Erfolgreicher Sommer für ForscherInnen der Universität Wien: Von den insgesamt vier Siegerprojekten aus dem "Identität - Diversität Call 2010", über die der WWTF-Vorstand am Montag, 13. September 2010, entschieden hat, sind drei an der Universität Wien angesiedelt. Die Gesamtfördersumme beträgt 1,19 Mio. Euro. Bereits Ende Juni 2010 waren zwei WissenschafterInnen der Universität Wien mit ihren Projekten unter den Gewinnern des WWTF-Calls "Information and Communication Technology": Sie teilen sich mit acht weiteren Siegerprojekten 5,111 Mio. Euro. |
Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) wurde 2001 eingerichtet und ist eine privat-gemeinnützige Fördereinrichtung. Ziel seiner Tätigkeit ist es, den Forschungsstandort Wien als "Stadt der Wissenschaft und Innovation" zu stärken. Förderungswürdige Projekte bzw. Stiftungsprofessuren werden im Rahmen von Ausschreibungen (Calls) ermittelt. Bewerben können sich universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ebenso wie ForscherInnen als Einzelpersonen oder in Gruppen.
Bei den WWTF-Ausschreibungen in den Schwerpunktprogrammen "Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften" sowie "Informations- und Kommunikationstechnologien" waren im Sommer 2010 insgesamt fünf Projekte von WissenschafterInnen der Universität Wien erfolgreich: drei im Call "Diversität - Identität" sowie weitere zwei im "IKT Call 2010".
Siegerprojekte des Diversität - Identität Calls 2010
Der Call "Diversität - Identität" ist die mittlerweile dritte Ausschreibungsrunde im WWTF-Programmschwerpunkt "Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften", der seit 2008 mit finanziellen Mitteln der Stadt Wien durchgeführt wird. Am Montag, 13. September 2010, bestätigte der WWTF-Vorstand die vier Siegerprojekte, die nach intensiven Diskussionen vom hochkarätig besetzten Programmbeirat aus insgesamt 46 Einreichungen ausgewählt worden waren.
Die Gewinnerprojekte werden mit insgesamt 1,19 Mio. Euro finanziert und beschäftigen sich inhaltlich mit Aspekten von Migration und Religion. Drei der vier Siegerprojekte des Calls wurden von WissenschafterInnen der Universität Wien eingereicht:
- "Internet use and friendship structures of young migrants in Vienna: the question for diversity within social networks and online social games" Projektleiterin: Gerit Bettina Götzenbrucker, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft Projektdauer: 2 Jahre / Fördersumme: 302.000 Euro
- "When plurilingual speakers encounter unilingual environments (PluS). Migrants from African countries in Vienna: Language practices and institutional communication" ProjektleiterInnen: Brigitta Busch, Institut für Sprachwissenschaft; Walter Schicho, Institut für Afrikawissenschaften Projektdauer: 2 Jahre / Fördersumme: 287.700 Euro
- Jewish migration and diversity in Vienna and Berlin (1881-1918) Projektleiter: Ingo Haar, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Projektdauer: 2 Jahre / Fördersumme: 299.900 Euro
Das vierte Siegerprojekt des Calls "Diversität - Identität" mit dem Titel "Past, present and future religious prospects in Vienna 1950-2050" ging an die Österreichische Akademie der Wissenschaften.
Siegerprojekte des IKT Calls 2010
Der WWTF-Programmschwerpunkt "Informations- und Kommunikationstechnologien" (IKT" besteht seit 2007 und soll wissenschaftliche Projekte und Stiftungsprofessuren fördern, die zur Verbesserung der IKT selbst beitragen. Über die insgesamt 67 Anträge im Rahmen des IKT Calls 2010 wurde Anfang Juni 2010 von einer 15-köpfigen Jury auf Basis von mindestens drei schriftlichen Gutachten internationaler FachexpertInnen pro Projekt eine Förderempfehlung ausgesprochen. Diese wurde am 22. Juni 2010 vom WWTF-Vorstand formal bestätigt.
Die insgesamt zehn Siegerprojekte werden mit einer Gesamtsumme von 5,111 Mio. Euro gefördert; zwei davon werden von WissenschafterInnen der Universität Wien geleitet:
- Challenges in Sponsored Search Auctions Projektleiterin: Monika Henzinger, Institut für Distributed and Multimedia Systems Projektdauer: 4 Jahre
- Optimization Challenges in the Operation of the Future, Federated Internet (OptFI) Projektleiter: Kurt Tutschku, Institut für Distributed and Multimedia Systems Projektdauer: 3 Jahre
Die weiteren Siegerprojekte aus dem "IKT Call 2010" sind "EDImine - Mining Inter-organizational Business Processes" (Technische Universität Wien), "PWM-based transmitter for green base-stations (TX4Green)" (Technische Universität Wien), "FAME: Formalizing and Managing Evolution in Model-Driven Engineering" (Technische Universität Wien), "LQuNet - Local Quantum Network" (AIT Austrian Institute of Technology), "Machine Learning Techniques for Modeling of Language Varieties" (Österreichische Studiengesellschaft für Kybernetik), "PROSEED: Proof Seeding for Software Verification" (Technische Universität Wien), "Noncoherent Wireless Communications over Doubly Selective Channels (NOWIRE)" (Technische Universität Wien) sowie "HiPANQ - High Performance Algorithms for Next Generation Quantum Key Distribution" (AIT Austrian Institute of Technology). (br)
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