![]() Meteorologe Leopold Haimberger widerlegte gemeinsam mit KollegInnen von der ETH Zürich die These des schwedischen Klimatologen Rune G. Graversen: "Die Erwärmung ist tatsächlich in Bodennähe maximal." ![]() 300 hPa entsprechen 8 km, 1000 hPa ist am Boden. Die durchgezogene Linie zeigt den Temperaturtrend über dem atlantischen Sektor der Arktis, wenn man Temperaturdaten aus Reanalysen verwendet, so wie es Graveson gemacht hat. Die strichlierte Kurve zeigt den Temperaturtrend, wenn man zwar Reanalysedaten verwendet, jedoch nur dort, wo auch Radiosondenmessungen vorhanden sind. Bereits diese Kurve zeigt kein Maximum mehr. Wenn man nur Radiosondendaten verwendet, liegt das Maximum des Temperaturtrends eindeutig in Bodennähe. Institut für Meteorologie und Geophysik der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie Institute for Atmospheric and Climate Science an der ETH Zürich Homepage von Leopold Haimberger |
In "Nature" veröffentlichte Klimathese widerlegt |
| Forschungsprojekte |
| Theresa Dirtl (Redaktion) am 11. September 2008 |
Die Arktis ist für die Klimaforschung besonders interessant, da sie sich weltweit am stärksten erwärmt. Im Jänner 2008 sorgte eine Klima-Studie im "Nature"-Magazin für Aufsehen: Darin wurde behauptet, dass sich die Atmosphäre in der Arktis im Sommer in rund drei Kilometer Höhe sogar noch stärker erwärmt. WissenschafterInnen der ETH Zürich und der Universität Wien konnten nun beweisen, dass sich die Studie auf fehlerhafte Datensätze stützte und die Erwärmung tatsächlich in Bodennähe maximal ist. Diese Forschungsergebnisse erscheinen in der September-Ausgabe von "Nature". |
"Da kann etwas nicht stimmen!", dachten sich Dr. Leopold Haimberger vom Institut für Meteorologie und Geophysik und seine Schweizer KollegInnen, als sie im britischen Magazin "Nature" die publizierte Grafik zum Klimawandel einer schwedischen ForscherInnengruppe sahen. Haimberger verglich die Ergebnisse mit seinen eigenen Daten zum Temperaturanstieg in der Arktis, die einen gänzlich anderen Trend zeigen: Das Temperaturmaximum wird nicht, wie die im Jänner in "Nature" publizierte Studie behauptet, in mehr als drei Kilometer über der Erdoberfläche erreicht, sondern in Bodennähe. |


