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Altersstruktur der Universität Wien |
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| JungwissenschafterInnen | |||||||||||||||||||||||||||
| Dieter N. Unrath (Redaktion) am 11. März 2003 | |||||||||||||||||||||||||||
Im Jahr 2000 wurde erstmals eine Studie zur "Altersstruktur des in Forschung und Lehre beschäftigten Personals der Universität Wien" veröffentlicht. Sie wurde von Dr. Martin Fieder, Referent von Vizerektor Johann Jurenitsch, und Dr. Bernard Wallner vom Zentrum für Evaluation und Controlling durchgeführt. Dieses Jahr untersuchten sie die Altersstruktur in den einzelnen Fakultätskollegien. |
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Methode der Studie In der Studie aus dem Jahre 2000 wurden die Personaldaten aller österreichischen Universitäten mit jenen der Universität Wien verglichen. Berücksichtigt wurden Universitätsangehörige, die in einem aktiven Dienstverhältnis zum Bund stehen. Karenzierte Personen, Ersatzkräfte, externe Lehrbeauftragte, über Drittmittel finanziertes Personal und emeritierte ProfessorInnen hingegen nicht. Basis der Analyse bildeten die 190 Institute/klinischen Institute/Einrichtungen gemäß UOG '75. Anhand von Dienst- und Alterskategorien wurden die Ergebnisse dieser Studie dargestellt, wobei folgende Dienstkategorien untersucht wurden: ProfessorInnen, habilitierter und nicht habilitierter Mittelbau. Die Einteilung der Altersklassen erfolgte in fünf Intervallen von zehn Jahren: 21 bis 30 Jahre, 31 bis 40 Jahre, 41 bis 50 Jahre, 51 bis 60 Jahre und von 61 Jahren bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Dienstverhältnis. Ergebnisse Das Hauptergebnis ist, dass die Alterskategorie von 31 bis 40 Jahren sich im wesentlichen aus der Kategorie des nicht habilitierten Mittelbaus zusammensetzt. Vergleicht man konkret die acht Fakultäten der Universität Wien, dann erkennt man, dass sich an der Katholisch-Theologischen, der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik und an der Medizinischen Fakultät ein Großteil der Beschäftigten in der Alterskategorie von 31 bis 40 Jahren befindet. Ähnlich ist auch das Bild an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. An den Fakultäten für Human- und Sozialwissenschaften, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie an der Naturwissenschaftlichen Fakultät schaut das Bild schon ganz anders aus: Die Alterskategorie 51 bis 60 Jahre repräsentiert den Hauptanteil der in Forschung und Lehre Beschäftigten. Das bedeutet, dass die Fakultäten, die neben einer Ausbildung in der Grundlagenforschung eine stark angewandte Komponente vermitteln, also die Medizinische, die Wirtschaftswissenschaftliche sowie die Rechtswissenschaftliche Fakultät, ein wesentlich jüngeres Alter ihrer wissenschaftlichen Bediensteten aufweisen als jene Fakultäten, die überwiegend eine Ausbildung in der Grundlagenforschung vermitteln, wie die Human- und Sozialwissenschaftliche, die Geistes- und Kulturwissenschaftliche und die Naturwissenschaftliche Fakultät. Das Gesamtbild der Altersstruktur an der Universität Wien entspricht aber den gesamt-österreichischen Verhältnissen. "Vergreiste" Fakultätskollegien Die aktuellste Studie, die Untersuchung der Altersstruktur in den Fakultätskollegien, zeigt eines deutlich: In diesen wichtigen Organen haben ältere WissenschafterInnen das Sagen. Bemerkenswert ist auch, dass die Mitglieder des Mittelbaus in den Kollegien ein sehr hohes Alter aufweisen und dass sie an fast allen Fakultäten pragmatisiert sind. Folgende Durchschnittsalter wurde für die einzelnen Fakultätskollegien errechnet:
Zukunftsszenario Die Altersstruktur des wissenschaftlichen Personals ist in Zusammenhang mit der Dynamik der Personalausgaben zu sehen. So kann eine Überalterung zur Folge haben, dass es zu einer ungleichen Verteilung der Ressourcen zu Lasten des wissenschaftlichen Nachwuchses kommt. Innerhalb der nächsten zehn Jahren wird mit einem universitätsweiten Abgang von ca. 630 Personen aus dem wissenschaftlichen Personal gerechnet. Dadurch ergibt sich ein hoher Planungsbedarf im Bereich der Planstellen. (du) Studie "Altersstruktur des in Forschung und Lehre beschäftigten Personals der Universität Wien" von Dr. Martin Fieder und Dr. Bernard Wallner (pdf-Datei) |
