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Kinderbibel-Ausstellung von 21. Juni bis 2. September in der UB Wien.


Interaktives Bibel-Projekt "Kinderbibel.net" auf CD-ROM.


Institut für Religionspädagogik der Evangelisch-Theologischen Fakultät
Internet-Kinderbibel-Projekt
Kinderbibel-Ausstellung in der Universitätsbibliothek
Kultur
Simone Kremsberger (Redaktion) am 15. Juni 2005

Im Foyer der Universitätsbibliothek sind bis 2. September 2005 Kinderbibeln aus mehreren Jahrhunderten zu sehen. Die Ausstellung "Erzähl mir was ... Biblische Geschichten für Kinder" wird am Dienstag, den 21. Juni um 19 Uhr mit einem Vortrag der Kinderbibelautorin Regine Schindler eröffnet. Mit "Kinderbibel.net" wird zudem eine "überkonfessionelle interaktive Zeichentrick-Bibel für die ganze Familie" vorgestellt.

Geschichten von Wundern, Grausamkeit und Liebe: Mit einer ? oft attraktiv illustrierten ? Kinderbibel machen viele Menschen ihre ersten prägenden Leseerfahrungen. Die Kinderbibel hat eine lange Geschichte, die nun in einer Ausstellung dokumentiert wird. Veranstalter sind die Universitätsbibliothek Wien und die Fachbereichsbibliothek Evangelische Theologie gemeinsam mit dem Institut für Religionspädagogik der Evangelisch-Theologischen Fakultät, die gezeigten Exemplare stammen zum Großteil aus der Fachbereichsbibliothek bzw. vom Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Gottfried Adam.  Moral und Herz  Ausgangspunkt für die fünf Jahrhunderte umfassende Schau ist Martin Luthers "Passional" von 1529. Dass die Kinderbibel der "nützlichen Erbauung" und moralischen Orientierung dienen soll, zeigt das Exemplar von Christoph Weigel um 1700. Weiters ist die katechetische Kinderbibel "Biblische Historien" von Johann Hübner zu sehen, die von 1714 bis 1902 als Schulbibel im Gebrauch war und 270 Auflagen erreichte.  Aufs Herz zielen die "Biblischen Erzählungen für die Jugend" (1772/1774) des Schweizer Theologen Johann Caspar Lavater, der die Geborgenheit der häuslichen Atmosphäre in der Gestaltung des Titelblatts in den Mittelpunkt rückt.  Kindgerechte Schulbibel  Im 20. Jahrhundert wird die Kinderbibel zunehmend kindgerecht. Man bedient sich einer elementaren Sprache und einer freieren Erzählweise. Beispiele sind der "Schild des Glaubens" von Jörg Erb und "Die Kinderbibel" des holländischen Pädagogen Anne de Vries. Dieses 1948 erscheinende Bibelbuch wendet sich direkt an die jugendlichen LeserInnen und hat erzieherische Funktion. Die katechetische Schulbibel "Schild des Glaubens" entsteht in der Zeit des Dritten Reiches und wird bis 1993 aufgelegt.   Bilder als Erläuterung und Vertiefung  Illustrationen werden im Lauf der Zeit immer wichtiger: Die "Bibel in Bildern" (1860) von Julius Schnorr von Carolsfeld will die Ungebildeten instruieren und das Gefühl der Andacht unterstützen. Doch einprägsame Bilder machen die Bibel vor allem für Kinder anschaulich. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägt der holländische Künstler Kees de Kort klare Strukturen und eindeutige Bilder. Die von ihm illustrierte "Neukirchner Kinder-Bibel" mit Texten von Irmgard Weth wendet sich an kleinere Kinder ab vier Jahren. Annegert Fuchshuber hingegen arbeitet stark mit Symbolen und kräftigen Farben. In der Kinderbibel von Werner Laubi schuf Fuchshuber neben ausdrucksstarken ganzseitigen Bildern kleine Randzeichnungen, die historische Gegenstände, Pflanzen und Tiere aus Palästina zeigen. Die Bilder sollen die biblischen Texte nicht nur illustrieren, sondern zugleich vertiefen und deuten.   Neue Formen und Medien   In der UB-Ausstellung sind auch Kinderbibeln aus anderen Ländern von Ungarn bis China zu betrachten, neben klassischen Büchern finden auch Comics wie Rüdiger Pfeffers "Ruth. Happy End in Bethlehem" ihren Platz. Zur Eröffnung spricht die Germanistin und Kinderbibelautorin Dr. Regine Schindler über "Kinderbibeln zwischen Kunst und Theologie, Pädagogik und Zeitgeschmack". Dass biblische Erzählungen auch mit neuen Medien vermittelt werden können, zeigt das Projekt "Kinderbibel.net": Das interaktive Bibel-Projekt auf CD-ROM wird im Anschluss präsentiert. (sk)   "Erzähl mir was ? Biblische Geschichten für Kinder. Eine Kinderbibel-Ausstellung" 21.6. bis 2.9.2005, Foyer der Universitätsbibliothek   Ausstellungseröffnung Dienstag, 21. Juni 2005, 19 Uhr, Großer Lesesaal der UB Einladung (pdf) Programm: Vortrag: Dr. Regine Schindler über "Kinderbibeln zwischen Kunst und Theologie, Pädagogik und Zeitgeschmack" Präsentation: Projekt "Kinderbibel.net" Musik: SchülerInnen der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule (Leitung: Dr. Hanns Stekel) Grußworte: Herwig Sturm, Bischof der Evangelischen Kirche; Superintendent Paul Weiland, Präsident der Österreichischen Bibelgesellschaft Die Ausstellung ist bis 2. September 2005 während der Öffnungszeiten der UB zu besichtigen.   Tipp: Der Botanische Garten der Universität Wien bietet eigene Spezialführungen zum Thema "Pflanzen in der Bibel" (wie Senfkörner, Ölzweige, Myrrhe, Granatapfel) an. Termine: 10. August und 7. September 2005, jeweils 16.30 Uhr Treffpunkt: Eingang Mechelgasse/Ecke Prätoriusgasse (beim Portierhäuschen) Eintritt frei!  

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