![]() "La Daguerréotype" - eine Original-Plakette auf der Kamera beweist die Echtheit der "Daguerréotype Susse Frères" aus dem Jahr 1839. ![]() Vorbereitung für die erste Aufnahme am Institut für Organische Chemie. Im Bild der kubanische Fotograf Nelson Ramirez de Arellano Conde beim Polieren einer Silberplatte. ![]() "Wake up the sleeping beauty" - Die Susse-Frères-Kamera wird im Hof des Instituts für Organische Chemie aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt. ![]() Die Entwicklung der silberbeschichteten, mit Brom oder Iod aktivierten und in der Kamera belichteten Kupferplatten erfolgt mittels Quecksilberdampf. (Von links nach rechts: Hanspeter Kählig, Nelson Ramirez de Arellano Conde und Wolfgang Reischl) ![]() Auf den Tag genau 171 Jahre nachdem Frankreich der Menschheit das Daguerrotypie-Patent zum Geschenk gemacht hat, gelingt dem Team die Entwicklung der ersten Testaufnahme. (Von links nach rechts: Hanspeter Kählig, Harry Martin und Wolfgang Reischl) ![]() Ziel des Kunstprojekts war es, den "Blick auf den Michaelerplatz" - die erste österreichische Daguerrotypie von Andreas von Ettingshausen (Mai 1840) aus der Fotosammlung der Albertina - originalgetreu nachzustellen. ![]() Experiment geglückt: Nach einem arbeitsreichen Tag kann sich das Wissenschafterteam über zwei gelungene Aufnahmen vom Michaelerplatz freuen. (Fotos: WestLicht/Institut für Organische Chemie) Institut für Organische Chemie der Fakultät für Chemie WestLicht Albertina Fotosammlung |
Reise zum Ursprung der Fotografie |
| Wissenschaft |
| Bernadette Ralser (Redaktion) am 8. September 2010 |
Die wohl älteste Kamera der Welt - eine original "Daguerréotype Susse Frères" aus dem Jahr 1839 - war kürzlich nach 170 Jahren Pause wieder im Einsatz: Am 25. August 2010 wurde damit im Rahmen eines Kunstprojekts eine der ersten österreichischen Daguerrotypien, der "Blick auf den Michaelerplatz" aus dem Jahr 1840, nachgestellt. Vorbereitet und durchgeführt wurde die Reproduktion von Wissenschaftern des Instituts für Organische Chemie: Sie haben die Aufnahme im Originalverfahren mittels Quecksilberdampf und Goldlösung auf Silberplatte gebannt. |
Man nehme ein gut ausgestattetes Chemielabor, mehrere silberbeschichtete Kupferplatten, Quecksilber, Brom und Goldchlorid. Oder man sucht sich jemanden, dem das alles bereits zur Verfügung steht. Das dachte sich wohl auch Martin Reinhart von der Wiener Firma WestLicht, als er vor einigen Wochen mit einem Projektvorschlag bei Harry Martin vom Institut für Organische Chemie vorstellig wurde: Ziel sei es, die vermutlich älteste Kamera der Welt aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, um eine Daguerréotypie aus der Fotosammlung der Albertina - "Blick auf den Michaelerplatz" von Andreas von Ettingshausen (Mai 1840) - originalgetreu nachzustellen. Die Aufnahme solle dann entsprechend des von Louis-Jacques-Mandé Daguerre erfundenen Verfahrens ausgearbeitet werden. |







