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Rektorat der Universität Wien Österreichische Universitätenkonferenz (uniko)
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Rektoren warnen vor Schaden für Forschungsstandort Österreich
Forschungspolitik
Redaktion am 23. Januar 2009

Die im Forum Forschung der Universitätenkonferenz (uniko) vertretenen Rektoren und VizerektorInnen sind angesichts der Budgetsituation um die zukünftige Entwicklung von Forschung besorgt. In einer Resolution sprechen sie sich dafür aus, "mit allen Kräften zu verhindern, dass wegen mangelnder Karrieremöglichkeiten und der Unmöglichkeit einer nachhaltigen Finanzierung gerade die höchstqualifizierten jungen ForscherInnen sich gezwungen sehen, Österreich zu verlassen, wodurch ein nicht wieder gut zu machender Schaden für den Forschungsstandort Österreich entstünde".

"In der Forschung kann man viel ruinieren, und zwar in kurzer Zeit", erklärt der Vorsitzende des Forum Forschung und Vizerektor der Universität Wien, Heinz Engl. Er hat Verständnis dafür, in finanziell und wirtschaftlich angespannten Zeiten zu sparen, "man muss aber auch schauen, die Forschung nicht zu beschädigen".

Den Universitäten komme - als Hauptträger der Forschung in Österreich und durch ihre forschungsorientierte Lehre - entscheidende Verantwortung für die Ausbildung des Nachwuchses an ForscherInnen und Nachwuchskräften in der Wirtschaft zu. Beides sei gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation entscheidend für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, heißt es in der Resolution.

"Wir brauchen den Wissenschaftsfonds"

Das Forum Forschung plädiert deshalb dafür, im Rahmen der kommenden Leistungsvereinbarungen zwischen Bund und Universitäten "ausreichend Mittel für die universitäre Basisfinanzierung der Forschung sowie für die Profilentwicklung" zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist den Rektoren auch die Sicherung einer "ausreichenden Budgetausstattung des FWF". "Wir brauchen den Wissenschaftsfonds", betont Engl, speziell die Mittel für Forschungsprojekte, insbesondere für Schwerpunktsetzungen wie Spezialforschungsbereiche und Doktoratskollegs. Da diese Mittel im Wettbewerb eingeworben werden müssen, seien sie auch für die Qualitätsorientierung der Universitäten wichtig, so Engl.

Ein großes Anliegen ist dem Forum Forschung auch, die erst kürzlich eingeführte Abgeltung von "Overhead-Kosten" bei FWF-Projekten nicht budgetär zu gefährden. Im Zuge der Debatten der vergangenen Wochen um mögliche Kürzungen der Forschungsbudgets waren auch Gerüchte aufgetaucht, der FWF könnte die Zahlung von Overhead-Kosten wieder einstellen. Für Engl wäre dies "katastrophal" und würde auch an den Universitäten einen Verlust der Steuerungsfähigkeiten bedeuten. (APA)

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