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Die Frauenförderprogramme "Hertha Firnberg" und "Elise Richter" des FWF unterstützen Wissenschafterinnen bei der Karriereentwicklung.


FWF Der Wissenschaftsfonds Dossier Hertha-Firnberg-Programm Dossier Elise-Richter-Programm Neue Elise-Richter-Stelle an der Universität Wien (Juni 2009)        
3 neue Hertha-Firnberg- und 6 Elise-Richter-Stipendien für die Universität Wien
Hertha-Firnberg-Programm, Elise-Richter-Programm, Forschung
Bernadette Ralser (Redaktion) am 11. Dezember 2009

Anfang Dezember 2009 traf sich das FWF-Kuratorium zur zweiten Vergaberunde der Hertha-Firnberg- und Elise-Richter-Stipendien 2009. Die Universität Wien war dieses Mal besonders erfolgreich: Sechs hochkarätige Forschungsprojekte können im Elise-Richter-Programm realisiert werden; drei exzellente Nachwuchswissenschafterinnen erhielten das begehrte Hertha-Firnberg-Stipendium. Insgesamt wurden zehn Richter- und sieben Firnberg-Projekte bewilligt.

Zweimal jährlich - im Juni und im Dezember - entscheidet das dreißigköpfige FWF-Kuratorium, das u.a. aus FachreferentInnen der Gebiete Biologie und Medizin, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Naturwissenschaften und Technik besteht, über die Vergabe der Frauenförderprogramme "Hertha Firnberg" und "Elise Richter". Von den zahlreichen Projektanträgen aus Forschungsstätten in ganz Österreich, die in diesem Rahmen beim FWF eingelangt sind, wurden zwölf bereits im Juni und nun weitere 17 in der Dezember-Kuratoriumssitzung für förderungswürdig erklärt.

Insgesamt neun Projekte an der Universität Wien

In dieser zweiten Vergaberunde zeigten sich Wissenschafterinnen der Universität Wien besonders erfolgreich: Von den insgesamt 17 bewilligten Projekten sind neun an der Universität Wien angesiedelt.

Hertha-Firnberg-Stipendiatinnen

"Hertha Firnberg" ist ein Postdoc-Programm zur gezielten Karriereförderung von Nachwuchswissenschafterinnen. Mit den Stipendien erhalten exzellente junge Forscherinnen die Möglichkeit, ihr Projekt im Rahmen einer finanzierten Stelle an der jeweiligen Forschungsstätte zu realisieren. Drei Stipendiatinnen werden ihre Firnberg-Stelle an der Universität Wien antreten:

Marie-Therese Wolfram, Institut für Mathematik
Thema: Mean-field games: Numerik und Anwendung

Rita Dornetshuber, Department für Pharmakologie und Toxikologie
Thema: Antikarzinogene Wirkung von Enniatin und Beauvericin

Elisabeth Sonnleitner, Institut für Mikrobiologie und Genetik
Thema: Katabolitrepression in Pseudomonas aeruginosa

Die weiteren vier Hertha-Firnberg-Stipendien erhielten Isabella Derler ("Bestimmende Faktoren und Stoichiometrie der STIM1/Orai Aktivierung", Universität Linz), Katrin Winkel ("Amorphe Eisphasen und ihre Beziehung zu ultraviskosen Flüssigkeiten", Universität Innsbruck), Ingrid Gsandtner ("Gegenseitige Regulation von NPC1 & A2A-Adenosin Rezeptoren", Medizinische Universität Wien) und Svitlana Demyanets ("Interleukin-33/ST2 in kardiovaskulärer Pathophysiologie", Medizinische Universität Wien).

Elise-Richter-Stipendiatinnen

Mit dem Senior-Postdoc-Programm "Elise Richter" unterstützt der FWF Wissenschafterinnen dabei, sich für die Bewerbung um eine in- oder ausländische Professur zu qualifizieren. Im Dezember wurden zehn Richter-Stipendien vergeben, sechs der Stipendiatinnen werden ihre Projekte an der Universität Wien durchführen:

Jutta Emma Fortin, Institut für Romanistik
Thema: Verschwinden, Fotografie und das Fantomatische

Aglaja Przyborski, Institut für psychologische Grundlagenforschung
Thema: Kommunikation im Medium Bild

Ulrike Exner, Department für Geodynamik und Sedimentologie
Thema: Mechano-chemische Feedback-Prozesse in Deformationsbändern

Marlen Bidwell-Steiner, Institut für Romanistik
Thema: Beharrliche Leiblichkeit

Bettina Bader, Institut für Ägyptologie
Thema: Ausländer in Ägypten, Archäologie und Kulturkontakt

Konstanze Zwintz, Institut für Astronomie
Thema: Der Pulsschlag junger Sterne

Weitere vier Elise-Richter-Stipendien erhielten Annett Bartsch ("Fernerkundung von Bodenfeuchte über Permafrost", Technische Universität Wien), Sabine Rosner ("Analyse akustischer Signale trockengestresster Pflanzen", Universität für Bodenkultur Wien), Tatjana Markovic ("Oper und die Idee der Selbstrepräsentation in Südosteuropa", Universität Graz) sowie Katherine Thompson ("Klassifikation relationaler Strukturen bezüglich Einbettbarkeit", Wien).

Rückblick 2008

Im Jahr zuvor, 2008, hat der FWF insgesamt 13 von 50 eingelangten Hertha-Firnberg-Anträgen und 13 von 31 eingelangten Elise-Richter-Anträgen bewilligt. Das bedeutet eine Bewilligungsrate von 31,7 Prozent für das Hertha-Firnberg- und 37,1 Prozent für das Elise-Richter-Programm. 2008 haben insgesamt vier Wissenschafterinnen der Universität Wien ein Hertha-Firnberg- und fünf ein Elise-Richter-Stipendium erhalten. (br)


Die an der Universität Wien durchgeführten Projekte aus den FWF-Förderprogrammen "Hertha Firnberg" und "Elise Richter" werden laufend  in "dieUniversitaet-online" (Dossier Hertha-Firnberg-Programm bzw. Elise-Richter-Programm) sowie im Forschungsnewsletter der Universität Wien vorgestellt.

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