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Frank Verstraete erhält nach Sigrid Wadauer (Historikerin) als zweiter Wissenschafter der Universität Wien einen "ERC Starting Grant".


CV Frank Verstraete Porträt: "Frank Verstraete: Begeisterung für die Quantenwelt" Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformationder Fakultät für Physik ERC – European Research Council Hoch dotierte "ERC Advanced Grants" für Anton Zeilinger und Ludmil Katzarkov Sozialgeschichte: Wie die Arbeit zur Arbeit wurde (Forschungsnewsletter April 2008) Webstream: Stipendienverleihung und Impulsreferat von Sigrid Wadauer (Dies Academicus 2009)
Frank Verstraete erhält hoch dotierten "ERC Starting Independent Researcher Grant"
Auszeichnungen
Redaktion am 17. Juni 2009

Der Physiker Frank Verstraete von der Gruppe Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation der Fakultät für Physik erhält den prestigeträchtigen "ERC Starting Independent Researcher Grant", der von der Europäischen Kommission zum zweiten Mal vergeben wurde.

Die Förderung von grundlagenorientierter Pionierforschung ist einer der neueren Schwerpunkte der Europäischen Union. Dafür wurde der Europäische Forschungsrat (European Research Council - ERC) geschaffen, der 2007 erstmals "ERC Grants" vergab. Insbesondere der "ERC Starting Grant" soll jungen Forscherpersönlichkeiten die Möglichkeit bieten unabhängig zu arbeiten und ihre Karriere somit selbstständig zu gestalten. Ein internationales Gutachtergremium mit renommierten ExpertInnen entscheidet über die Förderungswürdigkeit der Anträge.

Für diese hoch dotierte Förderung mit fünf Jahren Laufzeit hatten sich 2009 im Bereich "Physik und Technologie" ("Physical Sciences and Engineering") insgesamt 1.112 ForscherInnen beworben. Die vollständige Zahl der vergebenen Grants ist noch nicht bekannt, doch sicher ist, dass Frank Verstraete von der Gruppe Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation der Fakultät für Physik unter den PreisträgerInnen des "ERC Starting Grant" ist. Seine Forschungsarbeit im Rahmen des "ECR Grant" wird mit 1.275.000 Euro gefördert.

Das Projekt von Frank Verstraete beschäftigt sich im weitesten Sinn mit Quantenverschränkung ("Quantum Entanglement"), jener Erscheinung, dass verknüpfte Teilchen wie mit einem unsichtbaren Faden verbunden bleiben: Was dem einen Teilchen passiert, wirkt sich unabhängig von der Distanz sofort auf das andere aus. Nach wie vor ist "Quantum Entanglement" ein großes unerforschtes Gebiet, dass für ForscherInnen viele Herausforderungen bereit hält, wie Verstraete sagt. Der Quantenphysiker ist einer der ersten, die den Begriff der Quantenverschränkung zur Beschreibung von stark korrelierten Vielteilchen-Systemen, die man in Hochtemperatursupraleitern findet, anwenden. "Der Begriff 'Entanglement' bietet neue Einsichten, die man anwenden kann um die vielen offenen Fragen auf diesem Gebiet zu lösen", so Verstraete. Wesentliche Teile des Projekts werden darin bestehen stabile numerische Methoden zu entwickeln und das Phasendiagramm des Hubbards Modells im 2-dimensionalen Raum zu stimulieren.

Frank Verstraete hat seit Oktober 2006 die Professur für Theorie der Quantenoptik und Quanteninformation an der Fakultät für Physik inne. Davor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Max-Planck-Institut für Quantenoptik und bis 2006 Postdoctoral Scholar am California Institute of Technology.

Nach Sigrid Wadauer (Historikerin) erhält Frank Verstraete als zweiter Wissenschafter der Universität Wien einen "ERC Starting Grant". Außerdem haben drei Wissenschafter der Universität Wien einen ERC-Grant eingeworben: Anton Zeilinger (Physiker), Ludmil Katzarkov (Mathematiker) und Tecumseh Fitch (Kognitionsbiologe).

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