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Academic Ranking of World Universities 2009
Shanghai-Ranking: Universität Wien hält Platzierung
Forschungspolitik
Redaktion am  3. November 2009

Beim kürzlich veröffentlichten weltweiten Uni-Ranking der Shanghai Jiao Tong University konnte die Universität Wien ihre Platzierung halten und bleibt die beste österreichische Universität. Keine großen Änderungen gab es an der Spitze: Auf Platz eins liegt wie im Vorjahr Harvard, dahinter folgen mit Stanford und Berkeley zwei weitere US-Universitäten.

Für ihre Zusammenstellung verwendet das Institute of Higher Education der Shanghai Jiao Tong University, das seit 2004 jährlich das Academic Ranking of World Universities (ARWU) veröffentlicht, primär forschungsorientierte Indikatoren wie die Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Gewinner unter den AbsolventInnen bzw. dem Lehrpersonal, die Anzahl der in wissenschaftlichen Publikationen häufig zitierten ForscherInnen in verschiedenen Disziplinen sowie die Anzahl der in den Zeitschriften "Nature" und "Science" publizierten Artikel und die Zahl der ForscherInnen.

Kritik am Ranking

Das Ranking der Shanghai Jiao Tong University ist allerdings nicht unumstritten. Das deutsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) kritisiert zum Beispiel, dass Artikel in den Fachzeitschriften "Nature" und "Science" sowie im "Web of Science" jeweils 20 Prozent ausmachen. Das hohe Gewicht von Zeitschriftenaufsätzen könnte eine Verzerrung zugunsten von Universitäten mit naturwissenschaftlichem Fokus bringen. Weiters kritisiert das CHE, dass gesamte Universitäten ungeachtet ihrer Größe und fachlichen Ausrichtung miteinander verglichen und die Indikatoren willkürlich gewichtet würden. So sei etwa die Zuordnung der Nobelpreisträger problematisch. Auch könnten Besonderheiten der nationalen Wissenschafts- und Hochschulsysteme in dem Top-down-Ansatz des Rankings kaum berücksichtigt werden. Im Vorjahr übte auch die Österreichische Rektorenkonferenz Kritik am Ranking: Die Dominanz der US-Unis sei auf die im Vergleich mit Europa viel höheren Ressourcen zurückzuführen.

US-Unis auf vorderen Plätzen

Ungebrochen ist beim Shanghai-Ranking nach diesen Kriterien die Vormachtstellung der US-Universitäten: Unter den ersten 20 Plätzen sind nur drei nicht amerikanisch: die Universität Cambridge auf Platz vier, Oxford auf Platz zehn und die Universität Tokio auf Platz 19. Die beste kontinentaleuropäische und gleichzeitig beste deutschsprachige Universität ist weiterhin die Eidgenössisch Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 23. Im deutschen Sprachraum folgen die Universität Zürich auf dem 54. Platz, sowie die Universität München (55) und die Technische Universität (TU) München (57).

Universität Wien

Beste österreichische Universität im Gesamtranking ist nach wie vor die Universität Wien in der Gruppe zwischen dem 152. und 200. Platz (Anm.: ab Platz 101 wird in 50er-Gruppen, ab Platz 201 nur noch in 100er-Gruppen gereiht). In einer eigenen Europa-Auswertung kommt die Universität Wien auf die Plätze zwischen 59 bis 79. Die ersten zehn Plätze der besten europäischen Universitäten gehen an Cambridge, Oxford, University College London, die ETH Zürich, das Imperial College London, die Universität Paris 06, die Universität Manchester, die Universität Kopenhagen, die Universität Paris Sud und das Karolinska Institut Stockholm.

Andere österreichische Universitäten

Die Medizinische Universität Wien und die Universität Innsbruck folgen im Gesamtranking in den Gruppen zwischen 201. und 302., die Universität Graz befindet sich nach diesem Ranking zwischen 303. und 401. Rang. Die Medizin-Universitäten in Graz und Innsbruck, sowie die Technische Universität Wien rangieren in der Gruppe zwischen 402. und 501. Platz. Somit konnte sich lediglich die Universität Innsbruck um einen Platz verbessern, die anderen Universitäten bleiben am gleichen Platz wie im Vorjahr. Im Europa-Ranking findet sich die Medizin-Universität Wien und die Universität Innsbruck in der Gruppe vom 80. bis zum 125. Die Universität Graz hält die Plätze 126 bis 170, die Medizin-Universitäten Graz und Innsbruck sowie die TU Wien bleiben auf den Rängen 171 bis 208. (APA/red) 
 

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