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Was Sie schon immer über Biologie, Physik und Co. wissen wollten: Im neuen EC "Natur-wissenschaftliches Denken" können interessierte Bachelor-Studierende aller Disziplinen ...


... mehr über Quanten, Evolution, Relativitätstheorie, Genetik, etc. erfahren und sich so auf berufliche Berührungs-punkte mit den Naturwissenschaften vorbereiten.


Erweiterungscurriculum "Naturwissenschaftliches Denken: Fallbeispiele, Grundlagen und Einflüsse" StudienserviceCenter Physik Studienprogrammleitung Physik Didaktik der Physik und eLearning Fakultät für Physik Fakultät für Lebenswissenschaften Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät Fakultät für Sozialwissenschaften Weitere Informationen zu den Erweiterungscurricula der Universität Wien Übersicht aller aktuellen Erweiterungscurricula

Was ist ein EC?
Erweiterungscurricula sind modularisierte "Minicurricula" mit einer fixierten Größe (15 oder 30 ECTS). Sie vermitteln Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertig­­keiten, die nicht von den Studienzielen des eigentlichen Kernbereichs abgedeckt werden. Neben der breiten Basis- (Aus)Bildung im Bachelorstudium ermöglichen EC individuelle Bildungsverläufe. Sie vermitteln zusätzliche Kompetenzen im Sinne von "employability" (z.B. in Themenfeldern wie Wirtschaft, Kommunikation) oder der "universitas litterarum" (z.B. in Themenfeldern wie Wissenschaftstheorie, Ethik, Gender, Philosophie, Geschichte). Manche ECs wurden im Hinblick auf Sprachen und Kulturen der Nachbarländer, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit konzipiert.
Physik, Biologie & Co. für Sozial- und KulturwissenschafterInnen
Studium/Lehre
Gastbeitrag von Viktor Gröger am 29. September 2010

Wissen aus den Naturwissenschaften ist beinahe überall gefragt. Dazu trägt einerseits die Allgegenwart von Naturwissenschaft und Technik bei, andererseits werden naturwissenschaftliche Methoden und Erkenntniswege vielfach verwendet. Das neue Erweiterungscurriculum "Naturwissenschaftliches Denken" bereitet interessierte Studierende aller Fachrichtungen auf berufliche Berührungspunkte mit den Naturwissenschaften und interdisziplinäres Arbeiten vor. Mitzubringen sind Offenheit, Phantasie und das Streben nach Klarheit und Verständnis über Wissensgrenzen hinweg.

Die Vielfalt der Universität Wien ermöglicht es, in der Ausbildung besondere Akzente zu setzen. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wissenskulturen wird zum Aufbau spezieller Kompetenzen und damit einer erweiterten Berufsfähigkeit genutzt. Das ist die Idee für neue ergänzende Ausbildungsmöglichkeiten in bestehenden Bachelorstudien. Dazu gehört das interdisziplinäre Erweiterungscurriculum (EC) "Naturwissenschaftliches Denken: Fallbeispiele, Grundlagen und Einflüsse", das ab dem Wintersemester 2010/11 für viele Studienrichtungen der sozial- und kulturwissenschaftlichen Fächer angeboten wird und 15 ECTS-Punkte umfasst.

Berührungspunkte mit den Naturwissenschaften

Das EC, das an der Studienprogrammleitung Physik angesiedelt ist und von MitarbeiterInnen der Fakultät für Physik koordiniert wird, wendet sich an interessierte Studierende des Bachelors und bereitet sie auf berufliche Berührungspunkte mit den Naturwissenschaften sowie auf Interdisziplinarität vor. Solche Berührungspunkte entstehen in vielen Inhaltsgebieten, selbst wenn das auf den ersten Blick oft nicht zu erwarten wäre. Dazu trägt einerseits die Allgegenwart von Naturwissenschaft und Technik bei, andererseits werden naturwissenschaftliche Methoden und Erkenntniswege vielfach verwendet. Gefragt ist hier Wissen über Methodik und Erkenntnisprozess in den Naturwissenschaften, aber auch fallweise ein tieferes Verständnis der naturwissenschaftlichen Ergebnisse selbst.

