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Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät International Colloquium on Communication  
Internationales Kolloquium für Kommunikation tagt in Wien
Veranstaltungen
Redaktion am 21. Juli 2010

Von Montag, 26. bis Freitag, 30. Juli 2010 treffen sich WissenschafterInnen aus Europa und den USA zum "22nd International Colloquium on Communication" an der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Damit findet das zweijährliche Treffen zum ersten Mal in Wien statt. Die Konferenz dient dem intensiven Austausch innerhalb einer kleinen Gruppe von FachvertreterInnen der Rhetorischen Kommunikation - heuer zum Thema: "The Evolving Media's Impact on Rhetoric and Society: Critical and Ethical Issues".

Ziel des fünftägigen Kolloquiums ist der Austausch von Forschungsergebnissen zum Einfluss der Medien auf gesellschaftliche Prozesse. "Mit den Medien verändern sich auch die Formen der Kommunikation, wobei Emotionen eine zentrale Rolle spielen. Es werden nicht Fakten, sondern 'Images' transportiert", erklärt Konferenzleiterin Susanne Heine, die Vorständin des Instituts für Praktische Theologie und Religionspsychologie. Die Mitglieder des Internationalen Kolloquiums für Kommunikation (ICC), die sich jedes zweite Jahr abwechselnd in Europa und den USA treffen, arbeiten in unterschiedlichen Disziplinen zum Thema Medien und Kommunikation. "Ein Kollege hat sich beispielsweise darauf spezialisiert, die verbalen Rechtfertigungsstrategien für kriegerische Aktionen zu analysieren", erklärt Heine.

Dementsprechend breit gefächert ist das thematische Spektrum der Veranstaltung: Die Vorträge befassen sich etwa mit dem Internet als der Agora des 21. Jahrhunderts oder dem Unterschied zwischen technisch-medialer und Face-to-Face-Kommunikation. Analysiert werden u.a. der "Cyberactivism" von Graswurzelbewegungen in Bezug auf Umweltprobleme, die mediale Rechtfertigung von kriegerischen Konflikten oder wie die Medien die Geschichte der Kindheit verändern. Dazu kommen Fallstudien, etwa über die SMS-Kommunikation, die den Außenminister von Finnland, Ilkka Kanerva, zu Fall gebracht hat.

Zum Kolloquium

Das Konzept der Rhetorischen Kommunikation wurde vom deutschen Rhetorikforscher Hellmut Geißner entwickelt und befasst sich formal mit Kommunikationsvorgängen. "Darunter fallen etwa Fragen wie: Was geht vor sich, wenn Menschen aneinander vorbeireden? Wie können Menschen miteinander reden, um Konflikte beizulegen? Oder: Wie kann ich Menschen von etwas überzeugen, ohne sie emotional anzuheizen?", beschreibt Susanne Heine, die sich besonders darüber freut, internationale FachvertreterInnen der Rhetorischen Kommunikation heuer an der Universität Wien begrüßen zu dürfen: "Dazu hat Geißner, der übrigens fünf Jahre lang am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie Trainingskurse gehalten hat, beispielsweise die Nazi-Rhetorik analysiert."

Im Jahr 1968 gründete Geißner gemeinsam mit Fred L. Casmir von der US-amerikanischen National Communication Association (NCA) das International Colloquium on Communication (ICC). Bei den Gruppentreffen des Kolloquiums werden jeweils aktuelle Themen aufgegriffen und diskutiert. Das letzte Treffen fand in Maine, Schoodic Point (USA) statt. (red)

22nd International Colloquium on Communication: "The Evolving Media’s Impact on Rhetoric and Society: Critical and Ethical Issues"
Sonntag, 25. Juli bis Donnerstag, 29. Juli 2010
Evangelisch-Theologische Fakultät
Schenkenstraße 8-10, 1010 Wien

Weitere Informationen und Programm

Die Konferenz findet in englischer Sprache statt und ist nicht öffentlich zugänglich.

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