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"Sei nicht so neugierig!" lautet der Slogan der diesjährigen "Langen Nacht der Forschung", ...


... die am Samstag, 7. November 2009 zum mittlerweile dritten Mal über die Bühne geht.


Lange Nacht der Forschung 2009  
"Sei nicht so neugierig!" - Lange Nacht der Forschung 2009
Wissenschaft
Redaktion am  4. November 2009

Sobald am Samstag, 7. November 2009, die Sonne untergegangen ist, fängt die "Lange Nacht der Forschung" an. In Wien wird das um Punkt 16.27 Uhr sein. Schlusslicht bildet - nach Krems/Tulln (16.29), Graz (16.33), Linz (16.35), Salzburg (16.41) und Innsbruck (16.49 Uhr) - die Vorarlberger Landeshauptstadt Dornbirn, wo es um 16.55 Uhr dann auch endlich heißt: "Sei nicht so neugierig!" Österreichweit präsentieren mehr als 500 Stationen bis Mitternacht das Neueste aus Wissenschaft, angewandter Forschung und Innovation. Die Universität Wien ist mit 37 Stationen dabei.

Am Samstag, 7. November 2009, ist es soweit: Bei Sonnenuntergang öffnet die Lange Nacht der Forschung (LNF) mit dem Slogan "Sei nicht so neugierig!" ihre Pforten. An insgesamt 503 Stationen beweisen Österreichs Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstitutionen und Wirtschaftsunternehmen ihr innovatives Potenzial und ihr Interesse an wissenschaftlicher Kommunikation und breitem Dialog.

Bundesweite Veranstaltung

An der mittlerweile dritten Langen Nacht der Forschung sind neben Graz, Innsbruck, Krems/Tulln, Linz, Salzburg und Wien heuer auch Dornbirn und Klagenfurt mit zusätzlichen Veranstaltungen beteiligt: Die FH Vorarlberg präsentiert in Kooperation mit mehreren Unternehmen Hightech aus dem "Ländle"; in Klagenfurt wird der "Kärntner Wissenschaftspreis" unter dem Dach der Langen Nacht der Forschung verliehen.

Die Universität Wien bei der Langen Nacht der Forschung

In Wien kann man heuer an 37 Standorten mit insgesamt 157 Stationen in die Welt der Wissenschaft eintauchen - das Spektrum reicht von Universitäten über öffentliche Forschungseinrichtungen bis hin zu privaten Forschungsinstitutionen. Shuttle Busse sorgen für die reibungslose Anfahrt; die Haupteinstiegsstelle ist das Hauptgebäude der Universität Wien (Busparkplatz Grillparzerstraße/Rathausplatz).

Die Universität Wien selbst ist mit vier Standorten - dem Hauptgebäude, dem Neuen Institutsgebäude (NIG), der Universitätssternwarte und dem Zentrum für Sportwissenschaft - vertreten. Neben vielen spannenden und interaktiven Vorträgen, Kinderführungen, Ausstellungen und Experimenten zum Selbermachen findet als besonderes Zuckerl die 1. Internationale Overclocking-Meisterschaft im Arkadenhof der Universität Wien statt. Allein bei dieser Station werden 12.000 BesucherInnen erwartet.

1) Hauptgebäude Universität Wien (Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien), von 16.27 bis 24 Uhr

- Fakultät für Chemie: Die Fakultät für Chemie zeigt an insgesamt sieben Stationen unter anderem, wie aus einem Wirkstoff ein Medikament wird, was kaltes Licht ist, woran sich Metalle erinnern oder wie man Chemikalien auch ohne Labor analysieren kann.

- Fakultät für Physik: Die Fakultät für Physik ist mit sechs Stationen vertreten und fragt unter anderem: "Wie erzeugt man einen Teppich aus Licht?" und " Wie wird Strom verlustfrei transportiert?". Sie bietet auch Führungen für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren zu ausgewählten Themen an (um 17, 19 und 20 Uhr sowie nach Bedarf).

- Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein: "Warum ist die Antike nicht von gestern?" Die BesucherInnen dieser Station erwartet ein Streifzug durch die Welt der Griechen und Römer vor 2000 und mehr Jahren.

