Am Montag, 23. November 2009, um 18 Uhr feiert das Fachdidaktische Zentrum (FDZ) Deutsch der Universität Wien mit einer Festveranstaltung in der Fachbereichsbibliothek Germanistik seinen dritten Geburtstag. Es begrüßen Institutsvorstand Michael Rohrwasser, Dekan Franz Römer und Vizerektor Arthur Mettinger, einleitende Worte spricht Zentrumsleiter Stefan Krammer. Den Festvortrag hält Ulf Abraham, Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Bamberg. |
"Die Gründung des Fachdidaktischen Zentrums (FDZ) Deutsch im November 2006 hat sich als Glücksfall erwiesen", zieht Zentrumsleiter Stefan Krammer vom Institut für Germanistik anlässlich des dreijährigen Bestehens Bilanz: "Die Deutschdidaktik konnte sich dadurch über ein spezifisches Lehrangebot für Lehramtsstudierende hinaus zu einer fest an der Universität Wien verankerten wissenschaftlichen Disziplin mit eigenem Forschungsprofil entwickeln."
Dieser Anlass wird mit einer Festveranstaltung am Montag, 23. November 2009 um 18 Uhr in der Fachbereichsbibliothek Germanistik gebührend gefeiert. Für den Festvortrag konnte der renommierte Fachdidaktiker Ulf Abraham von der Universität Bamberg gewonnen werden. Er spricht zum Thema "Geteilte Aufmerksamkeit - Literatur als kulturelle Praxis und literarische Kompetenz als Fähigkeit sie zu teilen". Im Rahmen der Feierlichkeiten wird die Festbroschüre "3 Jahre FDZ - eine Bilanz" präsentiert, die einen Überblick über die bisherigen Eck- und Meilensteine in der Forschungsarbeit des Zentrums liefert.
Fachdidaktisches Zentrum Deutsch - eine Bilanz
Das FDZ Deutsch ist am Institut für Germanistik angesiedelt und beschäftigt sich seit 2006 schwerpunktmäßig mit inter- und transdisziplinären Zugängen in der Deutschdidaktik sowie der Qualitätssicherung und -verbesserung der fachdidaktischen Lehre. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Vernetzungsarbeit geschenkt: Hier will man den Dialog zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik fördern sowie eng mit dem Institut für Bildungswissenschaft und den anderen Fachdidaktischen Zentren der Universität Wien zusammenarbeiten. Ein weiterer Fokus liegt auf der Kooperation mit Schulen und Schulbehörden sowie anderen Einrichtungen der LehrerInnenaus- und -fortbildung.
Interdisziplinarität und Vernetzung im Fokus
Im Laufe des dreijährigen Bestehens konnte das FDZ Deutsch mehrere Forschungsschwerpunkte etablieren, darunter die Bereiche Literaturlehr- und -lernforschung, Gender und Deutschdidaktik, Theater als Gegenstand und Methode des Deutschunterrichts sowie Deutschunterricht und Mehrsprachigkeit. Als besondere Meilensteine nennt Stefan Krammer u.a. die Publikation der Bände "Literatur - Lehren - Lernen. Hochschuldidaktik und germanistische Literaturwissenschaft" (Böhlau 2006), "Schnittstellen. Aspekte der Literaturlehr- und -lernforschung" (Studienverlag 2009) und "MannBilder. Literarische Konstruktionen von Männlichkeiten" (WUV 2007) sowie die erfolgreiche Einreichung eines "Sparkling Science"-Projekts beim Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.
Darüber hinaus arbeitet das Zentrum an verschiedenen Forschungsinitiativen mit. "Davon möchte ich zunächst ein vom bm:ukk in Kooperation mit Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Schulen getragenes Projekt hervorheben, das unter dem Namen 'IMST - Innovationen Machen Schulen Top' läuft", so Krammer: "Seit 2008 werden im Rahmen eines Fonds nun auch unterschiedliche Projekte mit dem Schwerpunkt Deutsch gefördert, die innovative Unterrichtsvorhaben entwickeln, erproben und auch evaluierend begleiten. Einige dieser geförderten Projekte wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Fachdidaktischen Zentrum Deutsch durchgeführt bzw. betreut."
Zukunftsfähiges Projekt
Einen wichtigen Schritt für die Zukunft des FDZ Deutsch sieht der Zentrumsleiter überdies in der Beteiligung an der im März 2009 eingerichteten universitären Forschungsplattform "Theorie und Praxis der Fachdidaktik(en)". "Diese Forschungsplattform ist vor allem auch deswegen wichtig, weil dadurch die einzelnen Fachdidaktiken der Universität Wien miteinander vernetzt werden. So findet ein Austausch statt, der unter anderem zu Tage fördert, welchen Stellenwert die Fachdidaktiken in ihrem jeweiligen Fach einnehmen", sagt Krammer, der sich von den Ergebnissen der Plattform wesentliche Erkenntnisse für die Deutschdidaktik erhofft. (br)
Festveranstaltung anlässlich des dreijährigen Bestehens des Fachdidaktischen Zentrums Deutsch Montag, 23. November 2009, 18 Uhr Fachbereichsbibliothek Germanistik, Institut für Germanistik der Universität Wien Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, Stiege VII, 1010 Wien Einladung und Programm (PDF) Inhaltsverzeichnis der Festbroschüre (PDF)
Freier Eintritt, Interessierte willkommen |