Der WWTF fördert die Mathematik in Wien mit zwei Stiftungsprofessuren. WissenschafterInnen der Universität Wien haben sich sehr erfolgreich am WWTF-Call "Mathematik und ..." beteiligt. Die beiden Stiftungsprofessuren "Mathematik und Wirtschafswissenschaften" und "Mathematik und Biowissenschaften" werden mit insgesamt 3 Millionen Euro gefördert und wesentlich von der Universität Wien getragen. Der Forschungsstandort Wien wird ab Mitte 2007 mit zwei Spitzenwissenschaftern, Damir Filipovic und Joachim Hermisson, verstärkt. |
Ziel der Ausschreibung war es, Problemstellungen aus anderen Forschungsbereichen mithilfe mathematischer Modellierung zu beantworten. Konkret sollen die mathematischen Grundlagen in den Biowissenschaften und Wirtschaftswissenschaften gestärkt werden, so der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF). Insgesamt hatten sich vier Teams von Wiener Universitäten um die Stiftungsprofessuren beworben.
Mitte nächsten Jahres werden die beiden Mathematiker, die die Stiftungsprofessur erhalten, nach Wien übersiedeln. Es sind dies der Schweizer Finanz- und Versicherungsmathematiker Damir Filipovic und der Deutsche Joachim Hermisson (mathematischer Biologe), die beide derzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München tätig sind. Filipovic wird in das neu zu schaffende "Vienna Institute of Finance" übersiedeln. Hermisson wird an den Max F. Perutz Laboratories im Bereich der mathematischen Populationsgenetik forschen.
Uni Wien kooperiert mit WU, IHS, MFPL und VUW
Die Universität Wien hat in den letzen Jahren in den Bereichen Mathematik und Wirtschaftswissenschaften bzw. Biowissenschaften ihre Kompetenzen verstärkt und die Kooperation mit anderen Wiener Universitäten ausgebaut. Im Bereich "Mathematik und Wirtschaftswissenschaften" arbeitet die Universität Wien durch die Gründung des Vienna Institute of Finance mit der Wirtschaftsuniversität Wien und dem Institut für Höhere Studien zusammen. Im Bereich "Mathematik und Biowissenschaften" unterstützen die gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien gegründeten Max F. Perutz Laboratories die Zusammenarbeit. An der Stiftungsprofessur "Mathematik und Biowissenschaften" ist weiters noch die Veterinärmedizinische Universität Wien beteiligt.
Mathematik und Biowissenschaften
"Die erreichte Bündelung der Kräfte wird durch die Einrichtung der WWTF-Professur für Mathematik und Biowissenschaften weiter forciert. Nunmehr ist auch die Fakultät für Mathematik der Universität Wien, mit ihrer traditionell starken Biomathematik, in den Forschungscluster integriert. Wir erwarten hiervon neue und kreative Impulse für die (molekular)biologische Forschung", freut sich Prof. Arndt von Haeseler, Max F. Perutz Laboratories, der die Einreichung des Antrags "Mathematik und Biowissenschaften" koordinierte.
Mathematik und Finanzwirtschaft
"Mit der Zuerkennung der WWTF-Professur Mathematik und Finanzwirtschaft an das Vienna Institute of Finance wird es uns möglich sein, die internationale Sichtbarkeit der finanzwirtschaftlichen Forschung in Wien weiter zu erhöhen und die Kooperation mit unseren Partnern außerhalb der Universität Wien zu verstärken. Die Besetzung der Professur mit einem Finanzmathematiker wird einen weiteren wichtigen Beitrag zur Etablierung Wiens als internationalen Finanzplatz leisten", so der Finanzwirtschafter Prof. Engelbert Dockner, der den Antrag seitens der Universität Wien koordinierte. Insgesamt vergibt der WWTF im Rahmen seiner Ausschreibungen jährlich 7 bis 9 Mio. Euro an Förderungen. (red) |