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Behindertenvertrauens- person der Universität Wien: Wolfgang Nowak Artikel: "Bessere Orientierung für Blinde an der Universität Wien" (Mai 2009) Diversity Management der Universität Wien Center for Teaching and Learning (CTL) der Universität Wien
Japanische Blinden-Delegation besucht Universität Wien
Service
Pamela Paulic (Redaktion) am  5. Februar 2010

Am Mittwoch, 3. Februar 2010, begutachtete eine japanische Blinden-Delegation das von Wolfgang Nowak - Behindertenvertrauensperson an der Universität Wien - entwickelte Blindenleitsystem. Im Zuge eines Rundgangs durch das Hauptgebäude konnten die japanischen BesucherInnen - rund um Tetsuji Tanaka, dem Präsidenten der japanischen Braille Bücherei - das Leitsystem vor Ort testen. Der japanisch-österreichische Kontakt kam über einen Vortrag von Nowak im Rahmen einer internationalen Konferenz zu Leitsystemen in Tokio zustande.



Start in der Aula: Wolfgang Nowak erklärt den blinden und sehbehinderten BesucherInnen das von ihm entwickelte taktile Bodenleitsystem.


 
Schon von Beginn an reagierten alle Beteiligten positiv auf das Orientierungssystem. Auch in Japan wird viel Aufmerksamkeit auf eine möglichst flächendeckende Barrierefreiheit gelegt.



Im Zuge der Besichtigung war vor allem die Warnung vor Hindernissen - wie z.B. die sieben Streifen  vor den Stiegen - besonders interessant.  



Im Arkadenhof …

 

… geben die zwei Blindenstreifen am Boden den Sehbeeinträchtigten Auskunft darüber, dass sie sich auf einem Rundgang befinden.



Die Sehbeeinträchtigten begnügten sich nicht nur damit den Rundgang mit dem Stock zu ertasten, sondern hatten auch sonst keine Berührungsängste. Dieses "offene Viereck aus drei Blindenstreifen" kündigt eine Stiege an.


 
Neben dem taktilen Orientierungssystem wollten die TeilnehmerInnen auch die Büsten und Skulpturen im Arkardenhof ertasten. Denn schließlich will man auch zu Hause von den Besonderheiten des Universitätsgebäudes erzählen.



Für die Daheimgebliebenen wurden auch Fotos gemacht. Die TeilnehmerInnen, die an keiner vollkommenen Blindheit leiden, nahmen sich die Lupe zu Hilfe um alles ganz genau zu betrachten.


 
Nowak hofft, dass das System an der Universität Wien als Inspirationsquelle für ein Leitsystem in japanischen Gebäuden dienen kann. Er will den Kontakt zu seinen japanischen KollegInnen weiterhin verstärkt pflegen. (Fotos und Text: Pamela Paulic)

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