Rektor Winckler: "Die Regeln müssen für alle gleich sein" |
| Forschungspolitik |
| Redaktion am 5. März 2010 |
Der "Notfallsparagraph" 124 b im Universitätsgesetz ist für den Vorsitzenden der Universitätenkonferenz (uniko), Hans Sünkel, "nicht der Weisheit letzter Schluss". Die dort ermöglichten Zugangsbeschränkungen in einzelnen Fächern führten zu "Verdrängungseffekten" in thematisch verwandte Gegenstände, so Sünkel bei einer Pressekonferenz am Freitag, 5. März. Solche befürchtet man auch an der Universität Wien, sollte dem Antrag der Wirtschaftsuniversität (WU) auf Platzbeschränkungen stattgegeben werden. |
Laut dem Notfallsparagrafen sind Beschränkungen in einem Fach nur erlaubt, wenn alle Universitäten, die es anbieten, gemeinsam einen Antrag an das Wissenschaftsministerium stellen und die Regierung diesen genehmigt. Die WU hat für ihre Bachelor-Studien allein eingereicht und dies damit begründet, diese in Österreich exklusiv anzubieten. Georg Winckler, Rektor der Universität Wien, machte bei der Pressekonferenz klar, dass es "nicht geht, wenn eine Universität nach den Spielregeln A spielt und die andere nach den Spielregeln B". Die Regeln müssten für alle gleich sein. Dies sicherzustellen, sei aber nicht Aufgabe der Universitäten, sondern der Regierung. |
