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Österreichische Akademie der Wissenschaften
Hälfte der inländischen DOC-Stipendien geht an Uni Wien
Auszeichnungen
Redaktion am 31. März 2006

Heute Freitag, 31. März 2006, werden im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Forschungsstipendien an NachwuchswissenschafterInnen vergeben. Von der Universität Wien sind 22 StipendiatInnen vertreten ? eine österreichweit beispiellos hohe Zahl. In Zukunft wird es mehr Geld für einzelne Stipendien geben, allerdings weniger BezieherInnen, teilte die ÖAW kürzlich mit.

Die Palette der geförderten Dissertationsthemen ist breit: Von "Erzählte Identität(en)" oder "Poetry in Performance" über "Crystal-chemical Investigations" bis hin zur Staatsinsolvenz spannt sich der Bogen der Problemstellungen, zu denen die DoktorandInnen an der Universität Wien forschen werden. Die finanzielle Förderung erleichtert ihnen die Konzentration auf ihr Forschungsgebiet. Bei den heute verliehenen Stipendien handelt es sich um das Doktorandenprogramm der ÖAW (DOC-Stipendien) sowie die APART-Stipendien, wobei sich um letztere junge WissenschafterInnen nach Abschluss des Doktoratstudiums bewerben können. Drei verschiedene DoktorandInnenförderprogramme Im Rahmen des DoktorandInnenprogrammes der ÖAW gibt es allgemeine DOC-Stipendien sowie spezielle Stipendien für junge Wissenschafterinnen aus dem Bereich Technik, Naturwissenschaften und Medizin sowie Biowissenschaft und Mathematik (DOC-FFORTE, Frauen in Forschung und Technologie) und ein Förderungsprogramm für DoktorandInnengruppen aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (DOC-team).

Insgesamt erhalten 22 JungwissenschafterInnen der Universität Wien ein Stipendium. Konkret gehen 13 DOC-Stipendien und vier DOC-FFORTE-Stipendien an JungwissenschafterInnen der Universität Wien, außerdem zwei DOC-team-Stipendien: Beide Teams forschen interdisziplinär. Das dreiköpfige Team wird zu "Soziale Integration und innergesellschaftliche Solidarität(en)" arbeiten, zwei Wissenschafterinnen werden zu "Mediale Repräsentation des Suizids und ihre Wirkungen" forschen. Österreichweit werden weitere 25 Stipendien aus dem DOC-Bereich verliehen, außerdem sieben APART-Stipendien. An NachwuchsforscherInnen aus dem Ausland gehen acht DOC-, zwei DOC-FFORTE- und vier APART-Stipendien.

Liste der DOC- und APART-Stipendien 2005/06 (PDF) ÖAW-Stipendien neu Die ÖAW vergibt heuer zum letzten Mal so viele Stipendien. Da sie ihre Stipendienprogramme im Hinblick auf die Studienerfordernisse im Rahmen des Bologna-Prozesses und die Europäische Charta für Forschende adaptiert hat, gelten im Jahr 2006 neue Zulassungsbedingungen.

Mit der neuen Regelung wird die Förderungssumme der einzelnen Stipendien zwar erhöht, die Zahl der BezieherInnen aber reduziert, weil insgesamt nicht mehr Geld dafür da ist. Insgesamt stehen der Akademie jährlich 3,6 Mio. Euro für das DOC- und APART-Programm zur Verfügung ? eine Summe, die in den vergangenen vier Jahren nicht erhöht wurde. Im DOC-Programm wurden bisher jährlich 30 Personen mit jeweils 21.900 Euro pro Jahr gefördert. Künftig wird es 30.000 Euro jährlich geben, und zwar drei statt bisher zwei Jahre, weil ein dreijähriges Doktoratstudium international Standard ist. Das bedeutet, dass künftig nur noch rund 15 neue DOC-Stipendien pro Jahr vergeben werden können, so Lottelis Moser vom Stipendienreferat der ÖAW.

Im Programm APART erhielten bisher 15 bis 18 WissenschafterInnen, die auf dem Sprung zur Habilitation sind, ein Stipendium von je 45.100 Euro. Diese Summe wird auf 50.000 Euro aufgestockt ? allerdings nur noch für zehn bis elf BezieherInnen pro Jahr.
DOC ist nach wie vor ein Förderprogramm zur Erarbeitung der Dissertation im In- und Ausland, mit APART werden nun ausschließlich fortgeschrittene Post-docs gefördert. Einreichtermin für DOC und APART ist der 31. Mai 2006.

Feierliche Verleihung Die heuer bewilligten StipendiatInnen berühren diese Änderungen nicht, sie können sich ganz dem heutigen Festakt widmen. Nach der Begrüßung durch Herbert Mang, Präsident der ÖAW, und einem Vortrag mit dem Titel "Nachwuchsförderung im europäischen Kontext ? Herausforderungen und Ziele" von SC Peter Kowalski, Leiter der Sektion VI des Bildungsministeriums, überreichen die beiden Redner die Stipendienurkunden. Mit Tina Falkenstetter von der Medizinischen Universität Innsbruck kommt dann eine DOC-FFORTE-Stipendiatin selbst zu Wort. Außerdem gibt es eine Posterpräsentation der neuen geförderten Projekte in der Aula. (hh/APA) Freitag, 31. März 2006, 11.00 Uhr
Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
1010 Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2 Verleihung der
DOC-Stipendien [DoktorandInnenprogramm der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]
DOC-FFORTE-Stipendien [Frauen in Forschung und Technologie]
DOC-team-Stipendien [DoktorandInnengruppen für disziplinübergreifende Arbeiten in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften]
sowie der
APART-Stipendien [Austrian Programme for Advanced Research and Technology]

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