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WWTF fördert Projekt am Institut für Musikwissenschaft
Auszeichnungen
Daniela Schuster am  5. Mai 2004

Der Vorstand des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) hat über die Projektanträge des SciENCE for creative industries Call entschieden. Zehn Projekte werden mit insgesamt 3 Millionen Euro gefördert. Darunter auch eines am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien.

Ziel des Projekts am Institut für Musikwissenschaft ist der Aufbau eines universell einsetzbaren Content Management Systems für (musik)wissenschaftliche Themen mit individuell konfigurierbaren Ein- und Ausgabeschnittstellen sowie mit einem angeschlossenen, teilweise passwortgeschützten Kommunikations- und Filesharing-Bereich für WissenschafterInnen, außeruniversitäre ExpertInnenen (Musikverlage, Archive, Museen, Labels usw.) und Musikinteressierte. "Sollte uns die Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren gelingen, sehe ich hier eine große Chance und einen Prestigegewinn für das Institut. Wir könnten uns endgültig von dem Image einer ,dahin träumenden Kunstwissenschaft‘ lösen", erklärt o. Univ. Prof. Dr. Gernot Gruber, Vorstand des Instituts. Content Management System für Musikinstitutionen Erste Inhalte werden bereitgestellt vom Schubert Archiv Wien, vom Technischen Museum, vom Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien, vom Internet-Radio Emap.fm sowie vom Wiener Phonogramm-Archiv. "Die Auswahl dieser Teilnehmer garantiert, dass nahezu alle möglichen Inhalte in dem Content Management System für (musik)wissenschaftliche Themen berücksichtigt werden: Autographe von Briefen und Noten, Musikinstrumente in Bild-, Klang- und Videobeispielen, inklusive der Möglichkeit, virtuelle Instrumente interaktiv zu spielen, Digitalisierung, Netzaufbereitung und Scriptsteuerung der verschiedensten Klang- und Videomedien sowie neuartige Suchmöglichkeiten über Landkarten, z.B. bei musikethnologischem Material, und Zeitstrahlen, etwa bei musikhistorischem Material", so Gruber. 50 Projekte eingereicht Im Zentrum des zweiten WWTF-Calls stand die Förderung von mehrjährigen Projekten, die die Stärkung Wiens als Standort für "Creative Industries" als thematischen Fokus aufweisen. Nun hat der Vorstand des WWTF über die Förderanträge entschieden. Neben dem Projekt des Instituts für Musikwissenschaft werden noch neun weitere Projekte mit insgesamt 3 Millionen Euro gefördert. Zur Förderung wurden beim WWTF 50 Projekte eingereicht, 44 Anträgen überstanden die Formalprüfung positiv. Aus ihnen wählte eine internationale und interdisziplinär besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Haim Harari (ehem. Präsident des Weizmann-Instituts, Israel) zehn Projekte aus. Neben dem Projekt von Musikwissenschafter Gruber umfassen diese Fördersieger Forschungsvorhaben zum Bereich Visualisierungen ebenso wie zu den Feldern Mode und Musik, sozioökonomische Arbeiten oder den Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz. Kriterien für die Förderauswahl "Die eingereichten Projekte wurden danach bewertet, ob sie das wissenschaftliche Fundament für Creative Industries verbreitern und mit einer mittelfristigen Nutzen- und Verwertungsperspektive zu einer Stärkung dieser in der Bundeshauptstadt beitragen", erklärt Dr. Michael Stampfer, Geschäftsführer des WWTF. Im Rahmen seiner Richtlinien fördert der WWTF grundlagenorientierte, vorzugsweise kooperative Forschungsprojekte. Im Vordergrund stehen vor allem disziplinübergreifende Kooperationen sowie zukunftsgerichtetes Arbeiten, das durch die Ausrichtung auf Creative Industries traditionelle Forschungslinien verlässt bzw. in neue Zusammenhänge stellt. "Als besonders interessant anzusehen ist dabei die Verschränkung von geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschung mit technischer oder naturwissenschaftlicher Forschung", so der Geschäftsführer des WWTF. Wien als Wissensstadt "Mit dem Schwerpunkt SciENCE for creative industries will der Fonds als Wissenschaftsförderer einen Beitrag dazu leisten, die Bundeshauptstadt als Standort für Creative Industries sichtbarer zu machen. Für Wien - mit seiner internationalen Reputation als Kulturmetropole - stellen Creative Industries über ihre heutige Bedeutung hinaus ein wichtiges Zukunftspotenzial dar", betont Stampfer. Schon heute arbeiten 14 % aller Wiener Beschäftigten im Bereich der Creative Industries. Seit einiger Zeit sind starke Aktivitäten des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds für die Wiener Unternehmen im Laufen. Im Sinn einer langfristigen Absicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Wiens als "Wissensstadt" und "Zukunftsstadt" leistet auch der WWTF hier einen spezifischen Beitrag. (dan) Institut für Musikwissenschaft Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds WWTF

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