Logo der Uni Wien
Logo der Uni Wien

Archiv der Online-Zeitung

Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
  •   Home
  •   Forschung
  •   Wissenschaft &     Gesellschaft
  •   Studium & Lehre
  •   Professuren
  •   Personalia
  •   Service
  •   Dossiers
  •   UniBlicke

Geschichte des 16. Jh. im Internet: mehr Bilder, mehr Text
eLearning
Dieter N. Unrath (Redaktion) am 26. November 2003

Ab Dezember 2003 präsentiert sich die Website "pastperfect.at", die vom Verein pastperfect in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Wien und VanGogh TV realisiert wurde, in einem neuen Gewand: Die Internetseite wurde neu überarbeitet und ergänzt. Am 1. Dezember 2003 werden die Neuigkeiten bei freiem Eintritt im Imperial Kino präsentiert.



Das interdisziplinäre Webprojekt zur Geschichte der Frühen Neuzeit besteht seit 2000 und bewegt sich an den Schnittstellen von Wissenschaft, Technik und Kunst und soll die Geschichte Europas im 16. Jahrhundert auf medienadäquate Weise einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere Lehrenden, SchülerInnen, Studierenden und neugierigen Zeitreisenden, näher bringen.

Foto: pastperfect.at

Die Website berücksichtigt die Geschichte von 1492 (Entdeckung Amerikas) bis 1558 (Tod Karl V. und Beginn der Regierung Elisabeth I.), wobei laufend neue Beiträge innerhalb dieser Zeitspanne hinzugefügt werden. Idee, Konzeption und Realisation von pastperfect.at liegen beim Kulturwissenschafter Jakob Krameritsch und den MediendesignerInnen Susanne Schuda und Florian Schmeiser. Im Jahr 2000 startete das Projekt unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schmale vom Institut für Geschichte.

Was ist neu?

Bereits bestehende Module werden inhaltlich vertieft und multimedial erweitert, so wird den UserInnen reichlich Bildmaterial zur Verfügung gestellt. „Im Vordergrund steht hierbei ein künstlerischer Umgang mit historischem Material (Gemälde, Skizzen, Karten etc.), das nicht archivarisch aufbereitet, sondern mit gegenwärtigen Gestaltungsmitteln wie Animation und Collage verarbeitet wird“, erklärt Susanne Schuda.

Collage: Susanne Schuda, Bildelemente aus Hans Holbein d.J.(Die Gesandten) und Hieronymus Bosch. Foto: pastperfect.at

Zusätzlich wurden zwei neue Module entwickelt. Eines widmet sich einem rezeptionsgeschichtlichen Aufriss einzelner Thematiken: „Diese Ebene macht deutlich, dass Ereignisse der Vergangenheit zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlich aufgenommen und interpretiert werden“, so Jakob Krameritsch. Das zweite Modul, das „Reflexions-Modul“, begleitet die Website handbuchartig: Erfahrungsberichte einzelner MitarbeiterInnen werden hierbei mosaikartig das Entstehen der Website und die dabei notwendige, neue Form der „Interdisziplinarität“ dokumentieren. „Dabei wurde festgestellt, dass GeisteswissenschafterInnen sich auch mit Technik auseinandersetzen müssen und umgekehrt“, sagt Krameritsch.
Weiters sollen Essays von Medien- und KommunikationstheoretikerInnen Metabetrachtungen der Website im Besonderen und Überlegungen zum Themenfeld „(Kultur-)Wissenschaften und Web“ im Allgemeinen bieten. Ein Zuckerl sind auch Hörproben, gelesen von Walter Benn (ORF-Sprecher und Schauspieler), der mit seiner unverwechselbaren sonoren Stimme ausgewählte Textbeiträge liest. Um eventuelle Verbesserungen und Ergänzungen durchzuführen, werden auch die UserInnen nach ihrer Zufriedenheit mittels Fragebogen auf der Website befragt. Die erste Phase (2000-2001) sowie der Relaunch wurden vom Jubiläumsfond der Österreichischen Nationalbank und von der Stadt Wien finanziert.

Frühe Neuzeit online

„pastperfect.at demonstriert einen zeitgemäßen wie medienadäquaten Wissenstransfer, indem es die Geschichte der frühen Neuzeit in einem Netzwerk aus (Kultur-)Wissenschaft, Informationstechnologie und Medienkunst aufrollt“, so die Beschreibung der BetreiberInnen des Projekts. Ein Zeitrad und eine Landkarte Europas fungierten auf der Website, das auch für den Laien verständlich ist, als Navigationsinstrumente, die ein assoziatives und sinnliches Bewegen durch Zeit und Raum ermöglichen. Eine Benutzeroberfläche mit Flash-Anbindung garantiert intuitive Navigation zwischen Zeiträumen, Weltgegenden und Themenfeldern. Die im Hintergrund arbeitende Datenbank verknüpft über 600 Texte von mehr als 70 WissenschafterInnen miteinander und sorgt für schnelle Abrufbarkeit. (du)

Präsentation & Fest:   p a s t p e r f e c t . a t   (relaunch 03)
Zeit: Montag, 1. Dezember 2003, 20 Uhr
Ort: Imperial Kino, Rotgasse 9, 1010 Wien

Programm:
20 Uhr: Eröffnung
Wolfgang Schmale: Erfahrung, Rückschau, Anfang und Ergebnis
Jakob Krameritsch: kurzer Run durch die Website
Walter Benn erzählt aus dem Off Geschichte(n)
Renaissancemusik und Buffet aus dem 16. Jhdt.

22 Uhr: Renaissance remixed: metalycée

24 Uhr: public system beat department

Eintritt frei!

www.pastperfect.at

<< zurück zur Übersicht
 
Impressum Druckversion
Universitat Wien | Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0