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Im Rahmen der Sommerhochschule der Universität Wien beschäftigen sich 78 Studierende aus 30 Nationen in Strobl am Wolfgangssee mit "European Studies".


Sommerhochschule der Universität Wien
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Eröffnung der Sommerhochschule am Wolfgangsee
Veranstaltungen
Redaktion am 27. Juli 2010

Am Samstag, 17. Juli 2010, fand in Strobl am Wolfgangsee die feierliche Eröffnung der Sommerhochschule der Universität Wien statt. 78 Studierende aus 30 Nationen werden vier Wochen lang "European Studies" betreiben: Das Programm bietet Seminare aus den Bereichen Europäisches Recht, Politik, Wirtschaft und Geschichte. Darüber hinaus stehen den TeilnehmerInnen zahlreiche Deutschkurse offen. Die Sommerhochschule zeichnet sich durch internationale TeilnehmerInnen, interdisziplinäres Kursangebot sowie interkulturelle Lernprozesse aus.



Bei der feierlichen Eröffnung des diesjährigen Programms konnte Stefan Meissel, Direktor der Sommerhochschule, eine Reihe prominenter Gäste begrüßen. Neben Vizerektorin Christa Schnabl und dem Gouverneur der Nationalbank, Ewald Nowotny, waren weitere Ehrengäste: Margarete Wallmann, Direktorin des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung, die Geschäftsführerin des Innovationszentrums der Universität Wien Sigrun Inmann-Trojer sowie der Vorstandsvorsitzende der Kommunalkredit Alois Steinbichler. Der Verein der Freunde der Sommerhochschule war durch Aurel Schubert, Generaldirektor für Statistik der EZB, und den neuen Generalsekretär Ernest Gnan - Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der OeNB - hochrangig vertreten.



Vizerektorin Christa Schnabl nahm die offizielle Eröffnung der Sommerhochschule vor. Sie ging auf die besondere Bedeutung der Internationalisierung der Lehre ein. Dieser herausfordernde Prozess sei für die Universität von großem Stellenwert. 



Ewald Nowotny, Gouverneur der Nationalbank, sprach als Eröffnungsredner zum Thema "The Crisis as an Opportunity for Reform". Er thematisierte die ursprüngliche Bedeutung von Krise als "Zeit der Entscheidung": In diesem Sinne sei die Wirtschaftskrise auch als Chance für Reformen und einen Neubeginn zu sehen. Nowotny wies auf die Lehren hin, die aus der Geschichte gezogen wurden, um die schwerste weltweite Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren zu bekämpfen. Die Maßnahmen seien bisher durchaus erfolgreich gewesen, nun gehe es darum, die dabei entstandenen Kosten in den Griff zu bekommen.

Bedeutende Herausforderungen seien einerseits die wirksamere Regulierung der Finanzmärkte und andererseits die Rückführung der staatlichen Defizite, die im Zuge der Krisenbekämpfung - richtigerweise - deutlich ausgeweitet wurden. Insgesamt sei als Ziel die bessere Balancierung der Handelsbilanzen anzustreben, und zwar sowohl global als auch innerhalb der EU. Die Krise bietet laut Gouverneur Nowotny auch Anlass, etablierte ökonomische Denkmuster und Theorien zu überdenken - so wie einst John Maynard Keynes in Auseinandersetzung mit der Krise der 1930er Jahre seine berühmten Theorien entwickelt habe.



Vortragende der diesjährigen Sommerhochschule sind Bernhard Schima vom Juristischen Dienst der EU-Kommission, Nikolaus Forgo von der Universität Hannover sowie Ernest Gnan und Claudia Kwapil von der Österreichischen Nationalbank. Weiters sprechen Jyoti Mistry von der Universität Witwatersrand, Christine Neuhold von der Universität Maastricht, Walter Suntinger von HumanRightsConsulting Vienna sowie Peter Gerlich, Sylvia Kritzinger, Franz-Stefan Meissel, Hanspeter Neuhold und Karl Vocelka von der Universität Wien.

Die größten Studierendengruppen kommen heuer aus Österreich (12), China (10), den USA (9), der Ukraine (8), den Vereinigten Arabischen Emiraten (6) und Russland (5). Weiters sind vertreten: Australien, Bahrein, Bangladesch, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Hong Kong, Iran, Japan, Lettland, Macau, Moldawien, Philippinen, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Usbekistan und Zimbabwe. (red/Fotos: Stefan Weihs)

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