Logo der Uni Wien
Logo der Uni Wien

Archiv der Online-Zeitung

Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
  •   Home
  •   Forschung
  •   Wissenschaft &     Gesellschaft
  •   Studium & Lehre
  •   Professuren
  •   Personalia
  •   Service
  •   Dossiers
  •   UniBlicke

Wien wird in der zweiten Oktoberhälfte wieder zur Filmhauptstadt: Die Viennale zeigt über 300 Filme in zwölf Tagen. Sujet: Viennale


Zum ersten Mal eröffnet die Viennale nicht mit einer aktuellen Produktion, sondern einem Klassiker aus dem Jahr 1971: "Klute" von Alan J. Pakula. Die Hauptdarstellerin, Jane Fonda, ist anwesend. Foto: CINETEXT


Ulrich Seidl erzählt in "Import Export" die Geschichte einer ukrainischen Krankenschwester im Westen und eines Wiener Security-Mannes im Osten. Foto: Viennale


Auch im neuesten Film von Gus van Sant ? Paranoid Park ? stehen Jugendliche im Mittelpunkt. Diese Mal zeichnet van Sant ein Porträt der Skaterwelt in seiner Heimatstadt Portland. Foto: Viennale


Die Dokumentation "Prinzessinnenbad" von Bettina Blümner zeigt das Leben dreier Jugendlicher aus Berlin-Kreuzberg. Foto: Viennale


Tickets ab Samstag, 6. Oktober
Viennale 2007: Kino entdecken
Kultur
Theresa Dirtl (Redaktion) am  5. Oktober 2007

Die Viennale, das größte Filmfestival Österreichs, findet dieses Jahr bereits zum 45. Mal statt. Von 19. bis 31. Oktober werden in den Festivalkinos der Wiener Innenstadt in zwölf Tagen über 300 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt. Die Specials der heurigen Viennale sind starken Frauen gewidmet: der Schauspielerin Jane Fonda und den Filmemacherinnen Pascale Ferran, Nina Menkes und Stephanie Rothman. Als Ehrengast wird Jane Fonda an der Viennale-Eröffnung teilnehmen.

"Die Programmauswahl der Viennale folgt keinen festgelegten Vorstellungen oder Ideen von Kino. Ihr Ausgangspunkt ist der einzelne Film, die jeweilige filmische Arbeit und die mit ihr verbundene mögliche Entdeckung", so Festivalleiter Hans Hurch über die Ausrichtung des Festivals.

Wie im vergangenen Jahr findet die Viennale auch 2007 wieder in den bewährten Innenstadtkinos Gartenbaukino, Metrokino, Stadtkino, Urania und Künstlerhauskino statt. Spielort der gemeinsam mit dem Österreichischen Filmmuseum realisierten Retrospektive ist das Filmmuseum in der Wiener Albertina. Treffpunkt und Veranstaltungsort während der Festivaltage ist die Viennale-Zentrale im Dachgeschoss der Urania. Neben Diskussionen, Vorträgen, Lesungen und Publikumsgesprächen finden sich hier abends auch FilmemacherInnen an den Plattentellern ein.

Die Auswahl an neuen Produktionen des internationalen Kinos umfasst rund 130 aktuelle, abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme, darunter eine Reihe von internationalen Premieren, wie neue Filme von Peter Hutton, Jean-Claude Rousseau, Jem Cohen oder Su Friedrich. Weiters werden Kurz- und Avantgardefilme sowie historische Arbeiten gezeigt.

A Tribute to Jane Fonda


Der "Stargast" des diesjährigen Festivals ist die amerikanische Schauspielikone Jane Fonda. Sie wird an der Festivaleröffnung ? Eröffnungsfilm ist Alan J. Pakulas "Klute" aus dem Jahr 1971 ? am 19. Oktober teilnehmen. Unter den Filmen, die im Zuge des Tributes an Jane Fonda gezeigt werden, finden sich "Barbarella" (USA 1968), "Coming Home" (USA 1978) oder "Tout va bien" (I/F 1972).

Frauen hinter der Kamera


Die Specials der Viennale 2007 sind dieses Mal drei außergewöhnlichen Filmemacherinnen gewidmet: Pascale Ferran, Stephanie Rothman und Nina Menkes. Alle drei Künstlerinnen sind während des Festivals anwesend.

Bis dato besteht die Filmografie der französischen Regisseurin Pascale Ferran aus nur drei Langfilmen und einigen kürzeren Arbeiten. Dennoch wird sie schon jetzt ? gerade nach dem Erfolg ihrer letzten Arbeit "Lady Chatterley" ? als Star des französischen Films gefeiert. Auf der Viennale kann man sich davon überzeugen.

Bereits der Debütfilm der damals jungen Regisseurin Stephanie Rothman, "The Student Nurses" (USA 1970), war ob seiner ironisch-kritischen Herangehensweise an "Sex, Gewalt und nackter Haut" ein großer Erfolg. Die Viennale zeigt eine Auswahl an mittlerweile zu Kult-Klassikern avancierten B-Movies, darunter "The Velvet Vampire" (1971), "Group Marriage" (1973), "Terminal Island" (1973) oder "The Working Girls" (1974).

Sieben Filme hat Nina Menkes in den letzten 25 Jahren gedreht und fast alle wurden mit Preisen und Auszeichnungen gewürdigt. Die Viennale zeigt sechs ihrer Werke, in denen zugleich starke und verletzliche Frauenfiguren im Mittelpunkt stehen, darunter "A Soft Warrior" (USA 1981) oder "Massaker" (D/CH/Libanon/F 2004).

Proletarisches Kino


Eine Filmschau des Filmarchivs Austria zeigt Originale zur linken Filmkultur der Ersten Republik und präsentiert Dokumente des Kampfes, des Auf- und gesellschaftlichen Umbaus sowie sozialistischer Feiern und linker Festkultur. Zudem sind dem Arbeiterfilmer Frank Rossak drei Programme gewidmet.

Über Termiten und das Genre essayistisches Kino


In Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum zeigt die Viennale die von Jean-Pierre Godin kuratierte Filmschau zu Beispielen eines essayistischen Kinos. Die Retrospektive "Der Weg der Termiten" erzählt dabei eine fast hundertjährige Kinogeschichte: Werke von 1909 bis 2004 stehen am Programm. (td)

Viennale 2007
19. bis 31. Oktober

Aktion für Erstsemestrige - Kulturreferat ÖH
Alle Erstsemestrigen erhalten mit ihrem neuen Studierendenausweis ermäßigte Tickets für die Viennale 2007 an den Vorverkaufsstellen: Einzelticket: 6,90 Euro, ab 10 Tickets 6,30 Euro, ab 20 Tickets 5,30 Euro.

<< zurück zur Übersicht
 
Impressum Druckversion
Universitat Wien | Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0