Konfrontation mit unterschiedlichen Wissenskulturen

Es ist die erklärte Absicht des EC, eine Vielzahl von Schlüsselkompetenzen zu stärken. Das gelingt nicht nur wegen der spezifischen Besonderheit der Naturwissenschaften, sondern wesentlich auf Grund der Bereicherung durch die Reflexion, die auf der Konfrontation mit den Unterschieden der Wissensdisziplinen beruht. Beispiele der angestrebten Kompetenzen sind:
- Geistige Wendigkeit und Argumentationsfähigkeit (Flexibilität)
-  Vermittlung zwischen fundamental unterschiedlichen Denkansätzen (Kooperationsfähigkeit)
- Wechselseitig widersprüchliche Denkmodelle gemeinsam anwenden können (Differenzkompetenz)
- Komplexe Sachverhalte differenziert beurteilen und adäquat verbal beschreiben können
(Analytisches Denken, Ausdrucksfähigkeit, methodische Sorgfalt)

Mechanismen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachvollziehen

Entwickelt und umgesetzt wurde das neue Ausbildungsangebot von der Fakultät für Physik und der Fakultät für Lebenswissenschaften unter Beteiligung der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät sowie der Fakultät für Sozialwissenschaften. Eine Grundidee dieser interfakultären Zusammenarbeit ist es, durch das gemeinsame EC zum Verständnis der spezifischen Anwendung unterschiedlicher wissenschaftlicher Methoden beizutragen und so Vorurteilen und pauschalen Bewertungen entgegen zu wirken. Offenheit, Phantasie und das Streben nach Klarheit und Verständnis über Wissensgrenzen hinweg sind dazu sowohl von Seiten der Studierenden als auch von Seiten der Lehrenden erforderlich.

Konkret wird zu naturwissenschaftlichen Themen (z.B. Quanten, Evolution, Relativitätstheorie, Genetik) Wissen aufgebaut, das gleichzeitig beispielhaft für Charakteristika der Methodik und Mechanismen der Erkenntnis herangezogen wird.

Aufbau und Durchführung

Im Wintersemester werden in Modul 1 in zwei Lehrveranstaltungen einfache und anspruchsvollere Fallbeispiele für naturwissenschaftliche Inhalte (Physik und Biologie) behandelt und aus methodischer Sicht betrachtet. Die Vorlesung  "Naturwissenschaftliche Methode und Erkenntnis" präsentiert die einende Klammer über alle naturwissenschaftlichen Disziplinen.

Im Sommersemester kommt in Modul 2 in einer Ringvorlesung die Vielfalt der naturwissenschaftlichen Fächer an Hand weiterer Themen zu Wort. Die Wechselwirkung Naturwissenschaft und Gesellschaft wird in einer zweiten Lehrveranstaltung beispielhaft abgehandelt, wahlweise an historischen oder aktuellen Beispielen.

Studierbarkeit

Die Lehrveranstaltungen wurden speziell entwickelt, sind sorgfältig aufeinander abgestimmt und berücksichtigen die besonderen didaktischen Anforderungen (Lernziele, Interessenslage der TeilnehmerInnen). Sie werden zur Optimierung der zeitlichen Abfolge und aus Gründen der Einfachheit teilgeblockt in einem fixen Zeitfenster angeboten. Drei der fünf Lehrveranstaltungen beinhalten Übungs- oder Seminarteile zur Vertiefung.

Eine Reihe von Wahlmöglichkeiten zwischen Lehrveranstaltungen und zwischen Übungs- und Seminarteilen ermöglicht eine weitgehende Individualiserung, z.B. Schwerpunktbildung oder Entscheidung für größtmögliche Vielfalt. Die Leistungskontrolle durch eine kombinierte mündliche Modulprüfung bewirkt eine klare Fokussierung auf die Lernziele und eine Vereinfachung im Ablauf für die Studierenden.

Ao. Univ.-Prof. Dr. Viktor Gröger von der Gruppe Physik Nanostrukturierter Materialien ist Koordinator des Erweiterungs-curriculums "Naturwissenschaftliches Denken: Fallbeispiele, Grundlagen und Einflüsse".

Informationen zum Aufbau, Lehr-/Lernkonzept, zur Anmeldung und zum Lehrangebot des EC.

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