Am 15. Oktober 2010 starten die friday lectures, eine Veranstaltungsreihe des Center for Teaching and Learning (CTL). In acht Einheiten widmen sich ExpertInnen verschiedener Disziplinen dem Wandel der Universitäten aus der Perspektive möglicher Umbrüche und Aufbrüche. WissenschafterInnen, StudierendenvertreterInnen und Studierende kommentieren die Vorträge. |
Angesichts des angekündigten Sparkurses der Bundesregierung ist das Thema Hochschulentwicklung brisanter denn je. Zum Auftakt der friday lectures am 15. Oktober 2010 fragt Hans Pechar (Universität Klagenfurt) nach "Humboldt in der Massenuniversität? Vom Elend der neuhumanistischen Bildungsreligion". Er diskutiert kritisch die Grenzen einer Rückwendung auf das universitäre Ideal der "reinen Bildung", die durch den "Humboldt-Mythos" verkörpert wird.
Vorträge und Diskussion unter Moderation von JournalistInnen
Die friday lecture von Rudolf Stichweh (Universität Luzern) am 22. Oktober ist der Frage der akademischen Freiheit vor und nach Bologna gewidmet. Weitere Schwerpunkte der Vorträge umfassen die Diskussion der Beziehungen zwischen dem Konzept "Employability" und den Möglichkeiten des "Transformative learning" (Lee Harvey, Copenhagen Business School, 3. Dezember).
Weiters werden aus dem Blickwinkel theoriefundierter praxisorientierter Ansätze Erfordernisse der forschungsnahen Lehre erörtert (Andrea Frank, Universität Bielefeld, 5. November), sowie die Entwicklung von didaktischen Designs in der Lehre mithilfe digitaler Medien (Heidrun Allert, Universität Kiel, 19. November) und Fragen der Didaktik des Prüfens an Universitäten (Florian H. Müller, Universität Klagenfurt, 14. Jänner).
Präsentiert wird auch eine neue Buchreihe von "STAR – studieren, aber richtig", deren Ziel die Förderung von Studierfähigkeit ist (29. Oktober). Die Moderation erfolgt jeweils durch bekannte JournalistInnen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
friday lecture day
Fragen der Gender- und Diversitätsgerechtigkeit sind in den friday lectures stets als Querschnittsthematik integriert. Der friday lecture day "Barrierefrei?! - Perspektiven der Disability und Gender/Queer Studies auf die Hochschullandschaft" bietet am 28. Jänner 2011 Vorträge von österreichischen und internationalen ExpertInnen sowie eine Podiumsdiskussion zur Thematik. Er wird vom Center for Teaching and Learning in Kooperation mit dem Referat Genderforschung veranstaltet; die Eröffnung erfolgt durch Vizerektor Arthur Mettinger.
"turn it digital"
Studierende der Universität Wien bereiten sich im Seminar "Studieren neu denken: Prozesse der Wissensgenerierung und audiovisuelle Praktiken" auf die friday lectures vor. Sie führen auch Interviews mit den Vortragenden und produzieren Videocasts, die auf der Website des CTL und auf YouTube veröffentlicht werden. Zudem werden die friday lectures als Audioaufzeichnungen auf der Website des Center for Teaching and Learning veröffentlicht. (ad)
friday lectures zum Thema "Diskussion Hochschulentwicklung 2010 /11: Umbruch, Aufbruch?" 15. Oktober, 22. Oktober, 29. Oktober, 5. November, 19. November, 3. Dezember 2010, jeweils Freitag, 13 bis 14.30 Uhr, sowie Freitag, 14. Jänner 2011, 13 bis 15 Uhr Center for Teaching and Learning, Porzellangasse 33a (Eingang Fürstengasse) 1090 Wien Nähere Informationen Programm (PDF)
friday lecture day: "Barrierefrei?! - Perspektiven der Disability und Gender/Queer Studies auf die Hochschullandschaft" 28. Jänner 2011, 9 bis 20 Uhr Aula am Campus der Universität Wien, Hof 1 Spitalgasse 2-4, 1090 Wien Nähere Informationen |