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Das neue Labor im Biozentrum umfasst neben den zwei neuen Massenspektrometern auch eine Vielzahl an daran gekoppelten Peripheriegeräten.Fotos: SILVER


Auf rund 50 Quadratmetern werden sich drei Wissenschafter in Zukunft moderner Umweltforschung widmen.


Department für Chemische Ökologie und Ökosystemforschung, Fakultät für Lebenswissenschaften
SILVER: Neues High-Tech-Labor an der Universität Wien
Veranstaltungen
Redaktion am  5. Dezember 2006

Am 6. Dezember 2006 findet die offizielle Eröffnung der neuen Isotopeneinrichtung SILVER am Department für Chemische Ökologie und Ökosystemforschung statt. Mit seinen drei Isotopenverhältnis-Massenspektrometern setzt das Labor neue Maßstäbe im Bereich moderner Umweltforschung. Zur Eröffnung spricht der Isotopenforscher Prof. Dr. Howard Griffiths (Cambridge) über die Anwendungen von Isotopen für die Umweltforschung.

"SILVER ist österreichweit eine einzigartige Einrichtung. Das neue Labor umfasst neben den zwei neuen Massenspektrometern auch eine Vielzahl an daran gekoppelten Peripheriegeräten, wie etwa Gas-Chromatographen und Flüssigchromatographie-Anlagen", erklärt Ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Richter, stellvertretender Leiter des Departments für Chemische Ökologie und Ökosystemforschung: "Dadurch ist es uns nun möglich, vertiefende Forschungen aus dem Bereich des Globalen Klimawandels und der Ökosystemforschung durchzuführen."

Prozesse der Natur

Die Mittel zur Realisierung dieser hochmodernen Wissenschaftseinrichtung von insgesamt rund 760.000 Euro stammen von der Universität Wien und aus dem Infrastrukturprogramm des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Auf rund 50 Quadratmetern werden drei Wissenschafter in Zukunft ständig mit Forschungen beschäftigt sein. "Zudem ist es ? natürlich im eingegrenzten Bereich ? ein offenes Labor, das KollegInnen aus ganz Österreich für ihre wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung steht, um Prozesse der Natur im Massenspektrometer zu analysieren", so Richter.

Anwendung in der Umweltforschung

Diese Massenspektrometer sind unentbehrlich zur Erforschung der Isotopenverhältnissen in Atmosphäre, Meer oder terrestrischen Ökosystemen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Globalen Klimawandel. "Mit Hilfe der Analyse der natürlich vorkommenden stabilen Isotope von Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff sind wir etwa in der Lage regionale und globale Quellen und Senken von klimawirksamen Spurengasen wie CO2, Methan oder Lachgas zu finden, oder das Paläoklima aus Eisbohrkernen, Tropfsteinen und Holzbohrkernen zu rekonstruieren ", erklärt der Umweltforscher.

Experten-Eröffnung

Die Eröffnung von SILVER ? Stable Isotope Laboratory University of Vienna Environmental Research ? wartet mit einem ebenso hochkarätigem Programm auf. Christian Noe, Dekan der Fakultät für Lebenswissenschaften, begrüßt die Gäste und stellt den Ehrengast, den führenden Isotopenforscher Prof. Dr. Howard Griffiths von der Universität Cambridge, vor. Als Koryphäe auf dem Isotopen-Gebiet spricht er über konkrete Anwendungen von diesen in der Umweltforschung. Marianne Popp, Leiterin des Departments für Chemische Ökologie und Ökosystemforschung, spricht über die Entstehungsgeschichte der High-Tech-Einrichtung. Im Anschluss eröffnet Vizerektor Günther Vinek offiziell das Labor. (td)


Eröffnung "SILVER: Stable Isotope Laboratory University of Vienna Environmental Research"
6. Dezember 2006 um 17.15 Uhr
Hörsaal II, Biozentrum
Althanstraße 14, 1090 Wien

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