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Academic Ranking of World Universities (ARWU) (Website zurzeit nicht aufrufbar) Shanghai Jiao Tong University
Universität Wien beste österreichische Universität im Shanghai-Ranking
Wissenschaft
Redaktion am 16. August 2010

Jährlich erstellt die Shanghai Jiao Tong University eine Liste der 500 weltbesten Universitäten. 2010 finden sich weiterhin sieben heimische Hochschulen in der "universitären Weltrangliste". Beste heimische Hochschule ist nach wie vor die Universität Wien - sie hält ihre Stellung unter den Top 200. Die Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck konnten sich heuer auf bessere Plätze vorarbeiten.

Die Universität Wien hält im "Academic Ranking of World Universities" (ARWU) ihre Reihung aus dem Vorjahr und steht an Platz 151 bis 200 (ab Platz 101 wird in 50er-, ab Platz 201 in 100er-Gruppen gereiht). Damit ist sie die einzige nationale Universität unter den Top 200.

Die Medizinische Universität Wien und die Universität Innsbruck folgen wie 2009 in der Gruppe zwischen dem 201. und 302. Platz. Die Universität Graz sowie die Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck landen in der Gruppe zwischen 303. und 401. Rang. Damit sind sie um um eine Kategorie vorgerückt (2009: 402-501). Die Technische Universität Wien rangiert weiterhin in der Gruppe zwischen 402. und 501. Platz.

Rochaden in Top Ten

Einige Rochaden hat es in dem neuen Ranking in den noch immer stark US-dominierten Top Ten gegeben: Platz eins geht zwar erneut an Harvard, Stanford musste allerdings seinen zweiten Rang an Berkeley abgeben. Das MIT landet in diesem Jahr auf Platz vier und hat damit Cambridge als beste europäische Uni auf Platz fünf verwiesen. Platz sechs belegt weiter das California Institute of Technology, gefolgt von Princeton auf Rang sieben (2009: Rang 8) und der Columbia auf acht (2009: Rang 7). Die Plätze neun und zehn gehen wie schon im Vorjahr an die University of Chicago und Oxford als zweitbeste europäische Hochschule.

Das Ranking der Shanghai Jiao Tong University basiert vor allem auf forschungsorientierten Indikatoren. Das sind etwa die Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Gewinner unter den AbsolventInnen bzw. dem Lehrpersonal, die Anzahl der in wissenschaftlichen Publikationen häufig zitierten ForscherInnen in verschiedenen Disziplinen, die Anzahl der in den Zeitschriften "Nature" und "Science" publizierten Artikel und die Zahl der ForscherInnen an der jeweiligen Universität.

US-Universitäten nicht zu schlagen

Gemessen an diesen Indikatoren sind die US-amerikanischen Universitäten nicht zu schlagen: Unter den ersten 20 Universitäten sind nur drei nicht aus den USA: die Uni Cambridge auf Platz fünf, Oxford auf Platz zehn und die Universität Tokio auf Platz 20. Die beste kontinentaleuropäische Universität und gleichzeitig beste Hochschule im deutschsprachigen Raum ist die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 23 (2009: 23). Im deutschsprachigen Raum folgen die Universität Zürich auf Platz 51 (2009: 54) sowie die Universität München (52; 2009: 55) und die Technische Universität München (56; 2009: 57), die allesamt Plätze gutmachen konnten.

Beste europäische Universitäten


In einer eigenen Auswertung der besten europäischen Universitäten nahmen die Universitäten Cambridge, Oxford, das University College London, die ETH Zürich, das Imperial College Londo, die Pierre and Marie Curie Universität - Paris, die Universität Kopenhagen, das Karolinska Institut Stockholm, die Universitäten Manchester  und Paris Sud die besten zehn Plätze ein.

In dieser Wertung kommt die Universität Wien auf die Plätze 57 bis 74, die Medizinische Universität Wien und die Universität Innsbruck fallen in die Gruppe zwischen 75. und 123. Platz. Die Universität Graz sowie die Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck erreichen die Kategorie der Plätze 124 bis 168, die TU Wien die Ränge 169 bis 204.

Kritik am Ranking

Das Ranking der Shanghai Jiao Tong University ist allerdings nicht unumstritten. Das deutsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) kritisiert zum Beispiel, dass Artikel in den Fachzeitschriften "Nature" und "Science" sowie im "Web of Science" jeweils 20 Prozent ausmachen. Das hohe Gewicht von Zeitschriftenaufsätzen könnte eine Verzerrung zugunsten von Universitäten mit naturwissenschaftlichem Fokus bringen.

Weiters kritisiert das CHE, dass gesamte Universitäten ungeachtet ihrer Größe und fachlichen Ausrichtung miteinander verglichen und die Indikatoren willkürlich gewichtet würden. So sei etwa die Zuordnung der Nobelpreisträger problematisch. Auch könnten Besonderheiten der nationalen Wissenschafts- und Hochschulsysteme in dem Top-down-Ansatz des Rankings kaum berücksichtigt werden. Auch die Österreichische Rektorenkonferenz übte bereits Kritik am Ranking: Die Dominanz der US-Universitäten sei auf die im Vergleich mit Europa viel höheren Ressourcen zurückzuführen. (APA/red)

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