Am Freitag, dem 16. April 2010, findet von 19 bis 23 Uhr im Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein, im Juridicum, im Wien Museum (Neidhart Fresken) und an drei Wiener Gymnasien nach der erfolgreichen Erstauflage im April 2007 wieder die Nox Latina (Vindobonensis) statt. |
Die "Nox Latina" ist eine öffentlichkeitswirksame Kooperation zwischen der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät (Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein), der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät (Institut für Numismatik und Geldgeschichte), der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Institut für römisches Recht und antike Rechtsgeschichte), der Papyrussammlung der ÖNB, dem Wien Museum, der Wiener Stadtarchäologie, den Wiener AHS und der Sodalitas - Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Klassischen Philologen und Altertumswissenschafter in Österreich.
UniversitätslehrerInnen, AHS-LehrerInnen, MuseumspädagogInnen, StudentInnen und SchülerInnen geben im Rahmen der Langen Nacht des Latein vier Stunden lang Einblicke in die Welt der alten Römer und die vielfältige Wirkungsgeschichte, die antike Literatur und Kultur bis in unsere Gegenwart entfalten. BesucherInnen haben die Möglichkeit, an sechs verschiedenen Standorten aus einem breitgefächerten Programm zu wählen.
Während an den Schulen eine römische Modenschau, lateinische Lieder und Theaterstücke, virtuelle Ausflüge in die Antike mittels Vorstellung verschiedener für den Lateinunterricht entwickelter Software und spannende Einblicke in die Mythologie der Sternbilder geboten werden, präsentieren sich die Neidhartfresken unter dem Motto "Licht - lux – Luxus" in einem ganz neuen Licht.
Tourismus und Integration im alten Rom
Für kleine und große Kinder gibt es Antike zum An- und Begreifen: In der Schule wird gemeißelt und römisch gerechnet, im Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein kann man das Schreiben auf Wachstafeln ausprobieren und sich fachkundig in eine römische Toga wickeln lassen. Als wissenschaftlichen Schwerpunkt bieten die VertreterInnen der Wiener Latinistik und Gräzistik Fachvorträge zu unterschiedlichsten Themen. Eine Studierende wird zudem den Prototyp eines von ihr entwickelten Brettspiels über die Irrfahrten des Odysseus vorstellen, das bei dieser Gelegenheit gespielt und subskribiert werden kann.
Das Team des Instituts für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein, bestehend aus Dekan Franz Römer, Institutsvorstand Herbert Bannert und Sonja Schreiner, trägt durchgehend ab 19 Uhr vor, wobei das Publikum die Abfolge mitbestimmen kann. Themen sind u.a. "Fremde in Rom - Integration", "Asterix und Obelix: Die ganze Wahrheit", "Tourismus im alten Rom" oder "Technik in der Antike". Zusätzlich werden Bibliotheks- und Institutsführungen sowie ein eigenes Kinderprogramm angeboten.
Das Programm im Juridicum eröffnen zwei Vertreter des Instituts für römisches Recht und antike Rechtsgeschichte: Den Anfang macht um 19 Uhr Michael Memmer mit einem Vortrag über "Ärzte in einer Welt ohne Aspirin", gefolgt von Christoph Ebner, der ab 19.45 Uhr über den "Tod in der Arena" sprechen wird. Abschließend, ab 20.30 Uhr, referiert als Vertreter des Instituts für Numismatik und Geldgeschichte Wolfgang Szaivert über "Geld und Wert im alten Rom".
Lange Nacht des Latein 2010 Freitag, 16. April 2010, von 19 bis 23 Uhr Details zur Veranstaltung und Programm
MMag. Dr. Sonja Schreiner ist am Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein tätig. |