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Österreichische Gesellschaft für Dokumentation und Information
WebDewey
Ausstellung über den "Dewey-Punkt"
Kultur, UB
Tamara Ehs (Redaktion) am 31. Januar 2005

Das Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien zeigt ab 3. Februar 2005 die Wanderausstellung über Melvil Dewey und sein bahnbrechendes System einer bibliothekarischen Universalklassifikation. Dabei wird auch des österreichischen Sprachwissenschafters Eugen Wüster gedacht.

Anlässlich der Fertigstellung der ersten deutschsprachigen Ausgabe der Dewey Decimal Classfication (DDC) im Jahr 2005 ist die Fachbereichsbibliothek des Zentrums für Translationswissenschaft an der Universität Wien Gastgeberin für die Wanderausstellung über Melvil Dewey (1851-1931) und die DDC. Dewey hatte das nach ihm benannte Wissensordnungssystem bereits 1873 kreiert. Seine Dezimalklassifikation ist ein streng hierarchisches System mit dezimaler Gliederungsstruktur, das einen desto höheren Spezialisierungsgrad aufweist, je tiefer die zehn Hauptklassen unterteilt werden. Die DDC steht besonders für bibliothekarische Universalklassifikationen in Gebrauch und wird heute in etwa 130 Ländern als Instrument der inhaltlichen Erschließung von Bibliotheken verwendet. Besonders häufig wird sie zur systematischen Freihandaufstellung eingesetzt. Weltweit gliedern ca. 60 Länder auch ihre Nationalbibliographien nach Deweys System; seit dem Jahr 2001 trifft dies auch auf die "Österreichische Bibliographie" zu. DDC auf Deutsch und im Internet 1876 wurde die erste Druckfassung der DDC publiziert, die seitdem alle sieben Jahre überarbeitet und neu herausgegeben wird. Im Jahr 2005 erscheint die stets aktuelle DDC nun erstmals in deutscher Fassung und als Internet-Version unter dem Namen "WebDewey". Sie unterstützt beim professionellen Klassifizieren die Verwendung der unabdingbaren gedruckten Ausgabe. Bis zur dritten Ebene, also bis zum "Dewey-Punkt", das sind die oberen 1.000 Klassen, ist sie frei zugänglich, darüber hinaus in vollem Umfang über Lizenz nutzbar. Der große Vorteil von Klassifikationen wie dieser ist ihre globale Verwendbarkeit. Über Notationen sind sie in allen Anwenderländern miteinander kompatibel. Besonders in Zeiten unüberschaubar gewordener Informationsdichte und hoher Fremddatennutzungsraten sind stabile Ordnungssysteme wie die DDC unverzichtbar. Eugen Wüster Die Wanderausstellung, die ab 3. Februar 2005 in der FB Translationswissenschaft Halt macht, hat es sich zum Ziel gesetzt, sowohl die Aufmerksamkeit des Fachpublikums als auch die der Allgemeinheit im deutschsprachigen Raum erstmals auf Melvil Dewey und sein System zu lenken. Darüber hinaus ist eine Vitrine der Wiener Ausstellung dem österreichischen Sprachwissenschafter Eugen Wüster (1898-1977) gewidmet. Wüster war ein wichtiger Terminologe und ähnlicher Impulsgeber für Reformen wie Dewey. Er hat sich intensiv mit den Klassifikationssystemen seiner Zeit befasst und hatte als Industrieller besonderes Interesse an der Warenklassifikation. Am Mittwoch, dem 2. Februar 2005, eröffnet die Ausstellung "ddc.deutsch ? Die Dewey-Dezimalklassifikation und der deutschsprachige Raum" unter Anwesenheit der konzeptionellen Leiterin Dr. Margit Sander mit einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Budin über "Mehrsprachige Wissensorganisationssysteme als Instrumente einer globalen semantischen Interoperabilität" und einer Führung durch die Ausstellung. (te) "ddc.deutsch ? Die Dewey-Dezimalklassifikation und der deutschsprachige Raum" Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 2. Februar 2005, 17 Uhr Informationsfolder (pdf) Ausstellungsdauer: 3. bis 28.2.2005, Montag bis Freitag 9 - 15 Uhr Fachbereichsbibliothek Translationswissenschaft 1190 Wien, Gymnasiumstraße 50

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