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Rüdiger Frank vom Institut für Ostasienwissenschaften ist Organisator des Symposiums "Exploring North Korean Arts", ...


... das von 3. bis 4. September in Kooperation mit dem MAK in der MAK Lecture Hall stattfindet.


Noch bis 5. September ist, ebenfalls im MAK, die Ausstellung "Blumen für Kim Il Sung" geöffnet - am Sonntag, 27. August besteht die Möglichkeit, an einer Sonderführung mit Alfred Pfabigan vom Institut für Philosophie teilzunehmen.


Professur für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasien am Institut für Ostasienwissenschaften Institut für Ostasienwissenschaften der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät Institut für Philosophie der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft MAK - Österreichisches Museum für Angewandte Kunst und Gegenwartskunst Symposium "Exploring North Korean Arts" Ausstellung "Blumen für Kim Il Sung"  
Kunst oder Propaganda? Symposium zur nordkoreanischen Kunst
Veranstaltungen
Redaktion am 26. August 2010

Das Institut für Ostasienwissenschaften organisiert von Freitag, 3. bis Samstag, 4. September 2010, in Kooperation mit dem Museum für Angewandte Kunst (MAK) ein internationales Symposium zur nordkoreanischen Kunst. Unter dem Titel "Exploring North Korean Arts" treffen sich 13 ExpertInnen aus Australien, Europa, Kanada, Korea und den USA, um sich diesem schwierigen Thema zu nähern. Zeitgleich endet im MAK auch die Ausstellung mit dem mehrdeutigen Titel "Blumen für Kim Il Sung", die in Österreich und international für großes Aufsehen gesorgt hat.

"Angesichts der vielen offenen Fragen in und um Nordkorea ist es wichtig, unser Wissen über dieses Land zu erweitern. Das üblicherweise in den Medien erzeugte Bild umfasst die Atomproblematik, die Frage der Menschenrechte, die desolate Wirtschaftslage und das als bizarr und intransparent angesehene politische System", sagt Rüdiger Frank, Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens am Institut für Ostasienwissenschaften und einer der weltweit führenden Experten zu Nordkorea: "Wir wollen mit dem zweitägigen Symposium ein weiteres Fenster öffnen, um mehr über dieses Land zu erfahren."

Vielfältiges Programm, kontroverse Themen

So steht die nordkoreanische Kunst häufig im Zentrum von heftigen Diskussionen: Handelt es sich hier tatsächlich um Kunst - und auf welche Art können wir uns dieser nähern? Oder ist es Staatskunst? Propaganda? "Dies sind in der Tat wichtige Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind. Das Symposium wird eine rein wissenschaftliche Veranstaltung sein, ohne das normative Ziel der Verherrlichung oder Verurteilung", betont Rüdiger Frank: "Die Verantwortung für die Inhalte der Vorträge liegt, dem Prinzip der Freiheit der Wissenschaft folgend, einzig bei den Vortragenden."

Für den Symposiumsorganisator liegt der Fokus der Veranstaltung jedoch darin, einen Dialog anzustreben und dafür auch hinreichend Raum zu bieten: "Daher haben wir den zeitlichen Rahmen für Kaffeepausen und Diskussion sehr großzügig bemessen." Das zweitägige Symposium ist in vier aufeinander aufbauende Panels aufgeteilt: Am Freitag, 3. September, wird das Thema in einem einführenden Block eingeleitet, das zweite Panel widmet sich der koreanischen Ausstellungs- und Museumskultur. Am zweiten Tag stehen konkrete Beispiele koreanischer Kunst - von traditioneller Malerei über Briefmarken und Mosaike hin zu Kinderbuchillustrationen - auf dem Programm und zur Diskussion. "Vermutlich werden im Rahmen des Symposiums Positionen geäußert, die nicht allen ZuhörerInnen gefallen - das liegt in der Natur der Sache", erwartet sich der Experte.

Raum für Dialog schaffen

So war u.a. auch die laufende Ausstellung "Blumen für Kim Il Sung" im MAK, die Rüdiger Frank als Berater begleitet hat, Gegenstand einer intensiven und kontroversen Debatte. Soll man einem System wie dem nordkoreanischen überhaupt Öffentlichkeit bieten? "Die Alternative wäre, alles totzuschweigen und so zu tun, als gäbe es Nordkorea nicht. Selbstgerechte Schwarz-Weiß-Malerei ist bequem und risikofrei, bringt uns aber nicht weiter", sagt Frank: "Ich denke, dass ein Dialog - auch wenn er kontrovers ist - der Ignoranz vorzuziehen ist."

Dabei ist dem Wissenschafter klar, dass sich auf diesem Wege nicht alle Probleme sofort lösen lassen: "Aber zum Nachdenken einladen, thematisieren, anregen - das wollen und können wir durchaus. Dies ist schließlich die gesellschaftliche Pflicht der Wissenschaft."

Symposium, Ausstellung, Sonderführung

Die Teilnahme am Symposium "Exploring North Korean Arts" ist ohne Anmeldung möglich. Die Ausstellung "Blumen für Kim Il Sung" im MAK ist noch bis Sonntag, 5. September 2010 geöffnet; am Sonntag, 29. August finden um 14 und um 15 Uhr Sonderführungen durch die Ausstellung mit dem Politikwissenschafter und Sozialphilosophen Alfred Pfabigan vom Institut für Philosophie statt. (red/br)

Internationales Symposium: "Exploring North Korean Arts"
Freitag, 3. September bis Samstag, 4. September 2010, jeweils ab 14 Uhr
MAK - Museum für Angewandte Kunst und Gegenwartskunst, MAK Lecture Hall
Weißkirchnerstraße 3, 1010 Wien
Weitere Informationen
Programm und Abstracts (PDF)

Ausstellung: "Blumen für Kim Il Sung. Kunst und Architektur aus der Demokratischen Volksrepublik Korea" - Sonderführung mit Ao. Univ.-Prof. Dr. Alfred Pfabigan (Institut für Philosophie)
Sonntag, 29. August 2010, 14 und 15 Uhr
MAK - Museum für Angewandte Kunst und Gegenwartskunst, Ausstellungshalle
Stubenring 5, 1010 Wien
Weitere Informationen und Anmeldung
Mehr zur Ausstellung

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