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Senat der Universität Wien
Senatsvorsitzende der Universitäten: Studienplätze ausreichend finanzieren
Forschungspolitik
Redaktion am  1. Februar 2010

Die Senatsvorsitzenden der österreichischen Universitäten tagten Ende letzter Woche in Wien. Sie begrüßen den aktuellen hochschulpolitischen Dialog, der vom Bundesminister für Wissenschaft und Forschung im Herbst 2009 begonnen wurde. Sie schätzen es, dass auch die neue Bundesministerin bereit ist, gemeinsam mit den Universitäten nach Lösungen zur Bewältigung der gestiegenen Studierendenzahlen zu suchen.

Keiner Diskussion bedarf freilich die Tatsache, dass der Hauptgrund für die Probleme der österreichischen Universitäten in ihrer völlig unzureichenden staatlichen Finanzierung durch die Bundesregierung liegt. Die den Universitäten zugeteilten öffentlichen Mittel haben in den letzten Jahren nicht annähernd mit dem starken Zuwachs der Zahl der Studierenden aus dem In- und Ausland, dem Bedarf für deren qualitätvolle Betreuung und den gleichzeitigen hohen Anforderungen an wissenschaftliche und künstlerische Entwicklung Schritt gehalten.

Senatsvorsitzende fordern Finanzierung nach Studienplätzen und kontinuierliche Budgeterhöhung auf 2% des BIP bis 2015

Die Senatsvorsitzenden halten es daher für unumgänglich, dass das Universitätsbudget möglichst bis 2015 kontinuierlich auf 2 % des BIP erhöht wird. Die Lehre der Universitäten ist nach Maßgabe jener Studienplätze zu finanzieren, deren Angebot man von ihnen in den verschiedenen Studienrichtungen erwartet. Nur so werden die Kosten für qualitätvolle Lehre transparent und die besonderen Anforderungen der verschiedenen Fächer erkannt werden.

Die Senatsvorsitzenden fordern die neue Bundesministerin daher übereinstimmend auf, sich in der Bundesregierung nachdrücklich für die Umsetzung dieser Forderung einzusetzen. Nur dann werden die Universitäten auch in Zukunft in der Lage sein, ihren gesellschaftlichen Bildungsauftrag zu erfüllen.

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