Online-Zeitung der Universität Wien
Georg Kresse unter den 20 meistzitierten Physikern der Welt |
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| Redaktion am 20. November 2009 |
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Platz sechs im Ranking der 20 meistzitierten Physiker geht an den Wiener Physiker Georg Kresse von der Gruppe Computergestützte Materialphysik. Bei dem internationalen Ranking ging es darum, welcher Wissenschafter bzw. welche Wissenschafterin wie oft in den renommierten Wissenschaftszeitschriften der "Physical Review Group" in den Jahren 2003 und 2004 zitiert wird. |
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Georg Kresse, der seit April 2007 die Professur für Computational Quantum Mechanics an der Fakultät für Physik innehat, trug wesentlich zur Entwicklung des "Vienna ab initio Simulation Package" (VASP) bei. Das Computerprogramm zur quantenmechanischen Simulation von Atomen und Elektronen in Festkörpern, Flüssigkeiten, aber auch Molekülen findet weltweit - seit seiner Lizensierung 1998 - zahlreiche AnwenderInnen.
Das Ranking
Für die Entwicklung des Verfahrens griffen die Wissenschafter um Filippo Radicchi vom Institute for Scientific Interchange (ISI) in Turin (Italien) auf das Archiv von "Physical Review" von 1893 bis 2006 mit über 400.000 Veröffentlichungen zurück. Dabei ging es nicht nur um die absolute Anzahl, d.h. wie oft ein Artikel eines Wissenschafters in anderen Arbeiten zitiert wird, sondern die Zitate wurden auch gewichtet. So wiegt beispielsweise eine Erwähnung in einem Papier eines seinerseits häufig zitierten Wissenschafters schwerer.
Aktuelle Ergebnisse
Für das aktuelle Ranking wurden die Jahre 2003 und 2004 herangezogen. Auf Platz eins kam der Physik-Nobelpreisträger von 1977, Philip W. Anderson (Princeton University), auf Platz zwei Edward Witten (Princeton). Auf Platz fünf landete der aus Österreich stammende, von den Nazis vertriebene US-Chemiker und Nobelpreisträger Walter Kohn. Neben Georg Kresse (Platz 6) findet sich noch ein weiterer Österreicher auf der Liste: Platz 19 belegte der Physiker Peter Zoller von der Uni Innsbruck und dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW).
Wie sinnvoll die neue Ranking-Methode ist, zeigen die Wissenschafter mit einem Blick in die Vergangenheit. Betrachtet man die Publikationsperiode von 1967 bis 1973, finden sich auf den ersten sechs Plätzen ausschließlich Nobelpreisträger. (red/APA)
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