Von Freitag, 2. bis Mittwoch, 7. Juli 2010 lädt die europäische Wissenschaftsveranstaltung "Euro Science Open Forum (ESOF)" junge WissenschafterInnen zum internationalen Austausch nach Turin. Sieben NachwuchsforscherInnen vertreten dabei die Universität Wien. Insgesamt reisen über 50 Master- und Doktoratsstudierende sowie Postdocs aus ganz Österreich gemeinsam mit dem Vienna Science Shuttle nach Italien. |
Alle zwei Jahre vereint das Wissenschaftsforum ESOF für eine Woche junge und erfahrene europäische ForscherInnen über alle Wissenschaftsdisziplinen hinweg, um brennende Fragen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz zu diskutieren. Zudem wird ein intensiver Austausch zwischen Wissenschaft und breiter Öffentlichkeit gesucht. Nach Stockholm (2004), München (2006) und Barcelona (2008) findet das Forum heuer in Turin (Italien) statt. Spezielles Augenmerk liegt auf der Karriereförderung junger ForscherInnen. Insgesamt erwarten die TeilnehmerInnen 120 Vorträge und Workshops; 20 Keynote Lectures runden das Programm ab.
Breites wissenschaftliches Spektrum
Die NachwuchswissenschafterInnen aus Österreich - 53 Master- und Doktoratsstudierende sowie Postdocs - werden mit dem Vienna Science Shuttle nach Turin gebracht. Sie wurden von den teilnehmenden Institutionen - Hochschulen und Forschungseinrichtungen - selbst nominiert.
Das Vienna Science Shuttle, das von von ERC-Präsidentin Helga Nowotny, dem Europaforum Wien und dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) organisiert wurde, startet am 2. Juli 2010 in Wien und macht auf dem Weg nach Italien in Leoben, Graz und Innsbruck Halt, um weitere Delegierte "aufzuladen". Die Internationalität der Forschung in Österreich zeigt sich in der Zusammensetzung der Mitreisenden: Neben österreichischen und deutschen sind auch Delegierte aus Finnland, Sri Lanka, Argentinien, Japan, Kamerun und dem Sudan vertreten, die zurzeit in Österreich forschen und studieren.
Mit an Bord sind sieben VertreterInnen aus drei Fakultäten der Universität Wien: Diese fünf Nachwuchswissenschafterinnen und zwei -wissenschafter repräsentieren auch die Vielfalt der Disziplinen an der Universität Wien. Ihre Forschungsgebiete reichen von mittelalterlicher Geschichtsforschung über Konfliktforschung, Politikwissenschaft und Sozialforschung bis zu theoretischer Quantenphysik und Wissenschaftsforschung.
800 JungwissenschafterInnen treffen auf sieben Nobelpreisträger
Das Vienna Science Shuttle trifft in Turin unter anderem auf Science Shuttles aus München, Stockholm, Barcelona und Dublin. Insgesamt kommen etwa 800 NachwuchswissenschafterInnen zum ESOF 2010. Neben karrierespezifischen Workshops erwartet die Mitreisenden ein breitgefächertes wissenschaftliches Programm mit Vorträgen von sieben Nobelpreisträgern und weiteren 450 namhaften WissenschafterInnen aus der ganzen Welt, darunter auch Anton Zeilinger, Tecumseh Fitch, Ulrike Felt und Herbert Gottweis von der Universität Wien.
Zusätzlich können die JungforscherInnen an einem "European Research & Business Speed Dating" und einem "Science Communication Workshop" teilnehmen sowie in zwanglosem Rahmen eine "Pizza with the Prof" essen. Am Dienstag, 6. Juli, bringt das Science Shuttle die österreichischen Delegierten wieder zurück nach Österreich. (lh)
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