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Das International Young Physicists' Tournament wird nach 1999 bereits zum zweiten Mal in Wien ausgetragen.


Das Team des Gymnasiums Seebachergasse Graz bei der intensiven Vorbereitung vor dem Finale des Austrian Young Physicists' Tournaments (AYPT) 2010, der nationalen Vorausscheidung zum IYPT.


Physik-Fight in der Aula der Montanuniversität Leoben.


IYPT-Generalsekretär Martin Plesch und seine Jury-Kollegen bei der Arbeit. (Fotos: Peter Schatz)


IYPT 2010 Offizielle internationale IYPT-Homepage Fakultät für Physikder Universität Wien Technische Universität Wien  
Weltmeisterschaft der JungphysikerInnen
Veranstaltungen
Markus Steiner (Redaktion) am  6. Juli 2010

Ab Freitag, 9. Juli 2010, steht Wien eine Woche lang ganz im Zeichen des naturwissenschaftlichen Wettstreits: Beim 23. International Young Physicists' Tournament (IYPT) treten rund 300 TeilnehmerInnen aus insgesamt 25 verschiedenen Ländern der Welt gegeneinander an. Tatkräftig unterstützt wird der "Physics World Cup", bei dem österreichische SchülerInnen zuletzt große Erfolge feierten, von der Fakultät für Physik. Austragungsort und Mitveranstalter des diesjährigen Wettbewerbs ist die Technische Universität Wien.

"Die Weltmeisterschaft der Physik ist neben der Physikolympiade der weltweit größte internationale Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik ", erklärt Brigitte Pagana-Hammer von der Fakultät für Physik, die vom Internationalen Komitee beauftragte Organisatorin des International Young Physicists' Tournament (IYPT) 2010. Dass das Turnier heuer in Österreich stattfindet, sei eine wichtige Motivation für die naturwissenschaftlich begabte Jugend im Land sowie ein wertvoller Beitrag zur Förderung des öffentlichen Interesses an Wissenschaft und Forschung.

Brückenschlag zwischen Universität, Schule und Wirtschaft

Die Grundidee des IYPT, junge Leute durch aktive Befassung für Physik zu begeistern, ermöglicht es auch, den Wettbewerb als Plattform für den Kontakt zwischen universitärer Forschung und schulischer Lehre zu nutzen. In diesem Zusammenhang geht es den VeranstalterInnen vor allem um die Förderung junger Nachwuchstalente. "Die Universität Wien setzt an der Schnittstelle Universität-Schule eine Reihe von Aktivitäten, die das Interesse an Naturwissenschaften und die Begeisterung für Physik fördern", betont Viktor Gröger, Sprecher der Arbeitsgruppe Didaktik der Physik und eLearning an der Fakultät für Physik, der auf dem Event auch als Jury-Mitglied fungiert. Die IYPT-Idee werde von der Fakultät bereits seit vielen Jahren sowohl personell als auch materiell und ideell unterstützt.

"Der Wettbewerb ist auch ein ausgezeichnetes Karrieresprungbrett und ein Brückenschlag zur Wirtschaft", ergänzt Katharina Wittmann, Studentin an der Fakultät für Physik, die bereits mit 16 Jahren das erste Mal bei einem IYPT-Event teilgenommen hat. Aufgrund des generell sehr hohen Niveaus des Turniers und der Tatsache, dass es in englischer Sprache abgehalten wird, seien erfolgreiche TeilnehmerInnen bei Wirtschaftsunternehmen besonders heiß begehrt.

Österreich an der Physik-Weltspitze


Mitverantwortlich dafür, dass Österreich die Physik-WM veranstalten darf, ist sicherlich auch das hervorragende Abschneiden der heimischen Teams in den letzten Jahren. Diese konnten 2008 in Kroatien den 4. und 2009 in China sogar den 2. Platz erzielen und somit zu den übermächtigen "Giganten" aus Asien an der Weltspitze aufschließen. "Das hochprofessionelle Coaching der asiatischen Teams macht es dem Rest der Welt schwer, Spitzenplätze zu besetzen. Österreichische PhysikschülerInnen können dennoch ganz vorne mitmischen", so Pagana-Hammer.

Spannende "Physics Fights" …

Das IYPT ist ein Mannschaftswettbewerb, bei dem junge NachwuchsphysikerInnen im Alter von 15 bis 19 Jahren kleine Forschungsprojekte vorstellen, zu denen es teilweise noch keine Ergebnisse gibt. Die von einem internationalen ExpertInnenkomitee ausgewählten Projekte wurden von den Teams, die jeweils aus fünf SchülerInnen und zwei BetreuerInnen bestehen, während des Jahres bearbeitet. Beim Wettbewerb selbst werden die Ergebnisse dann vor einer hochqualifizierten Jury im sogenannten "Physics Fight" präsentiert und argumentiert.

Neben der Ausarbeitung einer Lösung sind dabei auch Management, Strategie, Teamwork, Rhetorik und Präsentationstechnik gefragt. "Aufgrund dieser Kriterien stellt das IYPT eine innovative Form der Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses dar, die sich an der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Praxis orientiert und zudem ein Netzwerk internationaler ForscherInnen der Zukunft schafft. Die Veranstaltung wird zur Plattform für den transnationalen Wissenstransfer", erläutern Viktor Gröger und Brigitte Pagana-Hammer.

… und buntes Rahmenprogramm

Unterstützt von multinationalen Unternehmen, Ministerien und Forschungsförderungseinrichtungen findet der IYPT-Bewerb unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer statt. Neben den spannenden wissenschaftlichen "Fights", die für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind, wird es ein ausgedehntes Rahmenprogramm mit einer Reihe von offiziellen Veranstaltungen und Exkursionen geben: Geplant sind etwa ein Ausflug zum Stift Melk und zur Schallaburg sowie ein Besuch des Wiener Praters.

Ein weiteres besonderes Event ist der ebenfalls öffentlich zugänglichen "Afternoon in Science" am Dienstag, 13. Juli 2010 im Freihaus der TU, bei dem aktuelle österreichische Forschung und Spitzenleistungen in der Robotik vorgestellt werden. Den krönenden Abschluss des Tags stellt der Vortrag von Christian Fabjan, Direktor des Instituts für Hochenergiephysik und langjähriger leitender Mitarbeiter am CERN, zum Thema "The Next 10 Years in Particle Physics" dar. (ms)

23. International Young Physicists' Tournament (IYPT)

Freitag, 9. bis Freitag, 16. Juli 2010
Technische Universität Wien
Nähere Informationen
Programm (PDF)

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