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WWTF: "Den Forschungstandort Wien stärken" |
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| Daniela Schuster (Redaktion) am 28. Februar 2003 |
Die Exzellenz am Forschungstandort Wien zu stärken, ist erklärtes Ziel des neu eingerichteten Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF). Die Universitaet.at stellt die privat-gemeinnützig organisierte Fördereinrichtung vor. |
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Wien als "Hauptstadt des Wissens" positioniert. Hier werden beinahe 50 Prozent der FTE-Ausgaben des Landes getätigt, die Universitäten sind stark, die Auslandsfinanzierung hoch. Wien kann als Wissenschaftsstandort auf europäischem Level mithalten. Das Potenzial ist aber noch nicht ausgeschöpft. "Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds möchte Wien als "Stadt der Wissenschaft und Innovation" deutlicher positionieren", erklärt Dr. Michael Stampfer, Geschäftsführer des neu eingerichteten Fonds. "Dies soll durch die Stärkung bereits vorhandener Stärken der Wissenschaft und Forschung geschehen, wie zum Beispiel im Bereich der Life Sciences. Im Zentrum der Strategie steht dabei der Anspruch "herausragende Kompetenzen in der Grundlagenforschung dort zu schärfen, wo sie sich in sichtbarer Größenordnung organisieren, mit einer mittelfristigen Aussicht auf Anwendung verknüpft sind, und damit die Bereicherung des Innovationspotenzials in der Region Wien versprechen". Mittel und Ziele Der WWTF sieht sich angesichts der starken Unterstützung der über 200 forschenden Wiener Unternehmen durch WWFF, FFF und andere Instrumente nicht als weiterer Unternehmensförderer. Als "Nischenanbieter" lautet die Förderungsstrategie des WWTF: "Qualitätssignale senden und verstärken". Der Fonds will dazu beitragen, größere und stärkere Forschergruppen zu schaffen und den betreibenden Einrichtungen Anreize zu mehr Exzellenz und besseren Strategie- und Organisationskapazitäten zu geben. Zur Erreichung dieses Zieles steht dem WWTF ein durchschnittliches Jahresbudget von sieben Millionen Euro zur Verfügung. Der WWTF wurde Ende 2001 durch die "Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten" gemeinsam mit Dr. Michael Häupl und DDr. Bernhard Görg ins Leben gerufen. Dem Fonds wurden dabei zwei Drittel der jährlichen Überschüsse der Privatstiftung gewidmet. Diese Mittel setzt der WWTF nach einem selektiven und strengen Qualitätsansprüchen verpflichteten Vergabeverfahren in exzellente Projekte von sichtbarer Größenordnung ein. Bei der Projektauswahl wird darauf geachtet, wie weit die Vorhaben für den Forschungsstandort Wien relevante Beiträge leisten können. Selektive Projektförderung und Stiftungsprofessuren Der Wiener Forscherszene werden spezifische Förderinstrumente angeboten, jeweils im Rahmen von zeitlich begrenzten Schwerpunkten, die themenspezifisch abgegrenzt (z.B. "Life Science") oder durch eine spezifische Querschnittsfrage charakterisiert sind. Folgende Instrumente werden vor allem zum Einsatz kommen: größere wissenschaftliche Projekte mit Verwertungsperspektiven und voraussichtlich Stiftungsprofessuren. Mit den Projekten sind solche in der Grundlagenforschung gemeint, die eine mittelfristige wirtschaftliche oder gesellschaftliche Verwertungsperspektive haben. Die Förderung umfasst Personal-, Investitions-, Vernetzungs- und Managementkosten in einer Projektlaufzeit von zwei bis vier Jahren. Die Mindestprojektsumme liegt bei 200.000 Euro, die WWTF Förderung kann bis zu einer Million Euro betragen.
Förderungswerber können universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sein, ebenso wie ForscherInnen als Einzelpersonen oder in Gruppen. Unternehmen können nur soweit an Vorhaben beteiligt sein, als sie als Teilnehmer eines grundlagenorientierten Konsortiums aus Förderwerbern auftreten können. Förderungswürdige Projekte werden im Rahmen von Ausschreibungen (Calls) ermittelt. Der erste Call wird zum Thema Life Sciences Mitte März eröffnet. DieUniversitaet.at wird noch berichten. Detaillierte Informationen zur Strategie des WWTF, zu Richtlinien und Ausschreibungen finden Sie auf www.wwtf.at. |
