Anfang Dezember 2007 vergab der Wissenschaftsfonds FWF zehn neue Stipendien zur Unterstützung von bestens qualifizierten Frauen, die eine Universitätslaufbahn anstreben. Sechs Frauen erhalten ein Hertha-Firnberg-Stipendium, vier Forscherinnen bekommen das Elise-Richter-Stipendium. Vier der zehn Wissenschafterinnen werden ihre Projekte an der Universität Wien durchführen. |
Die erste Tranche an Stipendien, die Forscherinnen an österreichischen Universitäten unterstützen sollen, wurde Ende Juni vom FWF vergeben. Die zweite Runde erfolgte in der Kuratoriumssitzung Anfang Dezember. Die Programme "Hertha Firnberg" (für Postdocs) und "Elise Richter" (für Senior-Postdocs) werden vom FWF im Auftrag des Wissenschaftsministeriums abgewickelt.
Sie bieten hervorragend qualifizierten Wissenschafterinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, die Möglichkeit, im Rahmen einer zweistufigen Karriereentwicklung insgesamt sechs Jahre Förderung in Anspruch zu nehmen. Wie in den letzten Jahren waren auch diesmal Wissenschafterinnen der Universität Wien sehr erfolgreich.
Hertha-Firnberg-Programm (Postdocs): 3 an der Universität Wien
Sechs Frauen wurde in dieser Runde ein Hertha-Firnberg-Stipendium zuerkannt, drei von ihnen werden an der Universität Wien forschen:
Claudia Stocsits wird am Institut für Theoretische Chemie das Projekt "Ursprung des Adaptiven Immunsystems" durchführen.
Marie Rodet, Institut für Afrikanistik, forscht zu "Gender, Migration und Sklaverei in Mali/Westafrika, 1890-1920".
Miriam Teschl wird sich am Institut für Volkswirtschaftslehre mit "Identitätsentscheidungen und Wohlfahrt" beschäftigen.
Die anderen drei Stellen gehen an die Universität Innsbruck (Sigrid Neuhauser, Institut für Mikrobiologie), die Veterinärmedizinische Universität Wien (Teresa Valencak, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie) und die Medizinische Universität Wien (Christina Leisser, Universitätsklinik für Frauenheilkunde).
Elise-Richter-Programm (Senior-Postdocs): 1 an der Universität Wien
Das renommierte Elise-Richter-Stipendium, das seit 2006 als Ergänzung zum Hertha-Firnberg-Programm vergeben wird, erhalten diesmal vier WissenschafterInnen, eine von ihnen forscht an der Universität Wien.
Margareth Lanzinger, die derzeit eine Hertha-Firnberg-Stelle am Institut für Geschichte innehat, kann ihre Forschungen zu "Verwandtschaftsehen und katholische Dispenspraxis im 19. Jahrhundert" mit dem Elise-Richter-Programm fortsetzen.
Die anderen drei Elise-Richter-Preisträgerinnen forschen an der Medizinischen Universität Wien (Christine Binder-Fritz, Institut für Geschichte der Medizin) und an der Universität Linz (Elena Resmerita, Institut für Industriemathematik; Elif Arici Bogner, Institut für Organische Solarzellen). (mh)
Die einzelnen Projekte der Hertha-Firnberg-Stipendiatinnen werden regelmäßig in der Online-Universitätszeitung vorgestellt, die Projekte der Elise-Richter-Stipendiatinnen der Universität Wien werden im Forschungsnewsletter präsentiert. |