- Das Institut für Österreichische Geschichtsforschung führt unter dem Titel "Haben Sie ein Einreisevisum für das Imperium Romanum?" durch die  Legionslager, Kastelle und Wachtürme der römischen Grenzanlagen rund um das Mittelmeer.

- Das Institut für Mineralogie und Kristallographie lädt auf eine interaktive Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt der Minerale und Kristalle, in der man unter anderem erfährt, wie man mit kochenden Steinen kühlen kann, wieso Schokolade mit der Zeit einen weißen Belag bekommt und welche Hightech-Materialien unser tägliches Leben in nächster Zukunft verändern werden.

- Im Großen Festsaal gibt es ab 17 Uhr stündlich Vorträge: Zunächst erklärt die Fakultät für Physik interessierten Kids am Beispiel von Blitz und Donner die Relativitätstheorie. Um 18 Uhr präsentiert Harald Katzmair, Gründer der FAS.research und Lehrender an der Universität Wien, die bislang umfangreichste Analyse politischer und wirtschaftlicher Netzwerke in Österreich. "Wirtschaftskrisen - Geschichte, Gegenwart und Zukunft - was ist ihnen gemein?" heißt der anschließende Vortrag von Ewald Nowotny. In zwei aufeinander folgenden Vorträgen spricht ab 20.30 Uhr der Psychologe Thomas Müller zuerst über die Grenzen und Möglichkeiten der Kriminalpsychologe und danach über die psychologischen Gesetzmäßigkeiten einer Krise.

- Im Arkadenhof findet die "1. Internationale Overclocking-Meisterschaft" statt. Dabei treten acht europäische Teams gegeneinander an und pushen ihre Computer bis an die Grenzen der physikalischen Leistungsfähigkeit. Beim "Overclocking" wird der PC durch Modifizieren und Übertakten einzelner Komponenten zu Höchstleistungen getrieben. Dazu ist eine Kühlung der Bauteile auf bis zu minus 196 Grad Celsius notwendig. Das Team, das am schnellsten eine Million Nachkommastellen der Zahl Pi berechnet, gewinnt. Die Meisterschaft, bei der über 12.000 BesucherInnen erwartet werden, wird von Wissenschaftsminister Johannes Hahn eröffnet.

2) Neues Institutsgebäude (NIG) (Universitätsstraße 7, 1010 Wien), 16.25 bis 24 Uhr
Im NIG präsentiert das Institut für Geographie und Regionalforschung digitale Globen, die einen sensationellen Einblick geben, wie die Erde von oben aussieht.

3) Universitätssternwarte (Türkenschanzstraße 17, 1180 Wien), 17 bis 24 Uhr
Die BesucherInnen der Universitätssternwarte erwartet ein Streifzug durch 400 Jahre Forschung mit Teleskopen: eines der größten Linsenfernrohre der Welt (Beobachtungen bei Schönwetter), das Dramolett "Kepler, Galilei und das Fernrohr", das weltgrößte Observatorium im Modell, Vorträge zur aktuellen Forschung, verschiedene Experimente (Kometenbasteln, Galaxiencrash) und ein Astronomiequiz.
Detailliertes Programm

4) Zentrum für Sportwissenschaft (Auf der Schmelz 6, 1150 Wien), 16.27 bis 24 Uhr
Bei der Station "Wie misst man Leistung im Sport?" stellt das Zentrum für Sportwissenschaft der Universität Wien unterschiedliche Leistungsmessmethoden aus verschiedenen Sportarten vor.

Ö1 Kinderuni live (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wollzeile 27a, 1010 Wien), ab 16.27 Uhr
Wie mit Teleskopen und Satelliten der Weltraum erforscht wird, das untersucht Franz Kerschbaum vom Institut für Astronomie an der Universität Wien. Die Ö1 Kinderuni-ReporterInnen wollen vom Weltraumprofessor wissen, wie die Chancen stehen, dabei auf außerirdisches Leben zu stoßen. Moderation: Ina Zwerger, Producerin der Ö1 Kinderuni. Eine Kooperation mit der Kinderuni Wien. (br)


Lange Nacht der Forschung 2009
Samstag, 7. November 2009, ab Sonnenuntergang
Stationen in Graz, Innsbruck, Krems/Tulln, Linz, Salzburg, Wien und Dornbirn
Nähere Informationen
Programm (PDF)

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