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Transmissions-Elektronen- mikroskopie-Aufnahme der Nanopartikel im Boden in verschiedenen Vergrößerungen. Copyright: Kammer & Le Coustumer


Department für Umweltgeowissenschaften der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie

Lesen Sie auch: "Nanotechnologie und Umwelt: Von der Sonnencreme in die Baggerseen" (FNL, November 2006)
Natürliche Nanopartikel transportieren Blei in der Umwelt
Forschungsprojekte
Redaktion am  4. Februar 2009

Frank von der Kammer vom Department für Umweltgeowissenschaften untersucht natürlich vorkommende Nanopartikel in Böden und Gewässern auf ihre mögliche Rolle beim Transport von Blei in der Umwelt. Dabei stellte sich heraus, dass gerade sehr kleine Eisenoxid-Nanopartikel zum Transport von Blei in der Umwelt beitragen können und diese Nanopartikel sowohl in Böden als auch Gewässern vorkommen.

Seitdem bleihaltiges Benzin in weiten Teilen der Welt der Vergangenheit angehört, sind die Bleiimmissionen in Böden und Oberflächengewässer drastisch gesunken. Trotzdem sind Böden und Sedimente nach wie vor durch die jahrzehntelange Verwendung von Blei belastet. Blei gehört zu den Schwermetallen, die normalerweise wenig mobil sind und sich nur langsam im Boden verlagern - rund einen Meter in 50 Jahren.

Publikation in "Elements"

Mit neuartigen Verfahren wurden Umweltproben untersucht und hier vor allem wenige Nanometer kleine Huminstoffe, das sind Abbauprodukte von Biomaterialien wie Blätter oder Gras; weiters betrachteten die Forscher Eisenoxid-Nanopartikel im Größenbereich von etwa ein bis 40 Nanometer. Dr. Frank von der Kammer, M.A. hat diese neuen Ergebnisse zusammen mit Martin Hassellöv von der Universität Göteborg im Fachmagazin "Elements" unter dem Titel "Iron Oxides as Geochemical Nanovectors for Metal Transport in Soil-River Systems" veröffentlicht.

Umweltprozesse auf der Nanometerskala

Nanogeowissenschaften sind ein Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. habil. Thilo Hofmann am Department für Umweltgeowissenschaften. Dabei beschäftigen sich die ForscherInnen interdisziplinär mit Umweltprozessen auf der Nanometerskala, z.B. durch Mikroorganismen beeinflusste Prozesse der Mineralbildung, den Transport von Schadstoffen mit Nanopartikeln oder den Auswirkungen der Nanotechnologie auf die belebte Umwelt. (af)


Die Studie von Frank von der Kammer und Martin Hassellöv, "Iron Oxides as Geochemical Nanovectors for Metal Transport in Soil-River Systems", wurde im Fachmagazin "Elements" veröffentlicht.

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