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Die Vielfältigkeit Osteuropas, das von der Adria bis an den Ural und von der Ostsee bis zur Ägäis reicht, wird deutlich wenn...


...Oliver Schmitt, Sprecher des "Wiener Osteuropaforums" an der Universität Wien,...


...Dieter Segert, stellvertretender Vorstand des Instituts für Politikwissenschaft und stellvertretender Sprecher des "Wiener Osteuropaforums"...


sowie Vedran Dzihic...


...und Tatiana Zhurzhenko vom Institut für Politikwissenschaft über Themen sprechen, die den osteuropäischen Raum betreffen.



Dossier Osteuropa 1989-2009
Institut für Politikwissenschaft der Fakultät für Sozialwissenschaften Institut für Osteuropäische Geschichte Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät "Wiener Osteuropaforum" an der Universität Wien  
Osteuropa-Dossier: "Von Sibirien nach Griechenland"
Osteuropa 1989-2009, Forschung
Redaktion am 20. Juli 2009

Vor 20 Jahren stand Österreich noch "mit dem Rücken zum Eisernen Vorhang", heute befindet es sich in der Mitte Europas. Aber nicht nur für Österreich hat sich seit damals viel verändert. Das Gesicht Europas ist heute ein anderes: Osteuropa ist wieder greifbar geworden. Dieses 20-jährige Jubiläum nimmt "dieUniversität-online" zum Anlass, Gesellschaft, Geschichte und Politik verschiedener Länder des osteuropäischen Raums näher zu beleuchten: Im Rahmen eines Dossiers werden Forschung und Lehre zum Thema Osteuropa an der Universität Wien vorgestellt.

In der kommenden Woche dominieren in "dieUniversität-online" Themen mit Osteuropabezug, wobei verschiedene Aspekte Eingang finden werden: von den Ereignissen, die zum Mauerfall und dem anschließenden Einigungsprozess Deutschlands geführt haben, bis hin zur aktuellen politischen Situation in den osteuropäischen Ländern.

Dabei beantworten Osteuropa-ExpertInnen der Universität Wien sowohl Fragen zu den rechtsextremen Bewegungen in Ungarn als auch zur neuen russischen Geschichtspolitik. In weiteren Beiträgen werden die vor kurzem ins Leben gerufene Forschungsplattform "Wiener Osteuropaforum" sowie verschiedene Forschungsschwerpunkte und -projekte zu Osteuropa an den verschiedenen Instituten vorgestellt.

Als Vorgeschmack hier eine kleine Auswahl an Zitaten der InterviewpartnerInnen von "dieUniversität-online":

"Osteuropa ist jener Teil von Europa, der durch den Kalten Krieg einfach aus dem Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsspektrum vieler Mittel- und Westeuropäer verschwunden ist." (Univ.-Prof. Dr. Oliver Schmitt, Institut für Osteuropäische Geschichte, Sprecher des Wiener Osteuropaforums)

"Die Haltung der aktuellen österreichischen Politik, ausländische ArbeitnehmerInnen aus den neuen EU-Ländern draußen zu halten, läuft an der Realität vorbei." (Univ.-Prof. Dr. Dieter Segert, Vorstand des Instituts für Politikwissenschaft)

"Der Prozess der Europäisierung verläuft in den Ländern Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina nicht linear. Durch die Kriegserfahrungen und Neuverhandlungen der Nationalfrage findet er unter einem anderen Paradigma statt - und ist schwieriger."
(Mag. Vedran Dzihic, Institut für Politikwissenschaft)

"Dieser Raum ist riesengroß. Wir reden von einem Raum, der sich von Sibirien bis nach Griechenland erstreckt. Es ist schwierig Gemeinsamkeiten der osteuropäischen Länder herauszudestillieren, denn hier handelt es sich um einen Raum der Vielfältigkeit. Das macht die wissenschaftliche Beschäftigung sehr spannend." (Univ.-Prof. Dr. Oliver Schmitt, Institut für Osteuropäische Geschichte, Sprecher des Wiener Osteuropaforums)

"Für den demokratischen Übergang der osteuropäischen Länder war die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit sehr wichtig."
(Dr. Tatiana Zhurzhenko, Institut für Politikwissenschaft)

"Das Osteuropaforum ist eine schöne Initiative und ich bin froh, dass wir das geschafft haben. Ich hoffe, dass sich dadurch in den nächsten drei Jahren produktive Formen der Zusammenarbeit über Fakultätsgrenzen hinweg ergeben."
(Univ.-Prof. Dr. Dieter Segert, Vorstand des Instituts für Politikwissenschaft)


Im Rahmen des Osteuropa-Dossiers erscheinen in dieser Woche täglich Beiträge zum Thema. Den Auftakt bildet ein zweiteiliges Interview mit dem Politologen Dieter Segert:
1989-2009 - "Keine Demokratie ohne stabilen Staat" (I)

1989-2009 - "Transformation durch Integration?" (II)






















               

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