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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
Vier von neun Hertha-Firnberg-Stellen an Forscherinnen der Uni Wien
Personalia, Auszeichnungen, Hertha-Firnberg-Programm
Redaktion am 25. Juli 2006

Fast die Hälfte der Hertha-Firnberg-Stellen, die nach einem hoch kompetitiven Verfahren vergeben werden, gehen an junge Forscherinnen der Universität Wien. Die ausgezeichneten Nachwuchswissenschafterinnen erhalten damit eine realistische Chance, ihre universitäre Karriere entscheidend voranzutreiben.

Die vier Hertha-Firnberg-Stipendiatinnen der Universität Wien sind: Ulrike Exner
Institut für Geologische Wissenschaften
Thema: 3D strukturelle und mechanische Modellierung von Störungsgeometrien
Fachbereiche: Computerunterstützte Simulation, Tektonik, Geodynamik Gerlinde Habler
Institut für Geologische Wissenschaften
Thema: Metamorphose und Tektonik in Hangenden einer Extrusionszone
Fachbereiche: Petrologie, Geologie, Tektonik, Geochemie Brigitte Poppenberger
Department für Pflanzenmolekularbiologie, Max F. Perutz-Laboratorien
Thema: Die Regulation der Brassinosteroid-Biosynthese in Pflanzen
Fachbereiche: Molekularbiologie, Genetik, Biochemie, Pflanzenphysiologie Irene Reichl
Institut für Sportwissenschaften
Thema: Bewegungsanalyse: Genauigkeit der Gelenkszentrenbestimmung
Fachbereich: Biomechanik

Die weiteren fünf Firnberg-Stipendiatinnen sind:
Annett Bartsch ("Auswirkung des Klimawandels in Permafrostgebieten"/TU Wien), Andrea Fischer ("Entwicklung eines integralen Gletschermonitoringsystems"/Universität Innsbruck), Claudia Garetto ("Funktionalanalysis-Methoden für verallgemeinerte Operatoren"/Universität Innsbruck), Katrin Ramsauer ("Zecken-übertragene Flaviviren und Typ 1 Interferone"/Medizinische Universität Wien) und Sabine Rosner ("Analyse Akustischer Signale von austrocknendem Holz"/Universität für Bodenkultur) 

Neues Karriereentwicklungsprogramm 
Das Karriereentwicklungsprogramm für junge Wissenschafterinnen wurde 2006 neu abgestimmt. Durch die Kombination des Hertha-Firnberg-Programms für Nachwuchswissenschafterinnen mit dem Elise-Richter-Programm für fortgeschrittene Postdocs können insgesamt sechs Jahre Förderung in Anspruch genommen werden. Dadurch erhofft man sich eine positive Auswirkung auf die nach wie vor viel zu geringe Anzahl von Professorinnen an den österreichischen Universitäten.

2006: Naturwissenschaft und Technik

Erstmalig stellten die Wissenschafterinnen aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik die Mehrheit der bewilligten Stellen, dieses Faktum spiegelt sich auch bei den Stelleninhaberinnen der Universität Wien wider (zwei Geologische Wissenschaften, eine Stelle im Fach Pflanzenmolekularbiologie, eine aus dem Bereich Biomechanik). Seit Bestehen der 1998 eingeführten Stipendien wurden damit insgesamt 38 Stellen im Bereich Biologie und Medizin gefördert, 34 in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie 22 in den Naturwissenschaften bzw. der Technik. 

Neu: 2 Ausschreibungen pro Jahr

Ein weiteres erfreuliches Signal: Der Altersdurchschnitt der Antragstellerinnen sank von rund 36 Jahren in den letzten beiden Jahren auf knapp über 30 Jahre und liegt damit deutlich unter der Altersgrenze von 40 Jahren.
Die feierliche Verleihung der Stellen sowie die nächste öffentliche Ausschreibung werden im Herbst 2006 stattfinden. Ab nun finden zwei Ausschreibungen pro Jahr sowie zwei Vergabesitzungen statt. Die Auswahl der Bewerberinnen für Hertha-Firnberg-Stellen erfolgt durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) im Auftrag des Bildungsministeriums. (vs/red)

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