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Nationales Forschungsnetzwerk "Imperium" and "Officium"an der Universität Wien   Institut für Orientalistikder Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät   Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphikder Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät   Artikel: "Erfolgreiche FWF-Einreichungen der Universität Wien 2008"   Artikel "Babylonien im Umbruch" (Forschungsnewsletter Dezember 2007)
Vorstellung des Forschungsnetzwerks "Imperium" and "Officium"
Wissenschaft, Veranstaltungen
Redaktion am 16. November 2009

Vom 19. bis zum 20. November 2009 stellt sich das vom FWF geförderte Nationale Forschungsnetzwerk (NFN) "'Imperium' and 'Officium': Comparative Studies in Acient Bureaucracy and Officialdom" an der Universität Wien einer breiten Öffentlichkeit vor. Die beteiligten Institute - das Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik sowie das Institut für Orientalistik - nutzen die Gelegenheit, um die sechs laufenden Projekte des Netzwerks zu präsentieren. Letztere befassen sich mit der Verwaltungsgeschichte und den "bürokratischen Mentalitäten" der Antike.

Woran denken Sie als Erstes, wenn Sie einen Behördengang zu erledigen haben? Denken Sie vielleicht an träge, kaffeetrinkende oder gar unfreundliche BeamtInnen? Viele Menschen haben ein - teils auf wahren Begebenheiten beruhendes, teils überzeichnetes - Bild vom "typischen Beamten" bzw. der "typischen Beamtin". Doch woher kommt dieses Stereotyp, und seit wann gibt es das Beamtentum überhaupt? Mit der Bürokratie der Antike - dem Ursprung des Beamtenwesens - beschäftigt sich das vom FWF unterstützte Nationale Forschungsnetzwerk (NFN) "'Imperium' and 'Officium': Comparative Studies in Acient Bureaucracy and Officialdom", das von Michael Jursa vom Institut für Orientalistik geleitet wird.

Am Freitag, 19. und Samstag, 20. November 2009 haben Interessierte nun die Möglichkeit, sich über die Forschungsarbeit im Rahmen des Netzwerks zu informieren: Das Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik und das Institut für Orientalistik stellen bei einem "Milestone Meeting" das Netzwerk und die darin enthaltenen sechs Forschungsprojekte näher vor. Den eröffnenden Festvortrag mit dem Titel "The Study of Empires: comparative approaches" hält die bekannte Historikerin und Spezialistin für den Nahen Osten, Amélie Kuhrt vom University College London (UCL). Einleitende Worte sprechen Franz Römer, Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, und Michael Viktor Schwarz, Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät.

Bürokratische Mentalitäten näher beleuchten

Die Vorträge kommen von den LeiterInnen der sechs Einzelprojekte im Rahmen des Netzwerks; die Themenpalette reicht von der Beschäftigung mit dem institutionellen Haushalt im ersten Jahrtausend vor Christi über die Auseinandersetzung mit dem Verwaltungs- und Polizeisystem des spätantiken Ägyptens bis hin zur Frage, wie sich der Kontakt mit der römischen Kultur auf die griechische Staaten ausgewirkt hat. Die Vortragenden sind Heather Baker, Micheal Jursa und Stephan Procházka vom Institut für Orientalistik sowie Bernhard Palme, Hans Taeuber und Seven Tost vom Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik.

Gemeinsames Ziel der Projekte und somit auch des Netzwerks insgesamt ist es, über die eigentliche verwaltungsgeschichtliche Perspektive hinauszugehen und auch die damals vorherrschenden bürokratischen Mentalitäten näher zu beleuchten. Im geographisch-historischen Blickwinkel der Untersuchungen stehen dabei die Imperien des neuassyrischen und neubabylonischen Reichs, das persische Achämidenreich, das Imperium Romanum (Ägypten und Kleinasien) und das entstehende islamische Großreich (Ägypten). (pp)

"Milestone Meeting" des Nationalen Forschungsnetzwerks (NFN) "'Imperium' and 'Officium': Comparative Studies in Ancient Bureaucracy and Officialdom"

Donnerstag, 19. November 2009, um 17 Uhr

Kleiner Festsaal der Universität Wien
Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien

Freitag, 20 November 2009, 9.30-15.15 Uhr
Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 1, 1010 Wien

Programm  

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