um sich zu Beginn mit dem technischen System vertraut zu machen und sich die entsprechenden Web- bzw. eLearning-Kompetenzen aufzubauen. Eine Einschulung in das System ist unbedingt erforderlich, auch um Berührungsängste mit der jeweiligen Plattform aufzubauen. Zudem ist es wichtig, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, einander am Anfang des Kurses kennen zu lernen, daher sollte eine eLearning- Lehrveranstaltung immer mit einer Präsenzphase beginnen, fasst Charlotte Zwiauer die wichtigsten Punkte zusammen, die eDidaktik betreffen. Hilfestellung für Lehrende Lehrende sind natürlich auch von diesen Berührungsängsten betroffen, viele trauen sich die Gestaltung eines solchen Kurses nicht zu. Aus diesem Grund bietet die Universität neben dem technischen auch didaktischen Support in Form von Kursen, individueller Beratung, des virtuellen eLearningcenter und eines Jour Fixe, wo man mit KollegInnen Erfahrungen austauschen kann. Lehrende werden auch in rechtlichen Fragen beraten, etwa im Bereich Urheberrecht. Die Didaktikschulungen des Projektzentrums Lehrentwicklung helfen bei der Entwicklung von Lehrmaterialien und Aufgabenstellungen, bei der Konzepterstellung für einen didaktisch sinnvollen Einsatz von Onlinekommunikation in der Lehre und präsentieren Möglichkeiten für die Minimierung des Arbeitsaufwandes bei der Betreuung der Lernplattform. Die Schulungen sollen Lehrende soweit fördern, dass sie letztlich in der Lage sind, qualitätsvolle Blended-Learning-Szenarien selbst zu entwickeln, die den individuellen Zielsetzungen ihrer jeweiligen Lehrveranstaltung entsprechen. (eb) Präsentationen der Plattform WebCt Vista Freitag, 19. November 2004 12.15–3.45 Uhr Hörsaal III, Neues Institutsgebäude (NIG), Stiege 1, Erdgeschoss links Universitätsstraße 7, 1010 Wien Dienstag, 23. November 2004 16-17.30 Uhr Hörsaal 1, USZ 1, Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport Auf der Schmelz 6a, 1150 Wien Montag, 6. Dezember 2004 9-11 Uhr Hörsaal 11, Stiege IV, 1. Stock, Institut für Betriebswirtschaftslehre Brünner Straße 72 (Eingang Martha Steffy Browne-Gasse), 1210 Wien Freitag, 21. Jänner 2004 12.30-14 Uhr Hörsaal 5, Zentrum für Translationswissenschaft Gymnasiumstraße 50, 1190 Wien    

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